LTE-Bestmarke: Telekom überträgt 580 MBit/s in einem Live-Netz

20.02.2014

  • Telekom treibt die Mobilfunkentwicklung voran
  • Wichtiger Schritt für die Einführung von MIMO 4x4
  • Wie die neue Technik funktioniert

Die Deutsche Telekom treibt die Entwicklung im Mobilfunk voran. In Alzey ist es jetzt gelungen, eine Bestmarke bei der Übertragungsgeschwindigkeit im Mobilfunk aufzustellen. Erstmals wurden in einem LTE-Netz im Wirkbetrieb eine Übertragungsgeschwindigkeit von 580 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erzielt. Möglich wird diese Geschwindigkeit durch ein neuartiges und effektives Zusammenspiel von Frequenzbündelung und Mehrantennentechnik. "Wir stoßen für die Mobilfunk-Entwicklung wieder einmal Türen auf", sagt Bruno Jacobfeuerborn, Technik-Chef Telekom Deutschland. "Für uns sind Frequenzen wie Bodenschätze. Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten, aus diesem hohen Gut das Maximum für unsere Kunden herauszuholen." Die Telekom wird in der Branche dafür werben, die Entwicklung dieses Lösungsansatzes voranzutreiben und möglichst rasch zur Marktreife zu bringen.

MIMO 4x4: Die neue Evolutionsstufe von LTE
Bei dem Feldversuch in Alzey wurde kommerzielle Hardware und eine neuartige Antenne in Smartphone-Größe eingesetzt. Zwei Techniken kommen zum Einsatz, die in dieser Weise noch nicht miteinander verknüpft wurden: Frequenzbündelung und Mehrantennentechnik (MIMO = Multiple Input Multiple Output).

Frequenzbündelung (CA = Carrier Aggretation) ist eine Technik, die im LTE-Standard verwendet wird, um die Datenrate pro Nutzer zu erhöhen. Dabei werden einem Nutzer mehrere Frequenzblöcke zugewiesen. Faustformel: Je höher die Zahl der Frequenzblöcke, desto höher die Datenrate für den Nutzer. Aus Sicht der Telekom scheidet die Frequenzbündelung als alleinige Antwort auf den Kapazitätsbedarf im Mobilfunk aus. Die Möglichkeiten der Frequenzbündelung sind endlich, weil sich die Mobilfunkbetreiber das Spektrum der vorhandenen Frequenzen mit anderen Dienste-Anbietern teilen müssen, etwa mit Rundfunkanstalten und Behördenfunk.

Hier kommt die Mehrantennentechnik ins Spiel. Mehrantennentechnik wird im Fachjargon kurz als MIMO (Multiple Input - Multiple Output) bezeichnet, was so viel heißt wie: Mehrfacher Empfang am Endgerät - mehrfaches Senden an der Basisstation. Derzeit wird bei LTE auf MIMO 2x2 gesetzt. Es wird mit zwei Sendeantennen auf der Basisstationsseite und zwei Empfangsantennen auf der Endgeräteseite gearbeitet. Die Gründe: Mehr Antennen bedeuten höheren Platzbedarf und Energieverbrauch. Das ist im Mobilfunk besonders auf der Seite der Handys eine kritische Größe. Die jetzt eingesetzte Antenne, löst das Problem des Platzbedarfs.

"Wir haben mit unserem Feldversuch gezeigt, dass die Probleme bei der Einführung von MIMO 4x4 lösbar sind und einen wichtigen Schritt in Richtung marktreife getan", sagt Bruno Jacobfeuerborn. "Wir unterstreichen damit unseren Anspruch, nicht nur irgendein Anbieter zu sein, der die Gesellschaft mit Infrastruktur versorgt. Wir sind der vertrauenswürdige Begleiter in einer zunehmend komplexer werdenden digitalen Welt und wir treiben die Entwicklung mit unseren Ideen voran. Wir wollen das Leben von Menschen nachhaltig vereinfachen und bereichern, indem wir erlebbar machen, was verbindet und das in höchster Qualität."

Das Beste Netz
Die Telekom hat in den vergangenen zwei Jahren alle wichtigen Netzteste in Deutschland gewonnen. Zuletzt den Netztest der Fachzeitschrift "connect" (www.connect.de/netztest). Fazit: "Die Telekom ist mit der Optimierung ihres auf Geschwindigkeit gezüchteten Netzes weit fortgeschritten, hier liegen Daten und Telefonie auf Top-Niveau."

Am 30. August 2010 hat die Deutsche Telekom in Kyritz den ersten LTE-Sender in Europa in Betrieb genommen und damit den Startschuss für den Siegeszug von LTE gegeben. Im vergangenen Jahr startete die Telekom ihr LTE-Plus-Netz mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s. Heute bietet die Telekom diesen Dienst bereits in über 150 Städten in Deutschland an. Bis Ende 2016 sollen 85 % der Bevölkerung auf LTE zugreifen können.

LTE erlebt derzeit weltweit ein rasantes Wachstum. Lagen die Nutzerzahlen 2012 noch bei geschätzten 92 Millionen, so geht man heute von rund 200 Millionen Nutzern aus. 2016 soll dann die Grenze von eine Milliarde Nutzern geknackt werden. Damit wäre LTE der am schnellsten wachsende Mobilfunkstandard. Zum Vergleich: GSM (Global System for Mobile Communications) hat für das Erreichen der Ein-Milliarde-Nutzer-Grenze noch zwölf Jahre benötigt.

Über die Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom ist mit 140 Millionen Mobilfunkkunden sowie über 31 Millionen Festnetz- und mehr als 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 30. September 2013). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 230.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte der Konzern einen Umsatz von 58,2 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2012).

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