Konzern

Hauptversammlung: Obermann zieht Bilanz

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Es war seine siebte Rede auf der Hauptversammlung als Telekom-Chef – und seine letzte. René Obermann, der den Konzern Ende des Jahres verlässt, zog in Köln Bilanz. Die Telekom sei wieder wettbewerbsfähig, wichtige Weichenstellungen seien erreicht. Hier die Kernelemente seiner Rede im Überblick.

[Fotoshow] Obermann zum Thema Rückblick: Wir haben gemeinsam in dieser Zeit viele Turbulenzen erlebt. Höhen und Tiefen. Seit ich 2006 in dieses Amt kam, gab es eine Menge aufzuarbeiten. Eines ist sicher: Der Wandel des Staatsunternehmens zu einem modernen, internetbasierten Netz- und Diensteanbieter ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Er ist eine Generationenaufgabe. Aber: Wir haben alle schwierigen Themen angepackt, Skandale bewältigt und deren Ursachen abgestellt, zum Beispiel die Datensicherheit und den Datenschutz ausgebaut. Was uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, ist nicht weniger, als die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Telekom – im Inland wie im Ausland. Für all den Fortschritt bei der Modernisierung unseres Unternehmens haben wir sehr hart gearbeitet. Ich sage allen 230.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür meinen aufrichtigen Dank und meine allergrößte Wertschätzung. Unsere Leute sind wirklich hoch engagiert und kompetent bei der Sache. Obermann zur Regulierung: Bei der wichtigen Frage des regulierten Netzzugangs und beim sogenannten Vectoring, mit dem das Kupferkabel zur Hochgeschwindigkeitsleitung wird, haben wir etwas erreicht. Es hat lange gedauert, bis sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass regulieren nicht dasselbe ist wie strangulieren. Wir haben seit langen Jahren für die Chance gekämpft, mehr in den Netzausbau investieren zu können, um damit unsere Zukunft, die unserer Kunden und die des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu sichern. Obermann zu Volumentarifen im Festnetz: Eine Menge Populismus ist meiner Meinung nach gerade auch bei der Debatte der vergangenen Wochen im Spiel – Stichwort geplante Preisdifferenzierung bei Flatrates ab 2016. Ich sage es noch mal: Wir wollen die besten Netze, auch im ländlichen Raum. Wir werden weiter ausbauen. Und es wird weiterhin Flatrates geben. Aber für wenige Prozent von Intensivnutzern, die das Vielfache der Durchschnittskunden verbrauchen, wird es leider etwas teurer. Die Alternative wäre, dass das Netz für alle langsamer oder für alle teurer wird. Ich finde das nicht in Ordnung. Für alle schneller, für wenige teurer – das ist gerecht! Und deswegen noch mal in aller Deutlichkeit: Wir drosseln nicht, wir geben Gas! Obermann zu T-Mobile US: Der Zusammenschluss mit MetroPCS ist eine sorgfältig verhandelte und sinnvolle Transaktion, gerade für Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Ich erwähne nur die erwarteten Kostensynergien von sechs bis sieben Milliarden Dollar und die Zahl von zusätzlichen neun Millionen Kunden, sowie die verbesserte Ausstattung mit Funkspektrum für unser dortiges Mobilfunknetz. Der Erfolg ist in den ersten Monaten dieses Jahres bereits sichtbar: Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Kunden wieder gewachsen. Wir haben den negativen Trend gestoppt und sind auf Erfolgskurs. Obermann zu Investitionen: Anders als viele Wettbewerber erhöhen wir unsere Investitionen sogar: auf fast 30 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren. Die Botschaft ist klar: Wir investieren, um wieder zu wachsen. 2014 wollen wir den Umsatz in Deutschland stabilisieren. In Europa erwarten wir, bereinigt um Regulierungs- und Wechselkurseffekte, steigende Erlöse und auch in den USA setzen wir auf Wachstum. Obermann zur Dividende: Für das Geschäftsjahr 2012 schlagen wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der heutigen Hauptversammlung wie angekündigt eine stabile Dividende von 70 Cent je Aktie vor. Erstmals haben Sie dabei die Möglichkeit, die Dividende in Form zusätzlicher Telekom-Aktien zu erhalten. Sie sind dann noch stärker an der Entwicklung der Deutschen Telekom beteiligt. Und Sie unterstützen unsere Investitionspläne, indem Sie Ihre Dividende wieder im Unternehmen anlegen. Obermann zu seinem Nachfolger: Ganz klar, wir wollen wieder wachsen, die Weichen dafür haben wir gestellt… Es wird auch weiterhin harte Arbeit bleiben, machen wir uns nichts vor. Und genau deshalb brauchen wir an der Spitze den Besten dieser Branche – mit sehr viel Energie. Wir kriegen ihn! Ich bin froh, dass der Aufsichtsrat Herrn Höttges für diese Position gewonnen hat. Er ist erste Wahl! Ich kann das nach 13-jähriger Zusammenarbeit voller Überzeugung sagen. Obermann zu seinem Abschied: Ich hatte mir vorgenommen, unsere Firma in allen Bereichen konkurrenzfähiger zu machen. Die Marke und den Service zu verbessern, die großen Probleme im Ausland anzugehen, für verbesserte Investitionsbedingungen zu kämpfen und neue Wachstumschancen zu finden. Natürlich ist es Ihnen überlassen, meine Arbeit zu bewerten. Ich will Ihnen nur versichern, dass ich, wie bisher, bis zu meinem letzten Arbeitstag mit ganzem Herzen für unsere Telekom kämpfen werde.

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