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Preise und Tarife: Telekom greift an

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Preissenkungen, einfachere Tarife und alles aus einer Hand: Die Telekom will im harten Wettbewerb punkten und Kunden begeistern. Ziel ist es, im Jahr 2018 in einem schwierigen Marktumfeld als Gewinner dazustehen, wie Niek Jan van Damme bei einem Pressegespräch erläuterte.

"Einfacher, besser, integrierter": So sollen die Kunden die Telekom künftig erleben, spätestens in vier Jahren. Nachdem das Zielbild intern kommuniziert wurde, erläuterte Niek Jan van Damme nun den Journalisten, was geplant ist: "Mit TD 2018 gestalten wir die Erlebniswelten unserer Kunden." Also zum Beispiel einfacher in den Tarifen und bei der Installation neuer Anschlüsse, die der Kunde spielerisch selbst machen kann. Besser bei den Angeboten wie Entertain und integrierter zum Beispiel durch den Familientarif aus Fernsehen, Festnetz und Mobilfunk. Aktuelle Neuigkeiten dazu: Bereits zum 6. Mai senkt die Telekom die Preise für das Daten-Roaming außerhalb der europäischen Union um 90 Prozent. Für Entertain kündigte van Damme den Wechsel auf eine neue Plattform an, die den Kunden mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Die Motivation hinter TD 2018 liegt laut van Damme auf der Hand: Die Wettbewerbslandschaft im IT- und Telekommunikationsmarkt verändert sich. Durch die Konsolidierungswelle formieren sich neue Anbieterstrukturen. In Deutschland war der Zusammenschluss von Unitymedia und Kabel BW erst ein Anfang. "Im Jahr 2018 wird unser Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld als Gewinner dastehen", sagte der Deutschland-Chef. "Ein anderes Ziel kann und darf es für die Deutsche Telekom nicht geben."

270.000 IP-Anschlüsse pro Monat In Zahlen ausgedrückt will die Telekom bis 2018 zwölf Millionen Glasfaserkunden und fünf Millionen TV-Kunden haben. Hinzu kommen 13 Millionen Kunden Mobilfunk Double Play (Sprache und Daten) und drei Millionen kombinierte Festnetz- und Mobilfunkkunden. Außerdem: 100 Prozent IP-Kunden. "Die IP-Transformation ist eines der größten Technikprojekte der Republik, nur vergleichbar mit dem kompletten Austausch des Schienensystems, und es ist die Voraussetzung für die schnellere Markteinführung innovativer und wettbewerbsfähiger Angebote", so der Deutschland-Chef, der eine aktuelle Zahl präsentierte: Die Telekom hat bereits nahezu drei Millionen Anschlüsse auf IP umgestellt. Jeden Monat kommen 270.000 hinzu.

Weitere Neuigkeit des Deutschland-Chefs: Er wird crossfunktional für das Thema Innovation zuständig sein. Das Thema ist also nicht mehr direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt. "Bevor Sie sich fragen, ob das Thema Innovation damit an Bedeutung verliert, weil der CEO nicht mehr direkt verantwortlich ist, hier die klare Antwort: Nein, ganz im Gegenteil!" Dieser Logik folgend sind Claudia Nemat für den Bereich Europa und Technik sowie Reinhard Clemens für den Bereich IT bereits crossfunktional zuständig. "Ich werde in gleicher Logik den Bereich Innovation steuern."

Eine weitere wichtige Entscheidung in diesem Zusammenhang war laut van Damme, den Produkt- und Innovationschef der Telekom, Thomas Kiessling, in das Executive Committee des Konzerns zu berufen - das erweiterte Team um den Vorstand. Das Thema Innovation wird damit zusätzlich gestärkt.

Mit Partnern erfolgreich Wie der Konzern das Thema treibt, untermauerte van Damme mit der Partnerstrategie und Beispielen bestehender Partnerschaften, etwa mit Spotify, Sky, Microsoft und vielen anderen. "Dass wir gemeinsam mit Partnern gewinnen können, haben wir zum Beispiel mit dem E-Book Reader tolino unter Beweis gestellt. Aus dem Stand haben wir einen Marktanteil von rund 35 Prozent erreicht und sind auf diesem Gebiet der einzige ernstzunehmende Konkurrent von Amazon."

Gleiches will die Telekom mit der Qivicon-Plattform für das Vernetzte Zuhause erreichen. "Und nicht zu vergessen unsere Erfolgsgeschichte Entertain. Auch nur deshalb erfolgreich, weil wir auf Partnerschaft setzen." Ein Beispiel: die Zusammenarbeit mit Maxdome. Damit werden den Entertain-Kunden mehr als 50.000 Titel aus Deutschlands größter Online-Videothek zur Verfügung stehen.

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