Karriere

Die Chemie muss stimmen

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Sind gute Mütter auch gute Chefinnen? Interview mit Birgit Schmidt, Leiterin Recruiting IT & TK bei der Telekom, über ihren Job als Teilzeit-Führungskraft, darüber, wo das Unternehmen auf Talentsuche geht – und worauf es bei Bewerbern neben den Fachkenntnissen sonst noch ankommt.

Guten Tag, Frau Schmidt. Sie sind Führungskraft und Mutter – funktioniert das wirklich?

Zugegeben, es ist kein Kinderspiel: Es kostet richtig viel Energie, beides unter einen Hut zu bekommen. Aber man bekommt auch viel Energie zurück. Einen Nachmittag mit meiner Tochter zu verbringen, motiviert mich auch für viele Themen in meinem Job. Man ist eben nicht nur Führungskraft oder nur Mutter, sondern beides. Und ich muss sagen: Es fühlt sich gut an. Allerdings sind manchmal auch kreative Lösungen gefragt.

Und da macht Ihr Arbeitgeber so einfach mit?

Ja, das ist ein großer Vorteil. In der Personalarbeit etabliert sich bei der Telekom ein ganz neues Denken, eine ganz neue Kultur. Das Unternehmen hat mir beispielsweise geholfen, einen Kita-Platz für mein Kind zu finden. Und überhaupt bekomme ich den Freiraum, den ich brauche, um alles zu managen. Das ist eine tolle Erfahrung, die ich auch bei der Arbeit mit meinem Team nutzen kann: Fünf meiner 15 Mitarbeiter sind ebenfalls Mütter in Teilzeit, die sich oft in ihren Tätigkeiten sehr gut ergänzen. Kurz: Unter den Kollegen läuft das einfach – und ist eine Bereicherung für unsere Arbeit.

Stichwort Frauenquote: Sie sind ja schon eine Frau in einer Führungsposition – wie stehen Sie zur Quote?

Leider gilt „Quotenfrau“ ja noch immer als Stigma. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass bei der Quote niemand eingestellt oder befördert wird, nur weil sie eine Frau ist. Es geht vielmehr um die Durchsetzung des Leistungsprinzips: Darum, dass ich aufgrund meiner Kenntnisse und Kompetenzen den Job bekomme – gegen Strukturen, die das bisher behinderten. Deshalb werden wir ohne Quote unser Ziel nicht erreichen. Weil der eine oder andere sich vielleicht immer noch fragt, ob er eine gut qualifizierte Frau einstellen soll, weil er nicht weiß, wie ihre Familienplanung aussieht. Vielleicht brauchen wir ja irgendwann keine Quote mehr, aber jetzt ist sie der richtige Weg.

Stichwort Unternehmenskultur: Wo steht die Telekom – aus Ihrer Sicht?

Wir bewegen uns immer weiter nach vorne. Unsere Kultur zeichnet sich mehr und mehr durch Offenheit aus: zum Beispiel für eher unkonventionelle Stile und Ideen. Und es gibt eine hohe Bereitschaft, immer noch mal alternative Problemlösungen zu testen. Das sorgt für mehr Spaß – und bringt ganz nebenbei auch noch bessere Lösungen hervor.

Zum Schluss: Wie sollen die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telekom aussehen?

Wir suchen Menschen, keine Abschlüsse. Die Arbeitswelt ist dynamischer geworden, wir arbeiten sehr viel in Projekten, in Teams. Und daher stellen wir uns auch die Frage: Passt dieser oder jener Typ zu uns? Die Telekom ist ein hochattraktives Unternehmen, das in einem sehr innovativen Umfeld unterwegs ist, wir bieten Absolventen einen wirklich interessanten Einstieg – aber die Chemie sollte stimmen, von beiden Seiten. Dann kann für alle Beteiligten etwas wirklich Tolles entstehen.

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