Blog.Telekom

Martina Morawietz

0 Kommentare

Sicher, smart und pädagogisch stark: Wie Digitalisierung den Kita-Alltag bei Murkel bereichert

Digitale Infrastruktur im Kita-Alltag: Die Elterninitiative Murkel zeigt, wie moderne Technik den pädagogischen Alltag revolutioniert – mit besserer Erreichbarkeit, weniger Bürokratie und ganz viel Raum für kreatives Lernen.

Kinder im Wald

Bildung beginnt im Kleinen. Digitalisierung ebenso. Mit der richtigen Netz-Infrastruktur. © Elterninitiative Murkel

Mitten in der Natur im Siegburger Umland liegt die Ranch der Kita Murkel. Ein paar Kinder bürsten die Ponys, eines schiebt eine kleine Karre zum Mist, andere versorgen die Hühner und den Kater. „Die Kinder lernen hier Verantwortung – für die Tiere und sich selbst“, erklärt Pädagogin Cyrille Meik. Plötzlich klingelt ihr Handy, ein Anruf aus dem Hauptgebäude: Heute alltäglich, vor zwei Jahren noch undenkbar. „Damals hatte ich auf der Ranch fast nirgendwo Empfang, Absprachen waren kompliziert, für Notfälle hatte ich eine Kiste mit Adressen und Rufnummern, Excel-Listen, Ordner“, erinnert sie sich. Heute – dank modernster digitaler Infrastruktur und einer durchdachten IT-Lösung der Telekom – sind solche Herausforderungen Vergangenheit: Der Alltag bei Murkel ist heute effizienter, sicherer und offener für neue pädagogische Möglichkeiten.

Weg vom Flickenteppich – hin zur vernetzten Struktur

„Seit unserer Gründung 1989 hat sich die Elterninitiative Murkel e. V. enorm weiterentwickelt“, schildert Jürgen Schäfer. Er verantwortet die IT. „Zu Murkel gehören drei Kinderhäuser und die Ranch. Wir betreuen in zwei Ganztagsschulen und haben eine eigene Küche, die 1.200 Essen am Tag zubereitet. Wir sind längst ein mittelständisches Unternehmen mit 120 Mitarbeiter*innen." Doch die gewachsenen Strukturen brachten Probleme mit sich: „Jede Einrichtung hatte einen oder mehrere eigene Hauptanschlüsse, Telefonnummern, Kundennummern – nichts war verknüpft“, erklärt er. „Das machte vor allem den technischen Support sehr kompliziert. Unsere Prozesse waren komplett analog.“ 

Mit der Digitalisierung änderte sich das, mit VDSL-Anschlüssen der Deutschen Telekom, neuen IP-fähigen Festnetztelefonen und Mobiltelefonen sowie einer Telefonlage aus der Cloud für ortsunabhängige Telefonie und Videokonferenzen. Zusätzlich wurde das gesamte Netzwerk mit Komponenten von LANCOM Systems ausgestattet und ein flächendeckendes WLAN eingerichtet. Die IP-fähigen Festnetztelefone ermöglichen es dem Team, die bisherigen Telefonstrukturen parallel zur Cloud-Telefonanlage und den Handys weiterhin zu nutzen, etwa für individuell programmierte Schnellwahltasten.

Heute verbindet eine zentrale Rufnummer alle Standorte, und Mitarbeitende sind überall schnell erreichbar – ganz einfach über Kurzwahlnummern: im Gebäude und draußen, auch bei Ausflügen. Und moderne Office-Software macht die Aufgaben in der Verwaltung einfacher.

Moderner Alltag: Medienpädagogik und kreatives Lernen

Schnecke auf der Hand.

Der Begriff „Murkel“ kommt aus dem Norddeutschen und umschreibt liebevolle Pflege und Sorge für das Kind. Im Rheinland dient er als Kosename. © Barbara Latak privat

„Bei uns sind Tablets nicht zum Stillsitzen da. Wir nutzen sie, um den Umgang mit digitalen Medien zu lernen“, erklärt Cyrille Meik. Wenn wir draußen eine Schnecke finden, recherchieren wir gemeinsam: Welche Art könnte das sein, und warum ist sie wichtig für die Natur? Uns geht es darum, Wissen spielerisch und interaktiv zu entdecken“.

„Oder wir fördern damit die Kreativität der Kinder“, ergänzt Kollegin Barbara Latak. „Die Kinder lieben es, Animationsfilme zu erstellen.“ Dabei werden Figuren aus Knete, Papier, Lego oder Puppen Bild für Bild abfotografiert, immer aus derselben Perspektive, um dann einen Film zu erzeugen. Dank des flächendeckenden WLANs ist das direkt vor Ort umsetzbar. „Wir können gemeinsam Vorlese-Apps nutzen, am Tablet recherchieren oder unsere Aktivitäten dokumentieren – ein echter Gewinn für die pädagogische Arbeit.“

Und: Die Technik entlastet die Erzieher*innen: Die Dokumentation ist heute viel einfacher: Ich kann mit dem iPad Fotos machen, gleich zuordnen, und die Eltern können sehen, was ihr Kind gemacht hat“, berichtet Barbara Latak. Jedes Kind hat in der Cloud eine digitale Akte. „Früher musste ich nach der Betreuungszeit Bilder von SD-Karten der Digitalkameras entladen und sortieren“, ergänzt Cyrille Meik. „Heute spare ich bestimmt zehn Stunden pro Woche. Und es ist datenschutzkonform."

