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Digitaler Erntehelfer

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In der Erntezeit sind Landwirte auf die Unterstützung von Saisonarbeitern angewiesen. Die Hilfe auf dem Feld bringt für die Landwirte aber Verwaltungsarbeit mit sich. Sie müssen die Arbeitszeiten aller Mitarbeiter erfassen und abrechnen. Die meisten Höfe nutzen dafür klassische Stundenzettel auf Papier – der Krewelshof aus dem Rheinland setzt auf digitale Technik: ein mobiles Zeiterfassungssystem des Telekom Partners MobilZeit.

Wenn Äpfel, Spargel oder Kürbisse reif sind, braucht Theo Bieger Hilfe. Der Landwirt vom Krewelshof bewirtschaftet an seinen Standorten in Enzen in der Eifel und in Lohmar bei Köln einen Obst- und Gemüsebetrieb mit Hofkäserei und -bäckerei sowie Laden, Café und Spielscheune. Bieger beschäftigt jährlich über 200 Mitarbeiter in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen – von sozialversicherungsfreien Minijobs bis hin zu saisonalen Helfern in der Erntezeit. Dies stellt ihn vor große Herausforderungen, besonders wegen der neuen gesetzlichen Vorgaben zum Mindestlohn und zum Arbeitszeitgesetz.

Statt die Arbeitszeit seiner Erntehelfer klassisch über Stundenzettel auf Papier zu erfassen, nutzt Bieger seit 2014 ein mobiles Zeiterfassungssystem – eine Lösung der Telekom und ihres Partners MobilZeit. Die Lösung besteht aus einem mobilen Zeiterfassungssystem mit Display und Tastatur sowie einer Auswertungssoftware. Die Mitarbeiter des Hofes erhalten zudem einen münzgroßen Chip, den sie zu Beginn und am Ende der Arbeitszeit vor das Lesegerät halten. Dank integriertem RFID (Radio Frequency Identification) – Transponder kann der Chip berührungslos ausgelesen und die Arbeitszeit automatisch erfasst werden. Die Daten werden über das Mobilfunknetz der Telekom an einen zentralen Rechner übertragen und Landwirt Bieger über die Auswertungssoftware bereitgestellt. Neben der Dokumentationspflicht in Zusammenhang mit dem Mindestlohn bietet das System betriebswirtschaftliche Vorteile: Die Arbeitszeit wird einer bestimmten Kostenstelle zugeordnet. In Relation zur Erntemenge lassen sich so Lohnkostenanteil und Gewinn berechnen.

Mehr Effizienz – geringere Kosten
Ein Warnton weist Bieger darauf hin, welche Mitarbeiter kurz vor der maximal erlaubten Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen stehen. Das System erfasst nicht nur Arbeits- und Pausenzeiten, auch Wochenend-, Feiertags- oder projektbezogene Arbeit lassen sich schneller und einfacher kategorisieren und abrechnen. Der Krewelshof spart sich so die Zeit für die manuelle Abrechnung. „Ohne das Zeiterfassungssystem wäre der Mindestlohn in einem Betrieb unserer Größe nur schwer umsetzbar gewesen“, sagt Theo Bieger. „Außerdem behalten wir so die Übersicht über unsere Zahlen“. Die mobile Zeiterfassung lässt sich mit Ortungssystemen koppeln. Auf dem Krewelshof sind die Erntemaschinen mit so genannten M-Boxen von MobilZeit ausgestattet. Dadurch sieht der Landwirt, wo sich welches Fahrzeug befindet und optimiert die Belieferung von Verkaufsständen oder Lebensmittelgeschäften. Zusammen mit dem Krewelshof entwickelt die Firma MobilZeit die Software entsprechend den Anforderungen in der Landwirtschaft weiter. Der nächste Schritt: die Vereinfachung der Lohnbuchhaltung durch Schnittstellen zu Datev in den Zeiterfassungsprogrammen.

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