Das Lego-Experiment: Agiles Arbeiten leicht gemacht

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Scrum Master, Backlog, Product Owner: Agile Methoden einzuführen klingt erst einmal nach komplexer Theorie. Doch Agilität ist ein Kinderspiel – wenn man auf die richtigen Vermittlungsmethoden setzt. Was Bauklötzchen aus Schweden damit zu tun haben – und wie Unternehmen aller Größen und Branchen von Scrum & Co profitieren können.

ein Berg bunter Legosteine

Legosteine – ein ungewöhnliches, aber tolles Medium, um Menschen einen Kurzeindruck von agilem Arbeiten zu vermitteln.

Einfach auskippen, und los geht’s: Dutzende roter, grüner, weißer, gelber und blauer Steine liegen auf dem Tisch der vierköpfigen Truppe. Ihr gemeinsamer Auftrag: eine Burg bauen, aus Lego – mit vier Fenstern, zwei Türmen und roten Zinnen, einem vergitterten Tor und Mauern aus grauen und roten Steinen. Zeit: 15 Minuten. Nach kurzer Irritation – Lego? – fängt einer direkt an, die Legosteine nach Farben und Größen zu sortieren. Die anderen drei beginnen zu diskutieren: Womit starten wir? Welche User Story hat die höchste Priorität? Wie kommen wir zum besten Ergebnis? Und wie werden wir am schnellsten fertig? Einige wenige Diskussionsrunden, Bauabschnitte und knapp zehn Minuten später ist die Burg fertig. Und die Teilnehmer an diesem Agil-Workshop um ein paar Erkenntnisse reicher: „Wer in kleinen Schritten vorangeht und seine Ergebnisse unmittelbar und in kurzen Zyklen testet, kommt schneller zu besseren Ergebnissen“. „Sobald man weiß, wer was zu tun hat, ist das Ergebnis schnell auf dem Tisch“. „Mit anderen in Kontakt bleiben, sich gegenseitig helfen, um fertig zu werden – das war unser Gruppen-Turbo“.

Grundlagen spielerisch vermitteln

Drei von vielen Stimmen aus dem Kreis der rund 500 Teilnehmer eines Workshops zum Agilen Management. Das Ziel: nicht nur über klassische Folien, sondern auch auf spielerischem Wege die Grundlagen für agiles Arbeiten vermitteln: Was ist ein Scrum Master? Welche Aufgaben hat ein Product Owner? Was steckt hinter den Begriffen Sprint, Backlog und User Story? Wir sorgen durch Erleben und Anpacken für einprägsame Aha-Erlebnisse. Geben so ganz pragmatische Antworten auf diese Theorie-Fragen, bauen so etwaige Berührungsängste gegenüber agilen Managementmethoden ab, legen ganz zwanglos die Grundlagen für ein agiles Mindset. Und zeigen, ganz spielerisch, die Vorzüge agilen Arbeitens auf – und wie man diese schnell erreichen kann:

  • Starte in einem kleinen Rahmen – aber starte!
  • Scheitere schnell
  • Bleib am Ball und entwickle eigenverantwortlich Deine Methodenkompetenzen weiter
  • Etabliere klare Rollen und fordere diese auch ein
  • Nutze agile Coaches, um Mindset und Rollenverhalten zu spiegeln
  • Sei Dir stets bewusst: Agil werden bedeutet eine große Veränderung. Und jede Veränderung tut weh.

Wie ein agiler Tänzer

Was wir unter Agilität verstehen? Einerseits, wie ganz wörtlich und offiziell im klassischen Merriam Webster Dictionary definiert, die Fähigkeit, sich mit schneller, leichtfüßiger Eleganz zu bewegen – so wie ein agiler Tänzer. Kombiniert mit einem findigen, schnell anpassungsfähigen Wesen, kurz: einem agilen Mindset. Andererseits orientieren wir uns an den Prinzipien des Agilen Manifests, das 17 visionäre Software-Entwickler im Februar 2001 an einem Wochenende in einer abgeschiedenen Hütte in den Wasatch Mountains in Utah erarbeitet haben: Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge. Funktionierende Software schlägt verständliche Dokumentation. Die Zusammenarbeit mit Kunden ist relevanter als das Aushandeln von Verträgen, die Reaktion auf Veränderungen wichtiger als das sture Verfolgen eines einmal gefassten Plans.

