Anerkennung und Ansporn zugleich

Gruppe mehrerer Stipendiaten mit Dozent.

Erfahren Sie von Barbara Verfürth und Marc Osthues die Vorteile des Deutschlandstipendiums. (Fotograf: Peter Grewer)

Sie gehören zum begehrten MINT-Nachwuchs, glänzen mit ihren Noten und engagieren sich sozial. Deshalb unterstützt die Telekom unter anderen Barbara Verfürth und Marc Osthues von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit dem neuen Deutschlandstipendium.

Gratulation! Sie gehören zu den ersten Deutschlandstipendiaten. Wie wird man das eigentlich?
Barbara Verfürth: Ich studiere Mathematik mit Nebenfach Physik. Mein Fachbereich hat mich für die Förderung vorgeschlagen. Mit diesem Rückenwind habe ich mich dann gleich mit einem Motivationsschreiben bei meiner Uni beworben. Darin bin ich darauf eingegangen, wie ich zu meiner Studienwahl kam und welche Sprachreisen ich unternommen habe. Darüber hinaus habe ich von meiner Arbeit als Ministrantin erzählt und natürlich begründet, warum ich glaube, für das Stipendium geeignet zu sein.

Marc Osthues: Bei mir lief es etwas anders. Die Uni hat uns auf das neue Deutschlandstipendium aufmerksam gemacht. Ich fand die Idee interessant, weil man nicht nur finanziell gefördert wird, sondern auch Kontakt zum Unternehmen bekommt. Deshalb habe ich meine Unterlagen losgeschickt; kurze Zeit später war auch schon die Einladung zum Auswahlgespräch da.

Wie war die Atmosphäre bei Ihrem Auswahlgespräch?
Barbara Verfürth: Man sitzt dabei den Hochschul- und Firmenvertretern gegenüber. Ist also kein Kunststück, nervös zu werden. Bei mir legte sich die Aufregung bald. Denn meine Gesprächspartner haben es mir relativ leicht gemacht: Ich durfte von meiner Leidenschaft für Mathe und von meiner Begeisterung für die kirchliche Arbeit erzählen. Da konnte eigentlich nichts schiefgehen. Ich habe noch am selben Tag die Zusage für das Stipendium bekommen.

Was hat Sie beim Gespräch am meisten überrascht?
Marc Osthues: Bei einem Stipendium denkt doch jeder zuerst an gute Noten. Die gehören natürlich dazu, aber die Telekom-Vertreter stellten im Gespräch gleich klar, dass nicht nur Bestleistungen zählen – auf das Gesamtpaket kommt es an. Sie haben sich sehr für mein soziales Engagement interessiert und ich konnte mit dem Erzählen gar nicht mehr aufhören.

Wie sieht Ihr soziales Engagement im Detail aus?
Barbara Verfürth: In meiner Heimatgemeinde in Bochum bin ich seit Jahren Ministrantin, saß dort bis Studienbeginn im Leitungsteam und habe die nachrückenden Messdiener mit ausgebildet. Die Arbeit mit Jugendlichen macht mir großen Spaß. Leider muss ich mein Engagement wegen meines Studiums etwas zurückschrauben, denn ich bin meistens nur am Wochenende in meiner Heimatstadt.

Marc Osthues: Ich bin im Vorstand der Tischtennisabteilung im westfälischen Hoetmar, betreue und organisiere dort Spieltage und war auch schon als Jugendwart und Trainer tätig. Ich bin ganz stolz, wenn die jungen Spieler immer besser werden und ich ihnen etwas beibringen kann. Zudem halte ich engen Kontakt zu meinem früheren Gymnasium in Warendorf und begleite dort als Betreuer diverse Schulfreizeiten. Falls nicht gerade Klausuren oder wichtige Projekte anstehen, bin ich auf jeden Fall dabei, wenn die Siebtklässler zu ihren Skitouren aufbrechen.

Was bedeutet das Stipendium für Sie?
Barbara Verfürth: Für mich ist es Anerkennung und Ansporn zugleich. Die Förderung empfinde ich als großes Lob. Meine Leistungen werden anerkannt. Das ist ein schönes Gefühl und motiviert mich zum Weitermachen.

Zudem erhalten Sie für mindestens ein Jahr lang monatlich 300 Euro. Ist das Geld schon fest verplant?
Marc Osthues: Und ob. Die finanzielle Unterstützung kommt mir sehr gelegen. Momentan stecke ich mitten in meiner Diplomarbeit – diese nimmt meine volle Konzentration in Anspruch. Da bleibt nicht viel Zeit, um weiterhin zu jobben. Das Stipendium ist mir eine echte Hilfe dabei.

Zum Stipendium gehören auch enge Kontakte zum Unternehmen. Was versprechen Sie sich davon?
Marc Osthues: Ich möchte nach meinem Diplom zwar erst einmal promovieren. Aber ich fände es toll, parallel dazu bei der Telekom ein Praktikum machen zu können. Ich bin wirklich neugierig, welche Möglichkeiten der Konzern einem Physiker bietet.

Was erwartet Ihr von der Netzwerkveranstaltung in Bonn?
Barbara Verfürth: Ich hoffe, dass ich dort einen Einblick in den Konzern bekomme. Vielleicht lerne ich auch einige Mitarbeiter kennen.

Marc Osthues: Die Telekom ist für mich jetzt kein x-beliebiges Unternehmen mehr. Ich finde es super, dass sie den Nachwuchs unterstützt. Vielleicht treffe ich in Bonn auch gleich meinen Mentor. Darauf freue ich mich schon besonders. Denn von was könnte man mehr profitieren als von internen Insider-Tipps?

Barbara Verfürth studiert Mathematik in Münster.
Marc Osthues studiert Physik, ebenfalls in Münster.

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