Ein Haufen alter Handys

Verantwortung

Digitalisierung braucht Rohstoffe. Netze, Rechenzentren und Endgeräte bestehen aus vielen wertvollen Materialien. Ein sorgfältiger Umgang mit diesen begrenzten Rohstoffen ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich notwendig. Für uns ist klar: Wir wollen Elektroschrott und Abhängigkeiten in der Produktions- und Lieferkette verringern. Kreislauffähigkeit ist daher einer der Schwerpunkte unserer Corporate Responsibility Strategie.

Die Deutsche Telekom verfolgt das Ziel, bis 2030 die eingesetzte IT- und Netzwerktechnik und den Großteil der in Umlauf gebrachten Endgeräte kreislauffähig zu gestalten. Dafür betrachten wir den gesamten Lebenszyklus von Produkten: von Design und Nutzung über Wiederverwendung bis hin zu Recycling und Rückgewinnung von Materialien.

Produktdesign: Ein guter Start bringt den Kreislauf ins Rollen

Die Weichen für Kreislauffähigkeit werden bereits in der Produktentwicklung gestellt. Das Design entscheidet, ob Produkte langlebig, energieeffizient und reparierbar konzipiert sind und aus Materialien bestehen, die sich am Ende des Lebenszyklus möglichst gut wiederverwenden oder recyceln lassen. 

Bei Eigenmarkengeräten können wir diese Anforderungen besonders gezielt in die Produktentwicklung einfließen lassen. Das gilt für Geräte selbst ebenso wie für Verpackungen und Materialauswahl. Beispielsweise besteht das Gehäuse aller unsere Router, Receiver und Repeater mindestens zu 90% aus recyceltem Kunststoff. Das T-Phone haben wir seit der ersten Generation technologisch ebenso wie ökologisch immer weiter verbessert. Auch bei Verpackungen verwenden wir möglichst wenige und umweltfreundliche Materialien. Außerdem verzichten wir bei unseren Verpackungen zu 100% auf Einwegplastik. So vermeiden wir unnötigen Abfall, bevor er entsteht. 

Darüber hinaus kann Digitalisierung viele physische Produkte durch virtuelle Varianten ersetzen oder den Material- und Ressourceneinsatz in Produktion und Logistik verringern. Virtuelle Modelle, sogenannte Digitale Zwillinge, helfen zum Beispiel, Produkte oder auch ganze Fabriken effizienter zu planen und zu steuern. 

Wiederverwenden statt neu produzieren: Rücknahme und Wiederaufbereitung 

Laut Bitkom lagern 86% aller Deutschen mindestens ein ungenutztes Handy oder Smartphone daheim. Für einen funktionierenden Kreislauf müssen die Prozesse so gestaltet sein, dass alle mitmachen können: für Privat- ebenso wie Geschäftskunden bietet die Deutsche Telekom verschiedene Möglichkeiten an, um Endgeräte möglichst lange zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Mietmodelle für Router und Mediareceiver, Handyankaufsprogramme, Device-as-a-Service-Lösungen für Geschäftskunden, bei denen Geräte bereitgestellt, betreut und wiederaufbereitet werden, oder auch das Handysammelcenter. Der Handyreparaturservice sowie das Portfolio wiederaufbereiteter Endgeräte halten Endgeräte länger im Kreislauf. Auch bei der IT- und Netzwerktechnik arbeiten wir im eigenen Haus daran, funktionsfähigen Elemente lange einzusetzen, aufzubereiten und den Anteil an recycelten Materialien wie Kupfer, Eisen, Aluminium oder Plastik zu erhöhen.

Wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen

Am Ende des Produktlebenszyklus stehen Materialien und Geräte, die nicht weiterverwendet werden können. Wir verfolgen das Ziel, Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden und anfallende Abfälle bestmöglich zu recyceln – insbesondere bei Elektro- und Elektronikabfällen haben wir seit 2022 das Ziel einer 100% Recyclingquote erreicht. Damit landet kein Elektroschrott mehr auf der Deponie. 

Telco Circularity Score: Kreislauffähigkeit messbar machen

Kreislaufwirtschaft lässt sich nur systematisch verbessern, wenn Fortschritte messbar werden. Deshalb hat die Deutsche Telekom den Telco Circularity Score (TCS) entwickelt.

Der TCS macht Kreislauffähigkeit branchenspezifisch entlang des gesamten Produktlebenszyklus messbar und unterstützt damit die zielgerichtete Steuerung unserer Circularity-Aktivitäten. Er berücksichtigt unter anderem Aspekte wie Produktdesign und Materialeinsatz zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling und Kennzahlen zur Abfallentsorgung. Die genauen Kennzahlen des TCS legen wir in unserem jährlichen Corporate Responsibility Bericht offen.

Damit schaffen wir eine Grundlage, um Fortschritte transparent zu bewerten und Kreislaufwirtschaft systematisch weiterzuentwickeln. 

Kreislaufwirtschaft bringt Mehrwert

Kreislaufwirtschaft trägt dazu bei, Rohstoffe länger zu nutzen und wertvolle Materialien im Kreislauf zu halten. Dadurch müssen weniger Ressourcen neu abgebaut oder hergestellt werden. Dies reduziert Umweltbelastungen und schont natürliche Ressourcen – wichtige Hebel, um langfristig im Rahmen der planetaren Grenzen zu wirtschaften.

Darüber hinaus stärkt die Wiederverwendung und Rückgewinnung von Materialien die Versorgungssicherheit und macht Unternehmen weniger abhängig von knappen Rohstoffen, schwankenden Preisen oder langen Lieferzeiträumen.
So leistet Kreislaufwirtschaft einen Beitrag zu einer resilienten digitalen Infrastruktur und einer nachhaltigen Zukunft – im Einklang mit unserer Vision: Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.

Waldmotiv auf Handybildschirm.

Umwelt

Die Deutsche Telekom bekennt sich klar zum klimaneutralen Wirtschaften und dem Streben nach Kreislauffähigkeit.