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Sandra Rohrbach

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„Fahrrad, Bahn und Auto!“

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Verlieren Cabrio, Limousine und SUV langsam an Bedeutung? Nein. Aber des Deutschen liebstes Kind – das Auto – muss künftig mehr Teamgeist beweisen.

Das Auto im Wandel

Eine Hauptrolle wird weiterhin der Pkw spielen. Immerhin fahren heute 70 Prozent der Deutschen täglich oder mehrmals in der Woche mit dem Wagen. Das ergab eine Studie des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes von 2016. Unbestritten ist allerdings, dass sich das Auto wandelt. Zum Beispiel in Sachen Elektromobilität: Zwischen 2012 und 2017 hat sich die Zahl der angemeldeten rein elektrisch betriebenen Pkw in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt mehr als versiebenfacht. 

Vom vernetzten zum selbstfahrenden Auto 

Auch das Internet hält immer mehr Einzug. Bisher verfügen zwar nur wenige Autos über eine fest eingebaute SIM-Karte, doch auch Vernetzungs-Nachrüstlösungen sind gefragter denn je. Hier reicht ein Adapter von der Größe einer Streichholzschachtel aus, damit auch Fahrer und Beifahrer älterer Fahrzeuge unterwegs von digitalen Services profitieren können. Besonders beliebt ist hierzulande laut Statista die intelligente Navigation, dicht gefolgt von Fahrassistenten. Letztere verbessert sich stetig, das teilautomatisierte Fahren ist schon serienreif – etwa mit Stau- und Einparkassistenten. Schon in fünf Jahren, so schätzt das Analystenhaus Frost & Sullivan, sollen Autos auch vollautonom fahren. 

Knotenpunkt Internet der Dinge

Dafür muss der Pkw aber nicht nur mit Fahrer und Werkstatt sprechen, sondern auch mit allen Akteuren im Verkehr: mit anderen Autos, Parkflächen, Ampeln, Stadtbahnen und Fahrrädern. So wird das Auto zum Knotenpunkt im Internet der Dinge (IoT). Ein Szenario ist zum Beispiel heute schon möglich: Dank vernetzter Parkplätze weiß der Wagen jederzeit, wo ein freier Stellplatz ist. Mit Mobilitätsansätzen wie diesem könnten Autobauer ihre Umsätze gegenüber dem Jahr 2016 um mehr als 50 Prozent steigern, schätzen die Berater von Deloitte.

Wesentliche Treiber: IT und Telekommunikation

Voraussetzung für Mobilitätsszenarien wie Smart Parking, autonomes Fahren oder Carsharing: Jede Menge Daten müssen sich übertragen, speichern und analysieren lassen. Die Grundlage dafür legen performante Netztechnologien: Dazu gehören LTE, künftig 5G, sowie energieeffiziente, kostengünstige NarrowBand-IoT-Module (NB-IoT). Um die Datenmassen zu verarbeiten, setzen die Anbieter auf die Cloud und spezielle Analyse-Methoden. Das bedeutet: „Telekommunikationsunternehmen werden wahrscheinlich eine ebenso wesentliche Rolle im sich entwickelnden Transport-Ökosystem spielen wie jeder Autobauer, Tech-Gigant oder kommunaler Akteur“, schreiben die Deloitte-Berater in einem Artikel

Nachholbedarf in Deutschland 

„Was Carsharing, Elektromobilität, digitale Infrastruktur oder Mobilitäts-Apps betrifft, hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren sehr viel getan“, sagt Felix Hasse, Partner bei der Unternehmensberatung PwC. „Dieses Fazit darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir im internationalen Vergleich noch deutlich zurückliegen.“ In einer Studie hatte PwC 2017 den Status Quo digitaler Mobilität und Elektromobilität in den 25 größten deutschen Städten untersucht. Hamburg, Stuttgart und Berlin führen das Ranking an.

Individuell zum Ziel

„Viele Bereiche der vernetzten Mobilität sind längst bereit, die Pilotphase hinter sich zu lassen“, sagt Oliver Bahns, Leiter Connected Mobility bei der Telekom. „Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen.“ Nur so lässt sich die Vision individueller Mobilität erreichen. Dann schnappt sich der abendliche Kinobesucher das Mietfahrrad um die Ecke, erreicht am Bahnhof rechtzeitig den Zug und steigt an der Zielstation in sein Auto um, dessen Parkzeit er mobil und auf die Minute genau bezahlt. Und vor dem Kino nach seinem Heimweg gefragt, wirft er einen Blick auf sein Smartphone und antwortet: „Fahrrad, Bahn und Auto!“

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