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3CA: Drei Frequenzblöcke für ein Kundenerlebnis

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Die Telekom Deutschland treibt die Entwicklung im Mobilfunk voran. Als erster Netzbetreiber in Deutschland hat die Telekom jetzt 3CA ins Wirknetz eingebracht. Noch steht die Technik nur an ein paar Standorten im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg zur Verfügung.

In einem Interview erklärt Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn, warum es sich hierbei aber trotzdem um einen wichtigen Schritt fürs mobile Internet in Deutschland handelt.

Herr Jacobfeuerborn, 3CA wird den wenigsten Leuten etwas sagen wofür steht die Abkürzung?

Bruno Jacobfeuerborn: 3CA steht für Three times Carrier Aggregation, die Bündelung von drei Frequenzblöcken. Wir haben das jetzt als erster Netzbetreiber in Deutschland im Wirknetz und auf einem handelsüblichen Smartphone demonstriert. Uns zur Seite standen als Partner fürs das Netzwerk Huawei und das Endgerät stammt von Samsung. Auf das Gerät musste lediglich eine Software gespielt werden. Hardware-seitig waren keine Veränderungen notwendig.

Wie macht sich das auf dem Smartphone bemerkbar?

Jacobfeuerborn: Sie haben eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 375 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Für uns ist aber eigentlich etwas anderes wichtiger: Die für den Kunden erreichbare durchschnittliche Datendurchsatzrate.

Und die steigt wie?

Jacobfeuerborn: Diese Durchsatzrate hat leider nicht den plakativen Charme des Spitzenwerts. Sie hängt einfach von zu vielen Parametern ab. Aber ich denke, es ist auch für den Laien verständlich, dass ich durch die Bündelung der Frequenzblöcke 800, 1800 und 2600 mehr Bandbreite und damit auch mehr Flexibilität für das intelligente managen von Datenströmen in einer Funkzelle habe.

Drei Blöcke bleiben drei Blöcke. Was haben Sie gewonnen?

Jacobfeuerborn: Na ja, zum einen minimiere ich durch die zusätzlichen Freiheitsgrade mit 3CA die Interferenzen zwischen den FunkzellenBlöcken. Ich hole also das Maximale aus den Frequenzbändern heraus. Frequenzen sind unser höchstes Gut. Ihre effiziente Nutzung unser wichtigstes Ziel. Zum anderen stelle ich die Vorteile der drei Frequenzblöcken dem Nutzer in einem Endgerät zur Verfügung. Ich kombiniere die Vorteile eines niedrigen Frequenzbandes, die Ausbreitung in der Fläche und die Durchdringung von Gebäuden, mit der den Vorteilen der höheren Frequenzbänder, der höheren Kapazität und Datenübertragungsrate.

Vor einem Jahr in Alzey hatten Sie schon fast 600 MBit/s im Wirknetz demonstriert. Was ist daraus geworden?

Jacobfeuerborn: Das war ein anderes Setting. In Alzey haben wir einen Endgeräte-Prototypen und neue Antennentechnik – im Gerät und an der Basisstation – eingesetzt. Da haben wir sehr viel weiter in die Zukunft geblickt und gezeigt, was theoretisch möglich ist, wenn die Endgerätehersteller entsprechende Handys bauen. Mit 3CA bewegen wir uns in der nahen Zukunft.

Wann kann ich 3CA auch im Rest der Republik nutzen?

Jacobfeuerborn: Soweit sind wir noch nicht. Vor dem Rollout wird bei uns immer alles auf Herz und Nieren geprüft. Wir testen nicht am Kunden. Außerdem steht 3CA in Konkurrenz mit anderen Innovationen. Wir überlegen uns sehr genau, wann welcher Schritt Sinn macht. Grundsätzlich haben wir durch die Frequenzauktion eine ideale Basis für den Einsatz von 3CA in den nächsten Jahren geschaffen.

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