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François Fleutiaux

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Moderne Rechenzentren: das Herz der Digitalisierung

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Ein Beitrag von Francois Fleutiaux, Leiter der IT Division von T-Systems.

François Fleutiaux

Francois Fleutiaux, Leiter der IT Division von T-Systems.

Die steigende Datenflut bedeutet nicht unbedingt, dass wir mehr Rechenzentren benötigen. Denn moderne Rechenzentren bieten eine deutlich bessere Leistung als ihre Vorgänger - und benötigen zudem deutlich weniger Platz. Darüber hinaus verarbeiten Technologien wie Edge and Fog Computing Daten, bevor sie überhaupt in einem Rechenzentrum ankommen.

Unsere Welt wird mit Streaming, Cloud, Big Data und IoT-Technologie immer digitaler und vernetzter. Laut einer IDC-Studie werden wir im Jahr 2025 rund 163 Zettabytes an persönlichen und arbeitsbezogenen Daten erstellen. Das ist eine gigantische Menge ¬- das entspricht 163 Milliarden Terabyte - was einer Verzehnfachung gegenüber der Datenmenge vor zwei Jahren entspricht. Zum Vergleich: Die Festplatte eines iMacs fasst ein Terabyte. Rund 60 Prozent des globalen Datenvolumens im Jahr 2025 werden von Unternehmen generiert. Das ist auch eine ziemlich bemerkenswerte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die jüngsten Zahlen 70 Prozent aller generierten Daten von Privatanwendern stammen, wobei Netflix, YouTube, Spotify, etc. sicherlich einigen Einfluss auf diese Zahl haben.

Die Herausforderung für Unternehmen, die mit einer so großen Datenmenge konfrontiert sind, ist nicht nur das schiere Volumen. Auch die "Three Vs" (Volume, Velocity und Variety) spielen eine wichtige Rolle. In Zukunft werden Daten schneller generiert und schneller benötigt. Unternehmen, die Kundendaten in Echtzeit verarbeiten können, um blitzschnelle Analysen zu unterstützen, werden dem Wettbewerb in der Regel einen Schritt voraus sein. Auch Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, erzeugen bei jedem Geschäftsprozess Daten in allen möglichen Formaten. Unternehmen, die diese Daten effektiv nutzen wollen, müssen bei der Datentransformation flexibel und effizient sein.

Leistungsfähigere Rechenzentren sind nötig

Um Rechenzentren zu verbessern, braucht es intelligente Software (sprich: künstliche Intelligenz), Algorithmen und schnelle Netzwerkverbindungen. Das Rückgrat der produktiven Datennutzung sind aber die weltweit 8,6 Millionen Rechenzentren, die in Betrieb sind - und die auch für zukünftige Herausforderungen weiter optimiert werden müssen. Bei IT-Infrastrukturen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, fehlt in der Regel die notwendige Ressourcen-Skalierbarkeit, ganz zu schweigen von der Fähigkeit, Services schnell bereitzustellen und innovative Geschäftsmodelle zu unterstützen. Auch zu hohe Betriebskosten und eine schlechte Umweltbilanz betrifft viele Rechenzentren.

"Bis 2020 werden 55 Prozent der Unternehmen aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens von Anwendungen der nächsten Generation und neuen IT-Architekturen in kritischen Geschäftseinrichtungen gezwungen sein, ihre Rechenzentrumsbestände durch Aktualisierungen bestehender und/oder den Einsatz neuer Einrichtungen zu modernisieren", sagt IDC. Und bis dahin "werden Unternehmen, die die digitale Transformation anstreben, gezwungen sein, mehr als 50 Prozent der IT-Infrastruktur in ihren Rechenzentren und Randstandorten auf ein software-gestütztes Modell zu migrieren".

Internationale Präsenz und hohe IT-Leistung

Die steigende Datenflut und der dringende Modernisierungsbedarf bedeuten nicht unbedingt, dass zusätzliche Rechenzentren benötigt werden. Die heutige Technologie ist bereits weitaus fortschrittlicher als noch vor wenigen Jahren. Moderne Rechenzentren bieten eine deutlich bessere Leistung als ihre Vorgänger - und benötigen zudem deutlich weniger Platz. Davon profitieren Unternehmenskunden weltweit - und die Umwelt.

Und die Datenverarbeitung wird durch Edge- und Fog-Computing bereits weniger zentralisiert. Edge Computing verarbeitet die Daten in IoT-Geräten, während Fog Computing Daten in den nächsten Netzwerkknoten verarbeitet. Dies beschleunigt die Reaktionszeiten und reduziert die Arbeitsbelastung im Rechenzentrum.

Bereits 2012 startete T-Systems sein Modernisierungs- und Konsolidierungsprogramm. In den letzten sechs Jahren wurden 13 hochmoderne Datenfabriken errichtet. Wir haben auch unsere weltweite Präsenz an die Anforderungen unserer globalen Kunden angepasst. Deutschland ist eine zentrale Datendrehscheibe mit drei großen Standorten. Wir betreiben auch europäische Rechenzentren in Großbritannien, Spanien, Österreich und der Schweiz und haben moderne Zwillings-Rechenzentren in den USA, Mexiko, Brasilien, Südafrika, China und Singapur errichtet.

Konsolidierte Rechenzentren sind nicht nur kostengünstiger und umweltfreundlicher, sondern auch leistungsfähiger – wegen der höheren Skalierbarkeit - und innovativer. Moderne Rechenzentren sind kompakter, sicherer und viel einfacher auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Manchmal ist weniger mehr!

