Karriere

Birgit Schmidt und Andrea Morgan-Schönwetter

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Birgit Schmidt +++ 41 Jahre +++ Leiterin Recruiting +++ Leinfelden-Echterdingen +++ Teilzeit +++ Hobbys: Kochen, Wandern, Skifahren +++ eine vierjährige Tochter
Andrea Morgan-Schönwetter +++ 39 Jahre +++ Leiterin Recruiting +++ Berlin +++ Teilzeit +++ Hobbys: Yoga, Reisen, Snowboarden+++ einen zweijährigen Sohn

Sie teilen sich bei der Telekom die Führungsposition. Birgit Schmidt und Andrea Morgan-Schönwetter leiten ihr Recruiting-Team gemeinsam und fahnden mit ihren Kolleginnen und Kollegen nach IT-Experten für ihren Konzern. Wie sie mit dem Modell „Führungstandem“ fahren, verraten sie im Doppelinterview.

Schmidt-Morgan-Schönwetter


Mal ehrlich: Gäbe es bei der Telekom die Form des Führungstandems nicht…

Birgit Schmidt: Dann hätte man es unbedingt für uns erfinden müssen. Ohne diese Möglichkeit könnte ich mir eine Führungsposition schwer vorstellen. Denn ich möchte neben der Arbeit auch Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen und das nicht nur abends nach der Arbeit, um sie noch schnell ins Bett zu bringen. Deshalb bin ich sehr froh, dass unser Chef uns das Führungstandem vorschlug und ich mich somit nicht entscheiden musste zwischen Familie und Karriere.

Andrea Morgan-Schönwetter: Ich habe mich darüber auch riesig gefreut. Natürlich wusste ich, dass ich auf jeden Fall weiter arbeiten wollte, aber dass man mir auch zutraut, in Teilzeit weiter Führungskraft zu sein … Das finde ich klasse. Das spricht für das offene und innovative Klima in unserem Unternehmen. Auch wer seine Arbeitsstunden reduziert, wird bei der Telekom weiter gefördert und gefordert.

Birgit Schmidt: Sobald sich mein Kind in der Kita eingelebt und sich unser Tagesrhythmus eingespielt hatte, gewannen bei mir die beruflichen Themen wieder an Gewicht. Ich habe mich gefreut, dass ich nach der Elternzeit in meine Führungsrolle zurückgefunden habe. Obwohl ich in Teilzeit arbeiten wollte. Das war bei der Telekom ohne Diskussionen, ohne Kämpfe möglich. Mehr noch: Ich konnte mich sogar in neue Themen einarbeiten, durfte ein neues Team leiten.

Sie haben Glück, dass die Telekom in Sachen Frauenförderung ein Vorreiter ist.

Andrea Morgan-Schönwetter: Stimmt. Bei uns gibt es nicht nur Führungstandems, sondern auch Betriebskindergärten, Eltern-Kind-Büros oder Notfallbetreuung. Und durch unsere Personalentwicklung zieht sich das Thema Frauenförderung ebenfalls wie ein roter Faden.

Birgit Schmidt: Nicht umsonst war die Telekom das erste Unternehmen, das sich freiwillig zu einer Frauenquote verpflichtet hat. Seitdem hat sich die Kultur in unserem Konzern stark verändert. Wir sind schon weit gekommen, aber natürlich gibt es noch einiges zu tun: Wir müssen noch stärker bei Vorgesetzten und bei den Frauen selbst für Führungstandems werben.

Andrea Morgan-Schönwetter: Immerhin haben sich bei der Telekom bereits Frauen als Duo für offene Führungspositionen beworben. Die Frauennetzwerke an vielen Standorten setzen sich dafür ein, dass sich Frauen mehr zutrauen, auch mal Risiken eingehen - und sich einfach als Doppelpack für eine interessante Führungsposition anbieten.

Passt jede Führungskraft aufs Tandem?

Andrea Morgan-Schönwetter: Solange er oder sie kein Alpha-Männchen oder -Weibchen ist und gern die Ellbogen ausfährt, klar. Tandempartner brauchen ein kooperatives Führungsverständnis. Das haben wir beide.

Birgit Schmidt: Ganz wichtig: Tandem-Führungskräfte müssen ihre Erfolge als gemeinsame Leistung verstehen, sonst funktioniert es nicht. Für uns war das bislang nie ein Problem. Wir ticken ohnehin ähnlich, vertreten bei den meisten Themen dieselben Ansichten. Ich teile gern: Verantwortung und Stolz auf den Erfolg. Als Teil eines Tandems triffst du Entscheidungen nie allein. Du hast immer einen Sparrings-Partner, mit dem du dich abstimmst. Ich finde das sehr angenehm.

Wie läuft das Job-Sharing ganz konkret?

Birgit Schmidt: Wie sich ein Tandem die Führungsaufgaben teilt, ist sehr individuell. Denkbar ist eine Aufteilung in fachliche und disziplinarische Führung oder nach Themen. Wir haben ganz bewusst kein Vormittags- oder Nachmittagsmodell gewählt, haben uns auch nicht die Wochentage aufgeteilt. Nein, wir sind parallel im Büro und fühlen uns gemeinsam für alle Teammitglieder verantwortlich, auch für alle anstehenden Themen. Wir sprechen uns permanent ab. So können wir zum Beispiel bei den Mitarbeitern gemeinsam entscheiden, wer sich wohin entwickeln soll. Mit diesem Modell bleiben wir auf allen unseren Aufgabengebieten sattelfest.

Andrea Schönwetter: Inzwischen finde ich die Form des Führungstandems doppelt gut: Weil sich unsere Stärken multiplizieren. Und wir unsere Schwächen ausgleichen können. Unser Team kommt gut damit zurecht, dass es die Chefin zweimal gibt.

In einem Beitrag vom rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg berichten beide Frauen von Ihren Erfahrungen mit dem Jobsharing auf Managementebene.

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