Repräsentative Studie des F.A.Z.-Instituts: Die Deutschen wollen im Alter zuhause sein
30.09.2011
- Acht von zehn Befragten über 45 wollen lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben - bei den 70-Jährigen sind es 90%
- Die Telekom entwickelt bereits Assistenztechnik für Senioren - etwa den Fingertipp zu Essen auf Rädern oder Medikamente-Bringdienst
- Senioren gerechtes Notruftelefon 2012 im Angebot
Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich, im Alter selbständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Dies ist das erste Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das F.A.Z.-Institut im Auftrag der Deutschen Telekom für den Tag des Älteren Menschen am 1. Oktober durchgeführt hat. Danach wollen acht von zehn Befragten über 45 zuhause alt werden. In der Gruppe der 70‑Jährigen ist dieser Anteil mit 90 Prozent sogar noch höher. Die Studie soll auf der diesjährigen Medizinmesse Medica im November in Düsseldorf vorgestellt werden.
Selbstbestimmtes Leben im Alter ist nicht selbstverständlich. Besonders wenn Krankheiten oder Behinderungen den Alltag von Senioren beeinträchtigen. Die Deutsche Telekom entwickelt daher in verschiedenen Pilotprojekten in Deutschland Technik, die das ermöglichen soll. Zum Beispiel ein mobiles Serviceportal, das Senioren hilft, ihren Alltag besser zu bewältigen. Die Nutzer können auf einem Tablet-PC Senioren gerecht gestaltete Menüpunkte antippen und so zum Beispiel Medikamente aus der örtlichen Apotheke bestellen, Essen auf Rädern ordern oder den Hausmeister rufen.
Mit Fingertip zu Essen auf Rädern: In Friedrichshafen bereits erprobt.
Auch ein Lernprogramm lässt sich in das Portal einbinden, das den Anwender Schritt für Schritt mit dem Internet und seinen Nutzungsmöglichkeiten vertraut macht. Und auch das Lesen und Versenden von E-Mails sowie Videotelefonate mit Verwandten und Freunden lassen sich über die Oberfläche nutzen. Die Anwendung wird bereits in der T-City Friedrichshafen im Zukunftshaus der Fränkel-AG von 19 Haushalten erfolgreich erprobt.
Senioren gerechtes Notruftelefon bietet die Telekom 2012 an.
Die Telekom wird mit dem Mobiltelefon emporiaELEGANCEplus künftig auch ein Gerät anbieten, mit dem Senioren auch unterwegs Hilfe holen können. Mit nur einem Notruf-Knopfdruck sollen sie ein Service-Center erreichen, das Hilfe herbeiholen kann. Ein entsprechendes Angebot will die Deutsche Telekom im kommenden Jahr vorstellen.
Intelligente Kommunikationstechnologie hilft im Alltag.
Darüber hinaus entwickelt die Telekom auch intelligente Assistenzsysteme - zum Beispiel in der Stiftung Liebenau oder in dem Smart-Senior-Projekt an der Charité in Berlin. Hier geht es unter anderem um Sensoren die eigenständig Alarme auslösen, wenn jemand - etwa durch einen Sturz - nach einer voreingestellten Zeitspanne das Bad nicht wieder verlassen hat.
"In den kommenden Jahren wird die Zahl der Alten und damit auch der Pflegebedürftigen und chronisch Kranken deutlich steigen - viele Menschen wollen aber gerade in dieser Lebensphase aktiv am Alltag teilhaben und mobil bleiben. Intelligente Informations- und Kommunikationstechnologie leisten ihnen dabei wertvolle Dienste", sagt Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfeldes Gesundheit. "Die bis jetzt entwickelten Angebote sind nur der Anfang. Wir werden weitere Lösungen entwickeln. Das geht von intelligenten Alarmsystemen über digitale Erinnerungsfunktionen bis hin zu telemedizinischer Betreuung", so Wehmeier weiter.
Über die Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom ist mit rund 128 Millionen Mobilfunkkunden sowie 35 Millionen Festnetz- und fast 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 30. Juni 2011). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 241.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 62,4 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2010).
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