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Andreas Kadelke

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Digitale Kunst: Von Teilhabe, glücklichen Malern und Künstlicher Intelligenz

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Roman Lipski ist ein „glücklicher Maler“. Sagt er über sich selbst. Ein Grund dafür ist eine Künstliche Intelligenz (KI). Die nutzt Lipski als Muse. Und seitdem er das tut, sind Schaffenskrisen für ihn kein Thema mehr. Die KI Muse inspiriert und inspiriert und inspiriert ihn. So berichtete es der Maler in unserer telegraphen_lounge „Ist das digitale Kunst oder kann das weg?“. Darin diskutierten folgende Experten über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Kunst und Kultur: die Pianistin Seda Röder, Antje Hundhausen (Beiratsmitglied der Art Collection Telekom), Nikolas Löbel MdB (CDU), Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages, Moderator Wolf-Christian Ulrich und eben Roman Lipski.

Die KI-Muse, die Lipski gemeinsam mit dem Datenspezialisten und Künstler Florian Dohmann entwickelt, ist ein spannendes Beispiel für die Digitalisierung in der Kunst. „Die Technologie erlaubt Experimente, von denen wir bisher nicht wussten, dass sie möglich sind“, sagte Lipski. Die KI helfe ihm, kreative Impulse für seine Arbeit zu bekommen. Entscheidend ist für ihn dabei: Der Künstler malt, und nicht die KI.

Anders bei dem kürzlich im Auktionshaus Christie‘s versteigerten Bild „Edmond de Belamy“, an das kein Künstler Hand anlegte. Es wurde vollständig von einer KI geschaffen. Aus Sicht von Antje Hundhausen eher eine gelungene Aktion zur Vermarktung als wirkliche Kunst. Die Art Collection Telekom sammele selbstverständlich auch digitale Kunst – allerdings bislang noch ohne KI –, da die vornehmlich jungen Künstler in einer digitalen Welt aufwachsen.

Diskutierten über Kunst (v.l.): Wolf-Christian Ulrich, Antje Hundhausen, Seda Röder, Roman Lipski und Nikolas Löbel.

Diskutierten über Kunst (v.l.): Wolf-Christian Ulrich, Antje Hundhausen, Seda Röder, Roman Lipski und Nikolas Löbel.

"Technologie lässt uns Schubladen sprengen"

Die Digitalisierung ermöglicht breiteren Schichten Teilhabe an Kunst – sowohl aktiv als auch passiv.  Das wurde in der Diskussion schnell deutlich. Seda Röder, auch als „Piano-Hackerin“ bekannt, sagte: „Die Technologie erlaubt uns, Schubladen zu sprengen.“ Menschen ohne musikalische Ausbildung könnten sich nun dank digitaler Hilfsmittel musikalisch ausdrücken. „Die Kreativität“, so Röder weiter, „war viel zu lange im Elfenbeinturm eingesperrt.“ Allerdings betonte auch sie wie zuvor schon Roman Lipski: Die Technologie sei ein Hilfsmittel, der künstlerische Prozess nach wie vor analog. „Ich muss die Entscheidungen treffen“, so Röder. Eine kreative Maschine, die derlei Entscheidungen übernehmen könne, gebe es noch nicht.

Ein anderer Aspekt der Teilhabe an Kultur ist die Virtuelle Realität (VR). Mit ihrer Hilfe erhalten Menschen die Möglichkeit, Museen virtuell zu erkunden, die sonst vielleicht nie die Möglichkeit dazu bekämen. Der Politiker Nikolas Löbel will dabei den Menschen nicht aus dem Blick verlieren. Digitalisierung bringe Veränderung und eröffne neue Räume für Kunst. „Aber es müssen Räume sein, in denen Menschen sich begegnen können“, sagte Löbel. Teilhabe bedeute nicht sofort, dass man sich auf Augenhöhe austausche.

Einen solchen Raum für die digitale Kunst, in dem sich Menschen begegnen können, hatte Moderator Wolf-Christian Ulrich kürzlich in Tokio entdeckt: das dortige Museum für digitale Kunst. Ein Museum, dessen Kunst den Besucher förmlich umschließt und einbindet. Gar nicht virtuell, sondern sehr real.

Ebenfalls sehr real ist der Archivstream von dieser facettenreichen Diskussion, den wir hier unten im Beitrag einbinden. Einfach reinschauen, das ist Kultur und Zukunft, unterhaltsam und verständlich auf den Punkt gebracht. Und in den Netzgeschichten auf YouTube werden die Experten kommende Woche auch noch einmal zu Wort kommen.

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v.l.n.r. Moderator Wolf Christian Ulrich, Prof. Birgit Beck, Manuela Mackert und Aljosha Burchardt.

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Nicole Schmidt

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Die Moral der Maschinen

Dazu diskutierten auf unserem Podium Philosophieprofessorin Birgit Beck, Chief Compliance Officer der Deutschen Telekom Manuela Mackert und der Forscher Dr. Aljosha Burchhardt.

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