Bericht zum zweiten Quartal 1996

Im ersten Halbjahr 1996 hat der Neustrukturierungsprozeß rechtzeitig vor dem Börsengang seine bilanzielle Berücksichtigung gefunden.

Bereits 1990 wurde mit der Postreform 1 festgelegt, daß die Deutsche Telekom ab dem 01. Januar 1996 voll steuerpflichtig ist. Dies gilt sowohl für die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und übrige Steuern als auch für die Mehrwertsteuer auf Monopolleistungen.

Die Einführung der Mehrwertsteuer hat die Deutsche Telekom mit der Absenkung der Monopolpreise um 13 Prozent verknüpft.

In Verbindung mit Preisreduzierungen in 1995 und zum 01. Juli 1996 wurde somit das Tarifniveau entscheidend auf das vergleichbare internationale Niveau gesenkt. Da das Mengenwachstum trotz der schwächeren konjunkturellen Lage in Deutschland gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant blieb, führten die lang avisierten preispolitschen Maßnahmen zu dem angekündigten Umsatzrückgang von 13 Prozent auf die Monopolumsätze und dem damit verbundenen Ergebnisrückgang.

Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition ist der dann noch vorhandene Ergebnisspielraum voll ausgenutzt worden, um die angekündigte restliche bilanzielle Vorsorge für die gesamten strategischen Personalanpassungsmaßnahmen von 60.000 Mitarbeitern zu treffen und weitere einmalige Strukturmaßnahmen zu finanzieren.

Die zusammen mit France Télécom und dem US-Netzbetreiber Sprint Corporation gegründete internationale Alianz nahm im ersten Quartal als "Global One" ihren Geschäftsbetrieb auf; die EU-Kommission hat diese AIlianz inzwischen genehmigt. Mit dem Erwerb von 10 Prozent der Anteile an der Sprint Corporation und dem Ausbau der Beteiligung an der ungarischen Telekommunikationsgesellschaft Matáv setzte die Deutsche Telekom ihre Globalisierungsstrategie erfolgreich fort.

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