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"Mehr Mut zur Digitalisierung"

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Wie geht die Deutsche Bahn mit der Digitalisierung um? Und was brauchen die Kunden? Diese und weitere Fragen haben Bahn-Chef Rüdiger Grube und Timotheus Höttges im Rahmen des CeBIT-Transforums der Telekom am Donnerstagvormittag den Messebesuchern beantwortet.

Bei allem ging es darum, ein neues Kundenerlebnis für Bahnfahrende zu schaffen. Dabei ist die Telekom ein maßgeblicher Partner. Timotheus Höttges stieg in die Diskussion des Transforums auf der CeBIT gleich mit einem Appell an die deutsche Wirtschaft ein: "Wir brauchen in Deutschland mehr Mut. Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft disruptiv und erfordert, dass wir unsere Silos verlassen, um neue branchenübergreifende Produkte zu entwickeln und so die Kunden besser zu erreichen."

"Wenn wir es nicht machen, machen es andere"

Ein Unternehmen auf dem Weg in eine digitale Zukunft ist die Deutsche Bahn. Seit drei Jahren steht das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. "Wir sehen die Digitalisierung als Chance, denn, wenn wir es nicht machen, machen es andere", erklärte Bahn-Chef Rüdiger Grube . 260 Projekte hat man dazu ins Leben gerufen. Ob Infrastruktur, Mobilität, Logistik oder Arbeitswelten: Die Bahn krempelt ihre Prozesse, Geschäftsmodelle und Strukturen um und macht sich so fit für die Zukunft.

"Vom Schienen- zum Mobilitätsunternehmen"

"Wir entwickeln uns von einem Schienen- zu einem Mobilitätsunternehmen". Dazu verlässt die Bahn die von Timotheus Höttges angesprochenen Silos. Zum Beispiel mit einer der größten Carsharing-Flotten Deutschlands oder mit Leihfahrrädern. Dabei stehe das ganzheitliche Erlebnis der rund 7,5 Millionen Bahn-Kunden pro Tag im Vordergrund. Zum Vergleich: Die größte deutsche Fluggesellschaften befördert gerade so viel Passagiere in einem Jahr.

Telekom unterstützt Bahn bei Digitalisierung

Dazu nutzt das traditionsreiche Unternehmen die ganze Palette der Digitalisierung. So werden beispielsweise alle 70.000 Weichen, 2.000 Lokomotiven sowie die rund 3.300 Rolltreppen und Aufzüge in Deutschland mit Sensorik ausgestattet. So erkennt die Bahn drohende Ausfälle bereits im Vorfeld und kann Störungen vorausschauend minimieren.

Besserer Kundenservice durch Echtzeitinformationen

Aber auch am Thema Kundeninformation wird mit Hochdruck gearbeitet. T-Systems hat dazu eine Data Analytics-Lösung entwickelt, die automatisiert und in Echtzeit über Abfahrtszeiten von Fernzügen und -bussen informiert. Das ist nicht der einzige Bereich, in dem die Telekom eng mit der Bahn zusammenarbeitet.

"Riesige Herausforderung"

"Wir investieren unter anderem 500 Millionen Euro für LTE-Masten entlang der Schienen, damit die Reisenden möglichst störungsfrei und superschnell im Internet surfen können", erklärte Höttges. Das sei eine "riesige Herausforderung, weil die Signale auch bei einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde von Funkzelle zu Funkzelle unterbrechungsfrei übergeben oder in Tunneln übertragen werden müssen."

W-Lan für alle

Grube kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Bahn kostenlose WLAN-Versorgung bis Ende 2016 auf die zweite Klasse und mittelfristig auch auf die Regional und S-Bahnstrecken ausweiten werde. Bis dahin gibt es einen stetig verbesserten Komfort nur in der ersten Klasse der ICEs.

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