Agilen Kompass entwickeln

Warum wir bei CSP Workshops zu Agilität anbieten und uns intensiv mit diesen Methoden beschäftigen? Weil immer mehr unserer Kunden Projekte mit agilen Methoden aufsetzen wollen. Weil es für sie also längst keine Frage mehr des Ob, sondern des Wie ist, auf diesem Wege Zusammenarbeit und Performance bei Projekten zu optimieren. Das unterstützen wir auf zwei Wegen: Zum einen, indem wir unsere Kunden dabei helfen, einen Rahmen für Agilität zu schaffen. Das tun wir mit Hilfe eines agilen Kompasses, der einen generellen agilen Rahmen aus sechs Dimensionen schafft: Organisatonsdesign, Leadership und Mindset, Governance, und die Arbeitsumgebung – also, wie Arbeitsplätze gestaltet sind. Und schließlich die Art der Zusammenarbeit – also welche Tools sich hier anbieten. Je nach Geschäftsmodell des Kunden sind die Dimensionen dieses agilen Kompasses jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt. Zuletzt haben wir das Team des Telekom-Personalvorstands Christian Illek dabei unterstützt, einen solchen Kompass zu erarbeiten. Und dabei unter anderem diese Frage thematisiert: Was verstehen wir unter Agilität? Ergebnis dieses Projektes: Ein Playbook, How-To-Guides, ein Kanon an Entwicklungsmaßnahmen und ein Self-Assessment, das künftig helfen soll, Antworten zu finden auf die Frage: Wie agil sind wir schon?

Agile Praxis pragmatisch vorantreiben

viele bunte Post-It‘s mit To Do’s/Infos an einer Metaplanwand angeheftet

Auch bei unseren agilen Projekten gilt: Fokus auf Pragmatismus und Umsetzbarkeit. Das zeigt auch dieses Beispiel unserer beiden Kolleginnen Verena und Anja.

Zum anderen helfen wir unseren Kunden ganz praktisch und pragmatisch, in ihren Projekten agile Praxis zu verankern und dort entsprechende Kompetenzen aufzubauen – so wie wir zuletzt Mitarbeitern des Bereichs Shared Services Scrum-Basics vermittelt haben. Ziel des internationalen Kundenprojekts: Personalprozesse durch Einführung einer neuen IT-Plattform mit zukunftsweisenden Techniken wie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Chatbots zu optimieren, den Kunden besser im Blick zu haben, den Anteil von Selfservice-Angeboten zu erhöhen und Prozessausführende zu Beratern zu entwickeln.

Betreut wird das Projekt von meiner Kollegin Verena. Sie ist seit zwei Jahren als Senior Consultant bei CSP. Erfahrungen zum Thema Agilität konnte Verena schon in der Trainingseinheit der Telekom sammeln, wo sie agile Trainings konzipierte und 2013 auch ihre Bachelor Thesis zum Thema Agiles Projektmanagement verfasste.

In ihrem Projekt baut Verena auf Überlegungen auf, die wir im CSP intern entwickelt haben, um uns selbst immer agiler aufzustellen. Zum Beispiel über Erfahrungen, die unsere Kollegin Anja im Bereich Scrum mitbringt, in eine Lego-Simulation übertragen und im Rahmen einer internen Academy mit uns geteilt hat: „Bevor sie vor einem Jahr als Project Managerin bei CSP einstieg, hat Anja sowohl innerhalb der Deutschen Telekom, als auch bei anderen Unternehmen in agilen Projekten gearbeitet und agile Transformationsprogramme durchgeführt. Dabei konnte sie unter anderem auf ihren Erfahrungen aus der agilen Software Entwicklung aufbauen.“

Einfach optimieren

Erfahrung, von der nicht nur wir bei CSP intern, sondern auch unsere Kunden weiter profitieren werden. Denn der Erfolg der Lego-Simulation hat sich im Konzern verbreitet wie ein Lauffeuer: Das Lego-Experiment werden wir noch in vielen weiteren Projekten und Teams einbringen. Und so unseren Kunden helfen, ihre Prozesse und Projekte agil zu optimieren. Ganz einfach.

Sie haben nun Lust bekommen, Lego City selbst auszuprobieren? Wie haben die Anleitung als Download (pdf, 1.5 MB) vorbereitet – nun fehlen nur noch die Legosteine.

Welche Erfahrungen haben Sie – mit agilen Projekten ganz allgemein, oder gegebenenfalls sogar mit der Lego-Didaktik? Kontaktieren Sie mich, ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

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