Biometrie als mobile Kofferlösung

Biometrie Kofferset der Bundespolizei

Herzstück des Equipments ist ein Spezialkoffer der Telekom, ausgestattet mit einem Laptop, einem Scanner für Fingerabdrücke und einer Kamera.

08.03.2012

Ein Koffer voller Hightech, davor zwei uniformierte Polizisten. Dieses Bild bot sich CeBIT-Besuchern auf dem Messestand der Telekom. Doch was macht die Bundespolizei auf der weltgrößten Computerschau?

Die beiden Beamten gehören zur mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) der Bundespolizei Hannover. Im normalen Berufsleben fahnden die Polizisten nach Menschenschmugglern, überwachen Bahnhöfe und Großveranstaltungen sowie Autobahnen im Grenzgebiet.  

Kontrollen im Sekundentakt
In Hannover zeigen die Bundespolizisten den interessierten Messebesuchern, wie sie seit Herbst vergangenen Jahres Personenkontrollen in Sekundenschnelle an den Einsatzorten erledigen. Auf der CeBIT erklären die beiden Polzisten, wie die Technik aus dem Koffer funktioniert und aus Sicherheitsgründen machen sie das persönlich.  

Herzstück des Equipments ist ein Spezialkoffer der Telekom, ausgestattet mit einem Laptop, einem Scanner für Fingerabdrücke und einer Kamera. Der Koffer enthält auch einen mobilen Drucker und verfügt über eine sichere Mobilfunkverbindung via Virtual Private Network (VPN). Diese sogenannte Tunnelverbindung im UMTS-Netz führt vom jeweiligen Einsatzort zum Bundesverwaltungsnetz. Von dort geht es weiter zu den zentralen Datenbanken der Bundespolizei.

Das spart Zeit und Kosten
Bei Personenkontrollen scannen die Bundespolizisten mit dem Koffer-Equipment Reisepässe oder Fngerabdrücke und gleichen sie mit den zentralen Datenbanken ab. Der Erfolg bestätigt den Einsatz dieser Technik. Ohne Koffer müssten die zu kontrollierenden Daten erst umständlich per Telefon und Funkgerät an Beamte im Innendienst durchgeben werden. Kann sich bei einer Personenkontrolle jemand nicht ausweisen, erfahren die Beamten über den frisch eingescannten Fingerabdruck, ob ihr Gegenüber schon mal erfasst wurde. Stimmt die angegebene Identität, erspart das die "erkennungsdienstliche Behandlung" auf der Dienststelle.   

Flexibel anpassbar
Über hundert Exemplare dieses „Biometrischen Koffersystems“ hat die Telekom bisher an die Bundespolizei ausgeliefert. Dahinter stehen dreieinhalb Jahre Entwicklungsarbeit der Telekom-Tochter T-Systems und dem Informations- und Kommunikationszentrum der Bundespolizei. Dabei sind besonders die Anforderungen an die IT- und Datensicherheit bei diesem Projekt sehr hoch. Dennoch ist das System einfach an den Bedarf anderer Behörden und Branchen anpassbar. Beispielsweise eignet sich die Kofferlösung auch für die sichere Übertragung von Spenderdaten bei Blutspendediensten. Erste Tests laufen schon.

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