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5G: Zehnkampf für das intelligente Netz

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Ein Beitrag von Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation, Deutsche Telekom.

Der Mobile World Congress in Barcelona steht vor der Tür und ein Thema wird die Messe beherrschen: 5G. Dieses Kürzel für den neuen Kommunikationsstandard sorgt heute schon für viel Wirbel in unserer Industrie. Eines ist mir dabei ganz wichtig: Geschwindigkeit ist nicht alles bei 5G. Ich vergleiche das immer mit dem Zehnkampf: Der schnellste Sprinter ist nicht immer auch der beste Zehnkämpfer. Denn nur wer in allen Disziplinen punktet, ist am Ende erfolgreich. Dazu bedarf es eines perfekten Zusammenspiels verschiedener Fähigkeiten – und nicht zuletzt eines langen Atems. Und genau das ist auch bei 5G der Fall.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Technologie und Innovation

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation der Deutschen Telekom AG

​​​​​​​​​​Was meine ich genau? 5G ist wesentlich vielseitiger als seine Vorgänger. Damit schaffen wir die Voraussetzung für eine vollständig vernetzte Gesellschaft. Neben Menschen werden dann Autos, Maschinen, Heizungen und selbst Mülleimer zu smarten Netzteilnehmern. Und es wird ein Netz der Netze voller Möglichkeiten. Denn jeder dieser Teilnehmer hat gänzlich individuelle Anforderungen an das Netz. 

Und deshalb machen wir unsere Netzinfrastruktur intelligent. Und hierin liegt die eigentliche Innovation von 5G. Über Network Slicing schaffen wir eine Netzarchitektur, die für unterschiedlichste Anwendungen genau das Netz liefert, das der Netzteilnehmer – ob Mensch oder Maschine – benötigt. Sei es eine geringe Latenzzeit für robotische Anwendungen (oder auch für Gamer), eine besonders hohe Datenrate für HD-Streaming oder eine möglichst langlebige Schmalbandverbindung für die Kommunikation von Milliarden Sensoren untereinander (NarrowBand IoT).

Diese Zuweisung der maßgeschneiderten Netzcharakteristiken macht es möglich, die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu verbessern, weil Autos in einem Hundertstel Wimpernschlag auf mögliche Risikosituationen hingewiesen werden. Beim Blick auf das Konzertplakat kann ich über Virtual Reality direkt in der ersten Reihe stehen. Die Fahrradnavigation erscheint als Hologramm vor dem Lenker und wir können uns mit Leuten aus anderen Ländern problemlos unterhalten, weil die Technik die Simultanübersetzung regelt. Gleichzeitig senden abertausende Sensoren in der ganzen Stadt regelmäßig Statusmeldungen. Es geht also um viel mehr als Geschwindigkeit!

Dies sind Szenarien der nahen Zukunft. Doch was passiert danach? Welche Anwendungen nutzen wir dann? Früher hatte eine neue Technik gewisse charakteristische Merkmale – und danach musste sich alles, was damit arbeiten wollte, richten. 5G aber dreht den Spieß um. Die visionäre Anwendung gibt den Bedarf vor und das Netz muss flexibel reagieren. Welche Anwendungsszenarien auf Basis von 5G im Laufe der Zeit noch entstehen werden, können wir heute also kaum vorhersehen. Entscheidend ist: ein intelligentes Netz ist die Grundlage. Das Netz, das sich an visionäre Ideen anpasst.

Dass man ein solches Rennen nicht allein bestreiten kann, ist klar. Denn weltweite Konnektivität – die digitale Gesellschaft – kann nur dann Realität werden, wenn wir uns auf einen globalen Standard verständigen. Auf dem Weg zur Ziellinie im Jahr 2020 hat die Deutsche Telekom bereits in vielen Disziplinen gepunktet und diesen Standard gestaltet. Gemeinsam mit unserem Partner SK Telekom in Südkorea haben wir gerade erst den ersten interkontinentalen 5G-Test der Welt aufgebaut. Damit haben wir auf dem Weg zu 5G eine weitere Idee für den zukünftigen Standard demonstriert. Quasi ein superschlaues Roaming-Abkommen für global agierende Unternehmen.

Der Mobile World Congress ist für uns die Arena, um 5G weiter zu treiben. Das Ziel ist in Sichtweite – die Digitale Gesellschaft.

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