Appetit auf Geschwindigkeit

Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied Deutschland.

Niek Jan van Damme - Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH.

22.12.2011

Ein Beitrag von Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied Deutschland und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH.

Deutschland ist hungrig nach Bandbreite. Vor allem gefüttert durch Videoanwendungen wächst der Datenstrom im Internet rasant. Ähnlich wie beim Kaffee wollen die Kunden zudem auch unterwegs nicht mehr auf ihre Konsumgewohnheiten verzichten: Facebook, Youtube und Co. sollen auch mobil verfügbar sein. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, mit welcher Technik die Kunden hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erhalten. Entscheidend ist, dass sie schnelle Internetverbindungen bekommen - und das möglichst günstig.

Die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf eine intelligente Mischung: Wir treiben den Ausbau sowohl über Mobilfunklösungen wie LTE und UMTS als auch über das Festnetz voran. Der Mobilfunkausbau ist besonders effizient, weil damit relativ viele Menschen erreicht werden können. Der teure Tiefbau entfällt weitgehend, von der Glasfaseranbindung der Mobilfunkstandorte einmal abgesehen.

Beim Ausbau des Festnetzes haben wir aus unserer Erfahrung gelernt: Wir werden nicht einfach ein Glasfasernetz bauen und hinterher schauen, ob Kunden die Anschlüsse wirklich kaufen. Bevor wir mit den Tiefbauarbeiten starten, wollen wir in den geplanten Ausbaugebieten zwei Voraussetzungen erfüllt sehen: Mindestens 80 Prozent der Eigentümer haben ihr Einverständnis für den Anschluss ihres Hauses gegeben und wenigstens zehn Prozent der Kunden haben Vorbestellungen abgegeben. Sonst investieren wir an anderen Orten oder in andere Technologien. So stellen wir sicher, dass wir dem Bedarf entsprechend investieren. Im Festnetz hat zudem das gute alte Kupferkabel längst nicht ausgedient: Wir testen derzeit Technologien, mit denen sich auch darüber Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erreichen lassen.

Natürlich schaut die Öffentlichkeit beim Breitbandausbau zuerst auf die Telekom. Aber kein Unternehmen kann ganz Deutschland alleine mit einem Glasfasernetz ausbauen. Deshalb setzen wir auf Zusammenarbeit mit Wettbewerbern und Stadtnetzbetreibern. Auch die sehr erfolgreichen Kooperationen mit den Kommunen setzen wir fort: Wo der Breitbandausbau nicht wirtschaftlich ist, kann es sinnvoll sein, dass die öffentliche Hand unterstützt. So können die Gemeinden beispielsweise vorhandene Leerrohre zur Verfügung stellen, die Tiefbaumaßnahmen übernehmen oder sich finanziell beteiligen. Allein 2011 haben wir mehr als 1.000 solcher Kooperationen vereinbart und so mehr als 180.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Das zeigt: Der Breitbandausbau kommt gut voran. Es gibt aber nicht nur einen Weg zum flächendeckenden Hochgeschwindigkeitsnetz. Der Hunger kann auf viele Arten gestillt werden.

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