Medienbildung: Technik allein reicht nicht

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung

Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung

14.02.2012


Ein Beitrag von Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung.

E-Learning ist ein Schwerpunktthema der didacta 2012, Europas größter Bildungsmesse, die heute in Hannover startet. Doch auch wenn das Lernen mit digitalen Medien inzwischen in aller Munde ist, lässt es an den meisten deutschen Schulen noch zu wünschen übrig. Zwar sind Computer oder moderne Bildungsmedien, wie beispielsweise Smartboards, schon in vielen Klassenzimmern vorhanden, werden aber noch zu wenig oder nicht erfolgreich für Unterricht oder Hausaufgaben genutzt. Grund dafür sind meist fehlende Konzepte für den pädagogisch sinnvollen Einsatz.

Die Deutsche Telekom Stiftung initiierte 2005 daher das Projekt "Schule interaktiv". An Pilotschulen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen wurden von den Lehrkräften Konzepte für die Einbindung neuer Medien in den Unterricht erarbeitet. Es wurde untersucht, wie geeignete moderne Kommunikations- und Informationstechnologie so eingesetzt werden kann, dass ein positiver Effekt auf die Lehr- und Lernkultur entsteht. Erst im Anschluss folgte die Versorgung mit Hard- und Software. Weit über 100 geplante und realisierte Unterrichtsvorhaben in allen Fächern schlugen als zählbarer Erfolg zu Buche und sind auf der Website Schule interaktiv veröffentlicht.

Wichtig in diesem Stiftungs-Projekt sind vor allem der bewusste Einsatz und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien. Kinder und Jugendliche müssen sich in einer digitalen Gesellschaft auskennen und zurechtfinden, und fit gemacht werden für die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Gerade mit Blick auf die Sozialen Netzwerken sollen Schülerinnen und Schüler die Konsequenzen und Chancen sicher einschätzen lernen.

Wie das erfolgreich funktioniert, zeigen in Kürze Videospots, die auf der Onlineplattform teachtoday zu sehen sind. Im Fokus stehen Themen wie beispielsweise Datenschutz oder Cybermobbing. So beantworten Schüler Fragen wie "Darf ich mit meinem Lehrer auf Facebook befreundet sein?" oder "Welche persönlichen Daten stelle ich von mir ins Netz?" In den nächsten Tagen geht das erste von insgesamt vier Videos online. Alle Filme werden an Schulen aus dem Projekt "Schule interaktiv" gedreht. Teachtoday wird unter anderem von der Deutschen Telekom AG unterstützt und stellt Lehrkräften und Schulleitern Informationen, Unterrichtsideen, Tipps und Materialien zur sicheren, verantwortungsvollen und kompetenten Nutzung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verfügung.

Das Projekt Schule interaktiv ist inzwischen planmäßig ausgelaufen. Als großen Erfolg werten wir die Tatsache, dass sich die beteiligten Bundesländer entschieden haben, die Erkenntnisse aus dem Projekt in die eigenen Fortbildungs- und Schulentwicklungssysteme zu integrieren. Denn auch sie haben erkannt: Sinnvoll eingesetzt führen neue Medien zu anregendem Unterricht, zu wirkungsvollerem, stärker eigenverantwortlichem und selbständigem Lernen.

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