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So arbeitet die Wolke - Virtualisierung der Daten

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Anders als es die weiche Bezeichnung vermuten lässt, handelt es sich bei der Wolke um einen handfesten technischen Vorgang. Um Cloud-Computing sicher anbieten zu können, braucht es einen großen technischen Aufwand.

Beim Cloud-Computing verschwinden Daten und Systeme nicht mit unbestimmtem Ziel in den Weiten des Wolkenraums, sondern werden nach wie vor auf leistungsstarken Server-Rechnern in Rechenzentren gespeichert und vorgehalten. Entscheidend dafür, dass die Wolke funktioniert, ist ihre "Virtualisierung" sowie sichere, verschlüsselte Leitungsverbindungen.

Warum Virtualisierung?
Virtualisierung bedeutet dabei, Infrastrukturen, Daten und Anwendungen von ihrer festen Bindung an ein bestimmtes physikalisches Gerät zu trennen. Anders herum formuliert: Ohne Virtualisierung ließe sich zum Beispiel ein Server nur einmal für einen bestimmten Service nutzen. Mit Virtualisierungstechnologie ist hingegen seine Aufteilung in mehrere "virtuelle" Server möglich, aus denen mehrere Kunden gleichzeitig Cloud-Services beziehen können. Diese laufen dann - mittels Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und Identitätsmanagement - als strikt voneinander getrennte (im Fachjargon "gekapselte") Instanzen.

Dabei spielt es keine Rolle, was aus der Cloud bezogen wird: ob Infrastrukturen wie Rechenkapazität und Speicherplatz (Infrastructure as a Service, IaaS), Entwicklungsplattformen (Platform as a Service, PaaS) wie Salesforce oder Anwendungen wie Bürosoftware (Software as a Service, SaaS). Wer ganz sicher gehen will, holt seine Ressourcen statt aus der öffentlichen Public Cloud aus einer sogenannten Private Cloud und bezieht sie via Standleitung oder VPN (Virtuelles Privates Netzwerk), eine Art Sicherheitstunnel im öffentlichen Internet.

Höhere Effizienz und bessere Auslastung
Durch die Virtualisierung lassen sich Arbeits- und Festplattenspeicher sowie Rechenleistung von Geräten effizienter nutzen, da sich mehrere Anwender die vorhandenen Ressourcen teilen. Die jeweiligen Cloud-Dienste können innerhalb eines Rechenzentrums oder auch zwischen Rechenzentren eines Providers jederzeit auf den jeweils betriebstechnisch günstigsten Serverplatz verschoben werden.

In der Cloud werden IT-Ressourcen also keine festen Hardware-Standorte mehr zugewiesen, sondern flexibel und nach Bedarf verteilt. Das führt zu einer besseren Auslastung aller Maschinen. Zum Vergleich: Der Auslastungsgrad vieler herkömmlicher Server liegt im Schnitt zwischen 15 und 30 Prozent. Mittels Virtualisierung, geschickter Verteilung und Zusammenfassung von Ressourcen ("Pooling") lassen sich hingegen mehr als 70 Prozent Auslastung erreichen - und entsprechende Kostensenkungen erzielen.

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