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Bruno Jacobfeuerborn: Das ist 5G

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2G… 3G4G… bitte erwarten Sie jetzt nicht, dass ich nun in einem Atemzug auch 5G sage. Auch wenn dies sicherlich chronologisch und in gewisser Weise auch aus logischer Sicht korrekt wäre, unterscheidet sich die kommende Generation eines globalen Kommunikationsstandards von seinen Vorgängern in vielerlei Hinsicht.

Wir haben bereits früh erkannt, dass es in der Branche unterschiedliche Auffassungen davon gibt, was 5G tatsächlich ist – daher existiert keine exakte allgemeingültige Definition. Aber genau diese aktuell herrschende Mehrdeutigkeit führt immer wieder zu wertvollen Diskussionen und fördert Innovation, damit eines Tages ein gemeinsamer globaler Standard entsteht.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen bei 4G sowie der rein technischen Evolution ist es nicht leicht, zu bestimmen, wo 4G enden und wo die nächste Generation beginnen wird. LTE Advanced ist nicht die letzte Station auf dem Weg zu 5G. Der Nachfolger – LTE Advanced Pro – zeigt sich in unseren Tests sehr vielversprechend. Die Deutsche Telekom ist mit Betreibern rund um den Globus im Gespräch. Viele teilen unsere Auffassung, dass 4G höchstwahrscheinlich als Bestandeil eines generischen 5G-Standards übernommen wird und somit den Grundstein für dessen Leistungsfähigkeit bildet, um die wesentlichen, vorwiegend auf den Nutzer ausgerichteten Anforderungen mobiler Breitbandverbindungen zu erfüllen.

4G ist technisch noch lange nicht ausgereizt, da kommt noch einiges auf uns zu. Erst vor Kurzem haben wir mit der Integration Cloud-basierter Funktionen begonnen. Diese Technologien werden sich in den nächsten vier Jahren entfalten. Vorhersagen zufolge werden die kommenden Entwicklungen bei 4G, gepaart mit Veränderungen im Regulierungsbereich und im Wettbewerbsumfeld, unser aktuelles Geschäftsmodell als Deutsche Telekom beleben. Sollte sich dies bewahrheiten, könnte das sogar bedeuten, dass 5G von einem anderen Geschäftsmodell ausgeht als dem aktuell gültigen.

Angeregt durch diese Diskussionen sowie durch die Kooperation in verschiedenen Initiativen und in der NGMN-Allianz (Next Generation Mobile Networks) nahm die Aufgabe zur Konzeption dieser nächsten Generation Gestalt an. 5G wird die branchenübergreifenden Herausforderungen 2020–2030 widerspiegeln, sowie die daraus resultierenden Anforderungen der Geschäftswelt an Datenaustausch und Kommunikation. 2016 beginnt die globale Initiative 3GPP mit der Definition der neuen Technologien für den Funkzugang sowie eines zugangsunabhängigen und hochflexiblen Kernnetzes. Ein solches ermöglicht den Betreibern, den vielfältigsten Erfordernissen des Marktes Rechnung zu tragen.

Um die genannten Anforderungen befriedigen zu können wurden drei Prioritäten bei der Entwicklung festgelegt: "Verbesserte mobile Breitbandverbindungen", "Enormes aber sicheres Internet der Dinge (Internet of Things, IoT)" und "Ultrazuverlässige Verbindungen". Unser Privatkunden werden zwar auch von diesem neuen Standard profitieren, jedoch werden ihre Erfordernisse durch Technologien der Generation 4G weitgehend erfüllt. Viele der neuen 5G-Funktionen werden schwerpunktmäßig beispielsweise auf die Anforderungen der Maschinen- und vertikalen Industrie ausgelegt sein. Hierbei handelt es sich um einen grundlegenden Wandel bei der Art und Weise, wie wir unsere Geschäftskunden unterstützen und fördern. Alles in allem bietet 5G grob eine 1000-fach höhere Kapazität, eine 100-fach höhere Verbindungsdichte, eine 10-fach höhere Geschwindigkeit, eine 10-fach geringere Latenzzeit und 1,5-mal mehr Mobilität.

Es sind jedoch nicht diese Zahlen, die den Unterschied ausmachen – ausschlaggebendes Unterscheidungsmerkmal der 5G-Ära wird die Fähigkeit sein, virtuelle Netzabschnitte effizient und effektiv zu konzipieren und zu betreiben.

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