Bedeutet Konsolidierung also, dass weniger Rechenleistung und Speicherkapazität zur Verfügung stehen? Auf keinen Fall! Heute kann bei kleinerer Serverfläche eine höhere IT-Performance erreicht werden als in der Vergangenheit. Die Technologie ist kleiner und leistungsfähiger, was den Platzbedarf reduziert. Außerdem läuft in Rechenzentren zunehmend standardisierte Cloud-Technologie. Das beste Beispiel dafür ist unser Flaggschiff-Rechenzentrum in Biere, Sachsen-Anhalt.

Das "House of Clouds" wächst

Coud-Rechenzentrum Biere, Server-Regale.

Ein Blick in die Telekom-Cloud: Im modernsten Rechenzentrum der Telekom arbeiten Server hoch effizient und optimal geschützt.

Das Dorf Biere in der Nähe von Magdeburg ist eine zentraler Knotenpunkt in unserer globalen Rechenzentrumsstrategie. Über 50 Hard- und Softwareanbieter aus aller Welt sind "Mieter" des hochmodernen "House of Clouds" in Biere, denn es bietet Unternehmen genau das, was sie suchen: außergewöhnliche Sicherheit und Zuverlässigkeit (99,999 Prozent Verfügbarkeit) sowie strengen, europäischen Normen entsprechenden Datenschutz (DSGVO) und erstklassige Energieeffizienz (LEED Gold-Standard).

Als Reaktion auf die hohe Nachfrage nach dynamischen Cloud-Diensten aus Biere - wo auch unsere Open Telekom Cloud "residiert" - haben wir die Verarbeitungs- und Speicherkapazität dieser Anlage in den letzten zwei Jahren um 150 Prozent von 7,2 auf aktuell 18 Megawatt Leistungsaufnahme erhöht. Mit einem neunstelligen Investitionsvolumen haben wir den zwei bisherigen drei neue Rechenzentrumsmodule hinzugefügt. Größer als je zuvor und mit modernster Technologie hat Biere II Anfang September den Betrieb aufgenommen.

Integrierter Bestandteil des Leistungsportfolios

Unsere 13 Datenfabriken sind integraler Bestandteil des Leistungsportfolios von T-Systems. Ohne sie können wir unsere Unternehmenskunden nicht effektiv dabei unterstützen, die Herausforderungen der digitalen Transformation mit effizienter Systemintegration, dynamischen Cloud-Lösungen und innovativen Konzepten für das Internet der Dinge zu bewältigen.

Daher ist es auch für Anbieter wichtig, weiterhin in ihre Rechenzentrumsinfrastruktur zu investieren - zum Beispiel in neue Flash-Speicher, um den wachsenden Marktanforderungen von Kunden gerecht zu werden, die Echtzeitanalysen durchführen wollen.

Mehr Datenspeicher auf Knopfdruck

Moderne Rechenzentren brauchen nicht nur die beste Hardware, sie brauchen auch die beste Software. Eine Cloud-Infrastruktur muss also mehr bieten als eine Plattform – zum Beispiel verschiedene Managed Services-Module in einer Multi-Cloud-Umgebung. Im Idealfall sollten Kunden in der Lage sein, ein Cloud-Ökosystem nach Bedarf aus dem verfügbaren Angebot auszuwählen - einschließlich VMware, Microsoft Azure und Open Stack. Diese Ökosysteme werden dann aus den kundeneigenen Rechenzentren oder denen des Service Providers mit einem einheitlichen Sicherheits- und Servicemanagement versorgt. Im besten Fall rundet ein IT-Service-Management-Tool – wie das ServiceNow-Portal – den Service für eine perfekte Cloud-Infrastruktur mit standardisierten Schnittstellen (API) ab.

Dieses Modell hat mehrere Vorteile, vor allem, dass es ein benutzerfreundlicheres und agileres Kundenerlebnis bietet, da die Kunden die benötigten Cloud-Kapazitäten auf Knopfdruck erhalten. Neue Dienste – wie die Speichererweiterung über virtuelle Maschinen – können innerhalb weniger Stunden implementiert werden, was den Anwendern auch beim Bewältigen der steigenden Datenflut hilft. Ein hoher Automatisierungsgrad optimiert die Qualität, da er einzelne Fehlerquellen eliminiert. Letztendlich wird diese Art von Cloud-Infrastruktur auch für Unternehmen jeder Größe – vom Großkonzern bis zum Mittelstand – kostengünstiger zu betreiben sein.

Zusammenfassung

Nicht nur das Datenvolumen wächst, sondern auch Vielfalt an Daten und ihre Übertragungsgeschwindigkeit. Unternehmen, die Daten so schnell und effektiv wie möglich verarbeiten können, um neue Geschäftsmodelle zu schaffen, werden als Gewinner hervorgehen. Infolgedessen steigen die Unternehmensanforderungen an leistungsfähige Rechenzentrumsinfrastrukturen.

Rechenzentren sind und bleiben das Rückgrat der Digitalisierung. T-Systems hat frühzeitig eine Strategie zur Modernisierung und Konsolidierung seiner Rechenzentren umgesetzt. Unsere Kunden werden in Kürze Zugang zu Services von 13 leistungsstarken Datenfabriken haben, die sie bei der Bewältigung der digitalen Transformation unterstützen.

Mit unserem hochmodernen Rechenzentrum in Biere und seiner zukunftssicheren Cloud-Infrastruktur schaffen wir heute die Voraussetzungen für den zukünftigen Erfolg unserer Unternehmenskunden.

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