Attraktiv als Arbeitgeber: Mehr Flexibilität durch Digitalisierung

Im sozialen Umfeld ist es oft schwer, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Doch bei Murkel zeigt sich, wie Digitalisierung ein Pluspunkt sein kann. Barbara Latak konnte in ihrer Elternzeit stundenweise von zu Hause arbeiten: „Ich habe alle Unterlagen digitalisiert und konnte über Teams-Meetings und geteilte Dokumente ortsunabhängig arbeiten. Das war mir wichtig, weil ich nicht komplett aus dem Arbeitsleben raus war.“

Team-Kommunikation und das Arbeiten an gemeinsamen Dokumenten laufen heute digital: „Das hat die Zusammenarbeit deutlich verbessert“, erläutert Barbara Latak. "Wir haben im Elternrat regelmäßige hybride Treffen – manche vor Ort, andere online. Protokolle werden direkt in Echtzeit geschrieben und hochgeladen, das verhindert Missverständnisse." Jürgen Schäfer stimmt zu: "Die Möglichkeit, dass jetzt wirklich jeder Mitarbeiter auf alle erarbeiteten Materialien zugreifen kann, ist für mich der größte Vorteil der Digitalisierung. Das bringt Transparenz und Offenheit und ist – insbesondere zwischen den Häusern – wesentlich effektiver als der vorherige Datenaustausch."

Natürlich bringt die Umstellung auf digitale Prozesse auch Herausforderungen mit sich. „Ich zum Beispiel bin in den sozialen Bereich gegangen, um mit IT nichts zu tun haben zu müssen“, ergänzt Cyrille Meik. „Manche brauchen Zeit. Es kann aber motivierend wirken, wenn Arbeitsabläufe erleichtert werden. Vor allem, wenn es sich um Verwaltungsaufgaben handelt.“ Dank der digitalen Strukturen bleibt am Ende mehr Zeit und Energie für das, worauf es ankommt: die Arbeit mit den Kindern.

Ein digitaler Weg mit Zukunft

Das kabellose, leistungsstarke Netz ist Basis für weitere Digitalisierungsbausteine, wie die Murkel Eltern-App, die Schnittstelle zu den Eltern. Sie halten dort die Daten ihres Kindes aktuell, benennen Abholberechtigte und planen Abholzeiten oder tauschen sich mit den Erzieher*innen aus. 

Für Jürgen Schäfer ist die Digitalisierung mehr als ein technisches Update. „Für die Kinder ist das ein Gewinn. Dafür lohnt sich jeder Aufwand.“ Mit der neuen zentralen Telefonnummer, der Vernetzung aller Standorte und den Cloud-Lösungen ist Murkel nun fit für die Zukunft. Doppelt abgesichert, denn eine Redundanzlösung auf Basis von Mobilfunk (5G) sorgt dafür, dass selbst bei Festnetzausfällen, etwa durch Baustellen, alles funktionsfähig bleibt.

„Wir sind schon immer fortschrittlicher gewesen – tiergestützte Pädagogik, erste Einrichtung im Rhein-Sieg-Kreis mit Inklusion, Rücksicht auf arbeitende Eltern durch lange Öffnungszeiten. Jetzt zeigen wir: Auch in der Digitalisierung sind wir weit vorne." 

LANCOM Systems aus Würselen bei Aachen ist ein führender europäischer Hersteller von Netzwerk- und Sicherheitslösungen.  Das Unternehmen ist durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert und steht für Qualität „Engineered in Germany“. 
Zu den Netzwerk-Komponenten von LANCOM gehören Router, Switches und Access Points. Switches sind Netzwerkgeräte, die verwendet werden, um mehrere Geräte innerhalb eines lokalen Netzwerks miteinander zu verbinden. Access Points ermöglichen eine zusätzliche drahtlose Netzwerkverbindung. Sie sind besonders nützlich in Umgebungen, in denen viele mobile Geräte genutzt werden oder in großen Flächen, in denen eine kabelgebundene Verbindung unpraktisch ist.

Special Digitale Bildung und Schule
Deutsche Telekom – Verantwortung

Schüler*innen sitzen mit Lehrerin am Tisch mit Laptops vor sich.

Digitale Bildung und Schule

Informationen für Lehrende, Lernende, Eltern, Schulträger und -leitung sowie IT-Verantwortliche.

FAQ