"Innovationsführerschaft bewiesen"
Bruno Jacobfeuerborn ist Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland GmbH.
Interview mit Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland GmbH.
LTE ist ein wichtiger Baustein beim Breitbandausbau der Deutschen Telekom. Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland GmbH, erklärt warum der Konzern bei der Einführung die Nase vorn hat.
Wieso ist der LTE-Netzausbau so wichtig?
Bruno Jacobfeuerborn: LTE ist ein bedeutender Baustein auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft. Die neue Mobilfunktechnologie ermöglicht uns einerseits, im Frequenzbereich von 800 Megahertz weiße Flecken in der Breitband-Versorgung zu schließen. In den höheren Frequenzen 1,8 beziehungsweise 2,6 Gigahertz besticht LTE andererseits durch eine deutliche Steigerung der Datenrate und eine erhebliche Verbesserung der Reaktionszeiten. Beides wird künftig immer mehr gefragt sein: Studien rechnen damit, dass der Datenverkehr im Mobilfunk in wenigen Jahren um den Faktor 60 zunimmt. Dafür benötigen wir Hochleistungsnetze - sowohl für das mobile Surfen in Ballungsräumen als auch für eine breitbandige Netzabdeckung in ländlichen Gebieten.
Welche Rolle spielt die Deutsche Telekom bei Einführung des neuen Mobilfunkstandards?
Bruno Jacobfeuerborn:
Wir waren schneller als unsere Mitbewerber und haben so die Technologie- und Innovationsführerschaft der Telekom unter Beweis gestellt. So haben wir zum Beispiel das erste Konvergenz-Produkt am Markt eingeführt: Mit "Call & Surf Comfort via Funk" bieten wir ein DSL-Produkt über Mobilfunk an - und setzen damit am Markt ein klares Zeichen dafür, dass die Telekom auch in abgelegenen Gebieten ihr Versprechen für mehr Breitband einlöst. Mit dem Launch von LTE 1,8 Gigahertz in Köln haben wir im Juni erneut Maßstäbe gesetzt und die schnellsten mobilen Surf-Verbindungen in der Republik geschaffen - und das nur zwölf Monate nach der Versteigerung der LTE-Frequenzen.
Arbeitet die Telekom schon an der nächsten Mobilfunk-Generation?
Bruno Jacobfeuerborn:
Nein, die Zukunft im Mobilfunk heißt für uns LTE - und darauf konzentrieren wir uns in diesem Jahr und darüber hinaus. Parallel dazu setzen wir auch weiterhin auf die Modernisierung unseres UMTS-Netzes und bieten mit HSPA+ bereits Geschwindigkeiten von bis zu 42 Megabit/Sekunde in unserem gesamten UMTS-Netz an. Dass unsere Strategie voll aufgeht, zeigen die Auszeichnungen, die unser Netz in diesem Jahr gewonnen hat: Im Juli vergab die Stiftung Warentest Bestnoten für unser Mobilfunknetz und nur einen Monat später zeichnete das Fachportal CHIP Online unser Mobilfunknetz zum "Handy-Netz des Jahres" aus.