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Diana Schnetgöke

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Innovative und inspirierende Weiterbildung: das ada Fellowship

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Heute das Morgen verstehen: so lautet das Credo des ada Fellowship Programms. Seit 2019 haben Mitarbeitende der Telekom die Möglichkeit, an der einjährigen, berufsbegleitenden Weiterbildung teilzunehmen. Was das ada Programm einzigartig macht, wie das Online-Lernen, die Projektphasen und die Live-Events mit der täglichen Arbeit verbunden werden können, darüber habe ich mit Krishneel Naidu gesprochen, der einer der ada-Fellows der Runde 2020 der Deutschen Telekom ist.

Krishneel Naidu

Krish arbeitet als Experience Designer bei der Telekom.

Hallo Krishneel, stell Dich doch bitte kurz vor. Wie bist Du zum ada Fellowship gekommen?

Krishneel: Bitte nenn' mich Krish. Ich habe im November 2019 bei der Telekom als Customer Experience Designer angefangen. Mein Einstieg bei ada war eigentlich eine angenehme Überraschung: ich habe es erst erfahren, als ich die Aufnahme-E-Mail erhalten habe. Die Leiterin unserer Designabteilung hatte mich nominiert. Ein paar von uns wurden von unseren Einheiten nominiert und die restlichen Plätze wurden in einem offenen Bewerbungsverfahren in unserem Social-Intranet vergeben. 

Was steckt hinter dem Programm?

Krish: Das ada Fellowship ist ein 12-monatiges Future-Skills-Programm für Mitarbeitende führender Unternehmen und der Bundesministerien in Deutschland. Wir haben Module zu verschiedenen technologischen Schlüsseltrends, neuen Arbeitsmethoden und Führungskompetenzen durchgearbeitet, darunter Diversity & Inclusion, Organizational Change, Machine Learning und Big Data. Darüber hinaus nahmen wir an zwei hochrangigen Tech-Konferenzen teil und hatten Zugang zu anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem "House of Beautiful Business". In meiner Runde waren wir 30 Fellows von der Telekom. 

Welchen Mehrwert hat das Programm für Dich?

Krish: Ich sehe zwei Hauptvorteile: Zum einen schätze ich sehr die Chance, einige meiner Telekom-Kolleg*innen kennenzulernen, was sonst nicht möglich gewesen wäre. Aufgrund der Pandemie haben wir uns zwar noch nicht im wirklichen Leben getroffen, aber darauf freue ich mich schon.

Was wäre anders gewesen, wenn es die COVID-Krise nicht gegeben hätte?

Krish: Der vielleicht wichtigste Aspekt des Fellowship, das Networking mit anderen Professionals, hätte mit Präsenz-Veranstaltungen besser zur Geltung gebracht werden können. Die Konferenzen, an denen Gäste wie Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahmen, wären auch "offline" besuchbar gewesen. 

Angela Merkel und Miriam Meckel in der Frauenkirche in Dresden

Angela Merkel und Miriam Meckel reden über Digitalisierung bei der Morals & Machines Konferenz 2021 in der Frauenkirche Dresden.

Was ist der zweite Vorteil, den Du bereits erwähnt hast? 

Krish: Der zweite Vorteil (etwas, das viele von uns in ihrem eigenen Umfeld übersehen oder nicht zu schätzen wissen), lag eigentlich nicht darin, wie viele neue Dinge ich persönlich gelernt habe, sondern in der Erkenntnis, dass mein eigenes Customer Experience Team bereits unheimlich innovativ und offen für Ideen ist. In der Tat werden viele der Themen, die Teil des Fellowships waren, in meinem Team bereits umgesetzt und diskutiert. Programme wie ada bieten uns zusätzlich eine Perspektive, welche Fähigkeiten wertvoll und wünschenswert sind und wie wir in unseren Teams und als Unternehmen dazu stehen.

Nenne uns einige Beispiele, die Dir sowohl im Fellowship als auch in Deinem Team begegnet sind?

