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Deutsche Telekom startet Projekt elektronische Verbrauchsdatenerfassung für Privathaushalte in Friedrichshafen

07.03.2008

Die Deutsche Telekom realisiert in Friedrichshafen eine neue Lösung zur elektronischen Erfassung von Energieverbrauchsdaten. Bis Mitte 2009 sollen im Rahmen des Telekom-Projekts T City mehr und mehr Friedrichshafener Bürger ihren Strom- und Gasverbrauch komfortabel und sicher über ihren Browser im Internet ablesen. Einen entsprechenden Vertrag haben T-Systems, die Technische Werke Friedrichshafen GmbH (TWF) und die Bittner + Krull Softwaresysteme GmbH heute auf der CeBIT unterzeichnet.

Erste Kunden testen bereits die Lösung in unterschiedlichen Gebäude- und Wohnsituationen. Ab April werden in mehreren Phasen weitere Haushalte angeschlossen. Sie erhalten einen neuen Stromzähler, der die Informationen über den aktuellen Verbrauch via DSL oder Mobilfunk an eine Datenbank sendet. Ein Internet-Browser genügt, um die Informationen in einem Portal abzufragen, das alle 15 Minuten aktualisiert wird. Damit können die Haushalte Stromfresser sofort nach dem Einschalten am schnell ansteigenden Verbrauch erkennen und auch erfahren, wie viel Strom Geräte über Nacht im Standby für sich beanspruchen. Mit diesem Wissen und nur wenigen Maßnahmen können Kunden ihren Stromverbrauch bereits spürbar senken.


EU-Richtlinie steigert Transparenz und Qualität
Die elektronische Zählerfernauslesung unterstützt Energieversorger und deren Dienstleister dabei, die im Laufe dieses Jahres anstehende Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie zu erfüllen. Danach müssen sie Privatkunden einmal pro Monat über ihren aktuellen Verbrauch informieren.
Durch das elektronische Ablesen der Zähler steigt auch die Qualität der erfassten Verbrauchsdaten. Zahlendreher und verwechselte Zählernummern gehören der Vergangenheit an. Dies spart Zeit und Kosten, denn die Versorger müssen deutlich weniger Rechnungen nachbearbeiten. Und auch die Kunden haben weniger Anlass zu Reklamationen. Die Rechnungen lassen sich außerdem im Portal online bereitstellen. Darüber hinaus entfallen durch die zentrale Datenspeicherung Schätzungen, die bei fehlenden Verbrauchsangaben vorgenommen werden.


Teamwork für Friedrichshafen
T-Systems setzt das Projekt in Friedrichshafen gemeinsam mit den TWF und der Bittner + Krull Softwaresysteme GmbH um. Während die Telekom-Tochter die Netzverbindungen für den automatisierten Datenaustausch zwischen Verbrauchern und Versorgern einrichtet und betreibt, stellen die TWF die Zählerinfrastruktur bereit. Bittner + Krull liefert das Energiedatenmanagement bei den Versorgungsunternehmen. Dazu gehört unter anderem das Verrechnen und Verarbeiten von Verbrauchsdaten für Rechnungen sowie das Erstellen von Prognosen über künftige Bedarfe.

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