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Stromfressern auf der Spur

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In diesem Jahr beginnt eine neue Zeitrechnung im Strommarkt: Seit dem 1. Januar müssen in allen Neubauten und komplett sanierten Gebäuden intelligente Zähler - Smart Meter - installiert sein. Darüber hinaus sind Energieversorgungsunternehmen (EVU) verpflichtet, ihren Kunden bis zum 31. Dezember flexible Stromtarife anzubieten.

Die Deutsche Telekom hat dafür eine Smart-Metering-Lösung entwickelt, die auf einem Kommunikationsmodul (Multi Utility Server) basiert. Dieses Gerät sammelt die Verbrauchsdaten von Strom aber auch von Gas, Wasser oder der Heizung. Über eine sichere Datenleitung ruft die Telekom die Verbrauchsdaten dann im gewünschten Zeitabstand ab und überträgt sie an das Energieversorgungsunternehmen, den Messstellenbetreiber oder an das Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft. Diese verarbeiten die Daten direkt in ihren IT-Systemen weiter oder beziehen den Gesamtprozess bis zur Rechungslegung von der Telekom als Dienstleistung. Verbraucher können Energie sparen So können Endverbraucher schließlich ihre aktuellen Verbrauchsdaten im Internet über eine interaktive Benutzeroberfläche einsehen und ihren Energieverbrauch verfolgen, auswerten und überwachen. Dies ermöglicht es dem Verbraucher Energie zu sparen oder sich über Auswirkungen spezieller last- oder tageszeitabhängiger Tarife zu informieren. Künftig könnten Verbraucher mit günstigen Tarifen dafür belohnt werden, wenn sie ihren Verbrauch in Schwachlastzeiten verlegen. Kurz gesagt: Wer dann nachts sein Elektroauto auflädt fährt günstiger, als wenn er den Flitzer tagsüber an die Steckdose anschließt. Vorreiter T-City Friedrichshafen Mieter und Hausbesitzer in Friedrichshafen nutzen bereits heute die Vorteile von Smart Metering Die Deutsche Telekom und der regionale Energieversorger Technische Werke Friedrichshafen (TWF) haben in der T City schon 700 Haushalte mit den elektronischen Zählern ausgestattet. Bis im Sommer 2010 sollen die Stadtteile Oberhof und Windhag flächendeckend über die schlauen Zähler verfügen. In Friedrichshafen ist es dann möglich mit den Smart Metern den Strom- und Gasverbrauch auf Wunsch viertelstündlich abzurufen. Der Zähler sendet die Messwerte dazu per Funk oder DSL an die TWF. Eine Software verarbeitet die Informationen und stellt sie dem Kunden in einem personalisierten Internetportal zur Verfügung. Das Ziel: Nur wer weiß, wann er wie viel Strom verbraucht, kann seinen Verbrauch auch entsprechend beeinflussen. Weniger Watt ist mehr Die Verbrauchsdaten sorgten in der T-City für einige Überraschungen. Verblüfft war ein Nutzer vom Stand-by-Verbrauch seiner Kaffeemaschine. Der Arzt geht seitdem ganz anders mit Energie um: So schaltet er inzwischen die Hi-Fi-Anlage in seiner Praxis abends ganz aus. Außerdem fährt er in der Mittagspause die sieben PC-Arbeitsplätze seiner Praxis bis auf den Server herunter und verringert damit den Verbrauch von rund 2.000 auf 600 bis 800 Watt in der Stunde. Auch stellte der Arzt beim Ausfall einer Halogenlampe fest, dass statt der bisher verwendeten 300-Watt-Leuchtmittel auch 150 Watt ausreichend sind.

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