Krish: Gerne. In einem der Module (Cultural Change) wurde "The Loop Process" vorgestellt. Unser Design-Team arbeitet bereits daran, diesen auszuprobieren. Zur gleichen Zeit, als wir uns im Fellowship mit New Work beschäftigten, probierten wir in meinem Team Virtual-Reality-Meetings aus, um das Gefühl der Verbundenheit einzufangen, das uns fehlte. Während ich das Modul zu Diversity & Inclusion absolvierte, führte ich gleichzeitig Gespräche mit anderen in meinem Team, die sich leidenschaftlich mit diesem Thema beschäftigten.

Mehrere Teammitglieder, die an einem virtuellen Tisch sitzen.

Das Customer Experience Management Team Jour Fixe in der Virtual Reality im 2020.

Was hast Du aus dem Fellowship in die Organisation mitgenommen?

Krish: Ich habe das Gefühl, dass ich eine größere Wertschätzung für mein Team mitgenommen habe. Es ist so wertvoll zu erkennen, in welchem Entwicklungs-, Team- und Technologiereifezustand sich das eigene Team befindet, so dass man weiß, auf welche Bereiche man sich konzentrieren muss, um sich noch weiter zu verbessern. Es gab andere Teilnehmende in meinem Kurs, deren Teams sich in anderen Stadien befanden und die größere Veränderungen in ihr Arbeitsleben brachten, was beweist, dass eine Teilnahme am ada Fellowship eine radikal andere, aber dennoch positive Erfahrung für jeden Einzelnen sein kann.

Wie hat sich das Lernen in Deinen Augen in den letzten Jahren verändert?

Krish: Ich denke, es gibt eine viel stärkere Demokratisierung und einen leichteren Zugang zum Lernen. Es geht weniger um formale Bildung und die Teilnahme an Kursen. Stattdessen liegt der Fokus mehr darauf, das zu lernen, was man lernen möchte, und zwar durch entspannte Lernprogramme oder sogar Microlearning durch Videos, etwas, das in der Vergangenheit nicht ernst genommen wurde. Tatsächlich haben mehrere Kolleg*innen aus dem Design-Team zu unserem internen CX & Design Learning Channel beigetragen. Gelegenheiten wie diese gab es nicht, als ich meine Karriere begann. 

Hast Du Tipps, wie man sich am Arbeitsplatz ausreichend Raum für das Lernen schafft?


Krish: Ich habe drei einfache Tipps: 

  1. Einfach anfangen 
  2. Nicht gleich übertreiben
  3. Spaß daran haben

Ich vermute, dass wir zu oft Ausreden für Zeitmangel finden oder das Gefühl haben, dass Lernen kompliziert ist. Aber abgesehen von den Methoden, die ich oben aufgeführt habe, gibt es so viele Möglichkeiten für Multitasking, wie z. B. das Anschauen von Serien in anderen Sprachen oder das Hören von Podcasts und Hörbüchern in den Pausen. Eines der großartigen Aspekte bei der Telekom ist, wie viel Unterstützung wir von unseren Führungskräften bekommen, wenn wir an Konferenzen und Schulungen teilnehmen wollen oder auch, wenn wir uns Zeit zum Lernen nehmen wollen. Wenn es einen bestimmten Bereich gibt, in dem man sich weiterentwickeln möchte, kann man sich eine Mentorin oder einen Mentor suchen: wir sind ein so großes Unternehmen, so dass es immer jemanden geben wird, die oder der gerne hilft. Wenn du mehr über ein Thema lernen willst und das entsprechend kommunizierst, werden andere ihr Wissen immer mit dir teilen. 

Ich denke, das ada Fellowship ist auch ein hervorragendes Beispiel für "learning on the job". Durch die Verteilung des Prozesses auf 12 Monate mit verschiedenen Modulen und Inhalten habe ich viel gelernt, ohne das Gefühl zu haben, zu studieren! 


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