Smarte Bienen stopfen Logistiklöcher

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Der Online-Handel boomt. Besonders deutlich zeigt sich das in der Geschenkesaison; im Weihnachts- und Ostergeschäft.

Smarte Bienen stopfen Logistiklöcher

Neben dem genauen Standort misst Roambee alle relevanten Daten wie Temperatur, Erschütterungen, Licht oder Feuchtigkeit.

300 Euro pro Kopf haben die Deutschen allein am Black Friday und Cyber Monday 2017 ausgegeben. In den USA wird jeder dritte Geschenkekauf zu Ostern online getätigt - eine Mammutaufgabe für die dahinter operierende Logistik. „Bienen“ können helfen.

Satter Zuwachs zu Ostern

Wer die Schlagworte Black Friday und Cyber Monday bisher nur Amerika zugeschrieben hat, rieb sich im Weihnachtsgeschäft 2017 die Augen: Der deutsche Einzelhandel schätzt den Umsatz am Cyber-Wochenende auf 1,7 Milliarden Euro, was rund 300 Euro pro Kopf entspricht. In den USA waren es im selben Zeitraum etwa sieben Milliarden Dollar. Zu Ostern winken amerikanischen Händlern satte 18 Milliarden Euro Umsatz, rund 30 Prozent davon online.

Flaschenhals „Logistik“

Der wachsende Online-Handel macht die Logistik schnell zum Flaschenhals und führt zu Stoßzeiten oft zu massiven Lieferverzögerungen. Einige Logistiker richten daher präventiv Abnahme-Obergrenzen ein, andere bringen mehr Fahrzeuge auf die Straße. 25.000 zusätzliche Paketzusteller waren allein im Weihnachtsgeschäft 2017 in Deutschland unterwegs.

Die IT für den Ansturm wappnen

Nicht nur die Belegschaft, auch die Technik will fit sein für das Online-Geschäft. Um IT-Lastspitzen abzufedern, setzen viele Unternehmen auf zusätzliche Cloud-Ressourcen für Sales, Marketing und E-Commerce. Webseiten müssen den Besucherandrang aushalten können und sich vor allem schnell aufbauen: Ist eine Seite nicht innerhalb von drei Sekunden geladen, sind laut Akamai fast 50 Prozent der mobilen Nutzer weg. Der Online-Shopper verliert schneller die Geduld, das müssen Unternehmen einkalkulieren.

Begeisterndes Kundenerlebnis

Immer wichtiger ist auch die individuelle Kundenansprache; persönlicher und schneller Kundenservice und natürlich Logistiktransparenz, damit man immer weiß, wo das Paket gerade ist. In dieser Echtzeitverarbeitung von Daten liegt einerseits die Chance, Kunden mit einem personalisierten Service-Erlebnis zu begeistern. Andererseits lassen sich anhand intelligenter Datenanalysen Logistikabläufe optimieren und Fehler vermeiden, was sich letztendlich positiv auf Kosten und Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Schwarze Löcher in der Logistik vermeiden

Unternehmen, die ihre Güter – ob Lebensmittel, Autos, Medizinprodukte oder Luxusartikel – rund um den Globus transportieren, wissen oft nicht, wo sich ihre Ware aktuell befindet oder welchen Bedingungen sie ausgesetzt ist. Eine Folge davon: 850 Milliarden Euro Schaden jährlich wegen Unterbrechung der Kühlkette bei Lebensmitteln und Medizinprodukten. Durch fehlende Informationen erreichen 30 Prozent aller Lieferungen weltweit nicht rechtzeitig ihr Ziel und Frachtdiebstahl kostet Unternehmen laut FBI weltweit satte 30 Milliarden Euro pro Jahr. Das alles lässt sich vermeiden.

Überwachung in Echtzeit

Die Antwort lautet: Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Unterstützung bieten etwa T-Systems und Roambee mit ihrer Lösung zur Transportüberwachung. Das System, bestehend aus Hardware und Cloud basierter Anwendung, ist skalierbar, innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit und ermöglicht die Überwachung und Analyse von Transportgütern in Echtzeit.

Bienen begleiten die Logistik

Das Gros der Arbeit erledigen die so genannten „Bees“ (Bienen); tragbare, funkbasierte Sensoren, die an Waren und Gütern angebracht werden. Neben dem genauen Standort messen sie alle relevanten Daten wie Temperatur, Erschütterungen, Licht oder Feuchtigkeit. Werden vorab definierte Grenzwerte überschritten oder eine bestimmte Route verlassen, löst das System Alarm aus. Der Trailer-Hersteller Schmitz Cargobull konnte die Technik sogar nutzen, um Kraftstoffdiebstähle aufzuklären. Die Datennutzung kann – je nach angebundener IT-Umgebung und Zielsetzung – über verschiedene Systeme laufen.

Eine Lösung für viele Plattformen

Die von den „Bees“ gesammelten Daten lassen sich – je nach vorhandener IT-Umgebung und Zielsetzung – über verschiedene IoT-Plattformen sammeln und auswerten. Neben der IoT-Plattform der Telekom, können beispielsweise auch SAP-Nutzer die gewonnenen Daten direkt in ihrer ERP-Umgebung weiterverarbeiten.

Die Zukunft ist smart

Die Digitalisierung im Handel schreitet auch in Sachen Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) voran: So experimentiert Amazon Go im stationären Handel mit dem intelligenten Einsatz von Kameras, die eine Bezahlung per Gesichtserkennung ermöglichen sollen. Auch deutsche Supermarktketten testen auf KI beruhende Systeme, die das Einkaufen individueller und bequemer machen.

Die Digitalisierung hält weiter Einzug in Handel und Logistik. Genau deshalb sollten sich Unternehmen intensiv mit Lösungen für das IoT befassen. Besser heute als morgen.

Symbolfoto Transport und Logistik

Transport und Logistik

Die Transport- und Logistikbranche profitiert von der Digitalisierung und treibt sie voran.

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