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So profitieren Energieversorger von Smart Home

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Kunden stärker binden und neue Geschäftsfelder entwickeln: Immer mehr Versorger entdecken Smart Home. Weil der Markt noch unübersichtlich ist und viele unterschiedliche Standards existieren, setzen die Versorger EnBW, ENTEGA, E wie einfach, RheinEnergie, Stadtwerke Karlsruhe, Vattenfall und die österreichische eww-Gruppe auf die herstellerübergreifende Smart Home-Plattform QIVICON.

Das Geschäft mit Energie wird für Versorger immer aufwendiger. Genügte es früher, Kunden zuverlässig mit Strom oder Gas zu versorgen und ihnen einmal im Jahr eine Rechnung zu schicken, müssen sie heute um Kunden werben, die immer anspruchsvoller werden. Diese erwarten von ihnen individuelle Angebote, günstige Preise, nachhaltige Energiegewinnung, einen exzellenten Kundenservice und gute Beratung – nach Möglichkeit rund um die Uhr.

Wie sollen sich Energieversorger in Anbetracht dieser Marktentwicklung verhalten? Die Chance, über Kampfpreise dauerhaft als günstigster Anbieter die Nase vorn zu haben, ist sehr kurzfristig gedacht. Stattdessen sollten sie innovative Geschäftsmodelle entwickeln und ihren Kunden Service bieten. Nur so können Unternehmen sich dauerhaft im Markt behaupten und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen.

Smart Home-Markt wächst
Nach Meinung vieler Experten hat die intelligente Haussteuerung das größte Potenzial, Energieversorger in diese Lage zu versetzen. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) interessieren sich bereits 71 Prozent der Deutschen für das vernetzte Zuhause. Und das Beratungsunternehmen Deloitte geht davon aus, dass im Jahr 2020 rund eine Million deutsche Haushalte intelligente Geräte im Einsatz haben werden.

Der Smart Home-Markt ist jedoch sehr unübersichtlich und die Liste der Smart Home-Protokolle, die beanspruchen, der Standard zu sein, ist lang. Die Folge: Kauft ein Nutzer das Smart Home-System eines Anbieters, kann er in der Regel nur dessen Funktionen und Lösungen nutzen und sie nicht mit Produkten anderer Hersteller kombinieren.

Zukunft gehört übergreifenden Plattformen
Das Beratungsunternehmen Deloitte sieht deshalb die Zukunft von Smart Home in Plattformen, bei denen Verbraucher die Lösungen mehrerer Hersteller nutzen. "Je mehr Partnerunternehmen ihre Angebote auf einer solchen Plattform integrieren, desto eher findet der Kunde eine seinen Anforderungen entsprechende Anwendung", erläutert Deloitte in der Studie "Licht ins Dunkel – Erfolgsfaktoren für das Smart Home". "Aus Konsumentensicht sind offene Plattformen daher grundsätzlich vorteilhaft."

Eine solche offene und herstellerübergreifende Plattform ist QIVICON, die die Deutsche Telekom initiiert und gemeinsam mit den führenden Industrieunternehmen EnBW, eQ-3, Miele und Samsung etabliert hat. Die Smart Home-Plattform vereint bereits mehr als 40 Partnerunternehmen unter ihrem Dach. Neben Unternehmen und Marken wie Junkers, Huawei, Kärcher, Logitech, Miele, Philips, Osram, Sonos, Assa Abloy oder die Telekom haben sich auch die Energieversorger EnBW, ENTEGA, E wie einfach, RheinEnergie, Stadtwerke Karlsruhe, Vattenfall und die österreichische eww-Gruppe der Smart Home-Plattform angeschlossen.

So nutzen Unternehmen QIVICON
Die Smart Home-Plattform QIVICON bietet Unternehmen viele Vorteile. Sie müssen weder in die Technik noch in die Infrastruktur investieren – stattdessen erhalten sie einen direkten und schnellen Einstieg in den Smart Home-Markt inklusive Bereitstellung, Hosting, Training, Customer Care und natürlich Informationsmaterial sowie Schulungsunterlagen für die eigenen Mitarbeiter. Bei der Wahl der Geschäftsstrategie wie Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Vertriebsstrategie sind die Partner komplett eigenständig. Ein Beispiel: Der QIVICON Partner Vattenfall kombiniert ein Stromangebot mit einem entsprechenden Smart Home-Tarif. Hierbei bietet Vattenfall seinen Kunden Smart Home zum Vorteilspreis an, bindet so bestehende Kunden und akquiriert neue Interessenten gezielter. Der Energieversorger Entega hat dagegen eine andere Strategie – er bietet sein Smart Home-Produkt frei im Markt an. Auch in Bezug auf Design, Markenauftritt und Zusammenarbeit mit anderen QIVICON Partner bleiben die Unternehmen komplett eigenständig und unabhängig.

Ebenso unabhängig sind die Unternehmen bei der App, mit der Endverbraucher das Smart Home-Angebot steuern. Hier können Versorger auf die White-Label-App der Telekom zurückgreifen, sich eine eigene App von einem Dienstleister programmieren lassen oder die Programmierung in Eigenregie übernehmen.

Vorbild Smartphone-Betriebssystem Android
Die Nutzung der Smart Home-Plattform ist vergleichbar mit dem Smartphone-Betriebssystem Android. Auch hier bieten viele verschiedene Unternehmen unabhängig voneinander Verbrauchern Apps und Programme an. In welchem Design und zu welchem Preis, entscheiden die Unternehmen selbst. Auch für den Vertrieb sind sie selbst verantwortlich. Die Gemeinsamkeit besteht lediglich in der Nutzung des Betriebssystems, welches den Unternehmen auch gleichzeitig den Zugang zum Markt bietet.

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