Führungskultur der Anerkennung und Förderung

Offener Dialog, Vertrauen und die Förderung von Mitarbeiterpotenzialen: Die Deutsche Telekom lebt eine Führungskultur zwischen Zielorientierung und Flexibilität.

Wenn die Deutsche Telekom zum bestangesehenen Serviceunternehmen der Branche werden will, braucht sie motivierte und qualifizierte Mitarbeiter, die zum Unternehmen passen. Damit die Führungskultur den zukünftigen Unternehmenserfolg optimal unterstützt, hat die Telekom sie in einer unternehmensweit gültigen Leitlinie definiert: Alle Führungskräfte sind verpflichtet, individuellen Einsatz und Erfolg anzuerkennen und ein positives Umfeld mit Fortbildungsmöglichkeiten und Perspektiven zu bieten.

Denn so unterschiedlich wie die Telekom selbst, so facettenreich sind oft auch die Führungsstile in der Praxis: Engagierte Führungskräfte, viel Dialog und gelebte Leitlinien stehen unklaren Zielsetzungen und Leistungsdruck gegenüber. "Es gilt für alle, einen gemeinsamen Führungsstil mit intensivem Dialog, mehr Delegation von Verantwortung und vertrauensvoller Zusammenarbeit zu entwickeln und zu leben", erklärt Kerstin Knöfel, Leiterin Corporate Performance Management und verantwortlich für die Etablierung von unternehmensweit einheitlichen Führungsinstrumenten zur Förderung dieses gemeinsamen Führungsstils. "Wir haben angefangen, diese neue Führungskultur zu etablieren, aber wir sind noch nicht am Ziel." Nicht formell, sondern offen, vertrauensvoll und flexibel soll dabei der Umgang mit den Mitarbeitern sein. Die Spielregeln des Miteinanders legen die Beteiligten in jährlichen Feedback- und Entwicklungsgesprächen und Zielvereinbarungen fest.

Führung als tägliche Herausforderung

Doch auch die Mitarbeiter selbst sind gefordert. Sie sollen den notwendigen Handlungsspielraum von ihren Vorgesetzten einfordern und vertrauensvoll ausfüllen. Denn das Führungsverständnis der Telekom fördert Unternehmergeist und die aktive Nutzung von Freiräumen. Auch wer nicht an der Spitze steht, sollte über Führungsqualitäten verfügen: Im Projektgeschäft beispielsweise tragen auch Nachwuchskräfte volle Verantwortung für das gemeinsame Ziel und müssen Initiative zeigen.

Erfolgreiches Führen endet bei der Telekom nicht mit dem Erreichen der gesetzten Ziele im Routinegeschäft. Veränderungen im Kundenverhalten oder neue Technologien fordern von Führungskräften täglich, auch aus anderen Perspektiven neue Impulse aufzunehmen. Personalentwicklungsprogramme und Feedbackinstrumente geben ihnen dabei die Möglichkeit, sich selbst zu hinterfragen und eigene Potenziale zu identifizieren. Entscheidend ist etwa die Fähigkeit, bei allen Entscheidungen die großen Zusammenhänge im Konzern im Blick zu behalten. Dazu gehört beispielsweise die konsequente Umsetzung der Frauenquote, um das Thema Diversität auch in der Führungskultur weiter zu fördern.

Es gilt, die richtige Gewichtung zu finden zwischen einer etablierten Managementkultur und einem neuen Führungsstil. Dabei werden Elemente wie Zielerreichung, Disziplin und Leistungskontrolle mit vertrauensvollem Delegieren von Aufgaben und offenem Dialog über Bereichsgrenzen und Führungsebenen hinweg verbunden. "Wir Führungskräfte müssen lernen, alle Kräfte und Fähigkeiten der Mitarbeiter zu aktivieren und zu nutzen . Gleichzeitig müssen wir die Transparenz unserer Entscheidungen für die Mitarbeiter erhöhen", betont Knöfel.

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