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Sandra Rohrbach

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Turbo fürs Internet zuhause: Hybrid-Router kombiniert Bandbreiten von Mobilfunk und Festnetz

Vom Mobilfunkausbau der Telekom profitieren jetzt auch Festnetzkunden. Denn moderne Hybridrouter kombinieren die Netzkapazitäten von LTE und 5G mit den vorhandenen Festnetzgeschwindigkeiten. Insbesondere in Regionen mit begrenzter Internet-Geschwindigkeit kann die Hybrid-Technologie zum wahren Datenturbo werden. Entwickelt hat die Telekom diese technische Innovation in Eigenregie. Warum die Hybrid-Technik ein wichtiger Schritt in die neue Glasfaserwelt ist, erfahrt ihr hier.

Grafik "So bringt Hybrid den Turbo ins Festnetz"

Hybrid bündelt Bandbreiten aus Festnetz und Mobilfunk. © Deutsche Telekom

5G fürs Heimnetzwerk

Auch ohne Glasfaser-Anschluss sind mit Hybrid-Technologie bis zu 500 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload möglich. Ein Beispiel: Bei Internet-Anschlüssen mit Downloadgeschwindigkeiten von 16 MBit/s erhalten Kunden durch den Einsatz von Hybrid bis zu 100 MBit/s in ihrem heimischen WLAN-Netz. Bei Downloadgeschwindigkeiten von 50 Mbit/s sind es sogar bis zu 250 Mbit/s. Das bringt also ordentlich Speed ins Heimnetzwerk.

Damit diese hohen Geschwindigkeiten erreicht werden können, kommt einiges an Hightech zum Einsatz: Das sind erstens ein geeigneter Router, wie der Speedport Smart 4, und zweitens ein wetterfester Mobilfunk-Empfänger. Dieser verarbeitet die LTE und 5G-Signale und wird über ein Netzwerkkabel verbunden und beispielsweise an der Außenfassade oder einer Fensterbank angebracht. Das Besondere an der Hybridtechnik ist, wie dieses Hardware-Duo die Bandbreiten von Festnetz und Mobilfunk bündelt. Denn das Zusammenspiel beginnt erst dann, wenn das Festnetz seine Leistungsgrenze erreicht, der Datenbedarf aber höher ist.

Bei Lastspitzen springt der Mobilfunk ein

Grafik einer Verkabelung

Wenn etwa die ganze Familie im Internet surft und beim Streaming oder Gaming viele Daten übertragen werden, kann in diesen Phasen ein Mehrbedarf an Leistung entstehen. Der Router erkennt, wenn in einer solchen Situation die Festnetzleitung nicht mehr ausreicht. Sprich: Die Festnetzleitung hat immer die höchste Priorität und wird zuerst voll ausgenutzt. Wird dann das das Mobilfunknetz als Ergänzung gebraucht, findet das so genannte „Bonding“ statt. Dieses „Bonding“ ist die eigentliche Hybrid-Funktionalität und beschreibt gleichzeitig eine technische Meisterleistung. 

 Schaut man in die technischen Beschreibungen, klingt dies so: Das Home-Gateway (also der hybridfähige Router zuhause) arbeitet während des „Bondings“ mit dem Hybrid-Access-Aggregation-Point (HAAP) zusammen. Der HAAP ist ein spezieller Hybrid-Server im Mobilfunknetz der Telekom. Die beiden Komponenten, also das Home Gateway und der HAAP, teilen und bündeln die Datenströme softwaretechnisch. Aufgebaut werden zwei separate Tunnel-Verbindungen: einer über DSL/VDSL und einer über Mobilfunk (5G / LTE). Diese Tunnel werden dann im Router zusammengeführt, um eine nahtlose Verbindung zu ermöglichen.

Parallel wird ein Mechanismus eingesetzt, der in der Fachsprache „Coloring“ genannt wird. Das „Coloring“ sorgt für die Priorisierung der Datenpakete. Grüne Pakete werden über das klassische Festnetz (DSL/VDSL) gesendet, während gelbe Pakete bei Auslastung der DSL/VDSL-Verbindung über Mobilfunk (5G / LTE) übertragen werden. Somit wird die verfügbare Bandbreite immer optimal genutzt. Zusätzlich gibt es einen sogenannten „Bypass“-Verkehr. Dieser umfasst alle IP-Pakete, die nicht innerhalb der Hybrid-Session getunnelt werden. Solche Pakete werden immer direkt über DSL/VDSL gesendet. 

Klingt alles recht komplex? Der Router Speedport 4 ist jedenfalls der Router, der all diese kniffligen Aufgaben bewältig und der diese Hybrid-Funktionalität integriert hat. Wer mehr zu den Schnittstellen und Funktionalitäten erfahren will, kann hier reinschauen.

Hybrid ist kluge Übergangslösung auf dem Weg zu Glasfaser

Die Telekom erweitert und modernisiert ihr Mobilfunknetz kontinuierlich. Der Großteil ihrer Mobilfunkmasten ist mit Glasfaserleitungen angebunden. Hybrid-Festnetzkunden profitieren daher vom leistungsstarken Mobilfunknetz der Telekom. 

LesetippDas Ultra-Kapazitätsnetz der Telekom

Gleichzeitig baut das Unternehmen ihr Glasfasernetz stetig aus und bietet schon 12 Millionen Hauhalten und Unternehmen Glasfaseranschlüsse an. Solange Kunden aber auf Glasfaserangebote der Telekom noch nicht zugreifen können, bieten sich als Übergang Hybrid-Lösungen an. Dazu zählen beispielsweise hybridfähige Router wie der Speedport 4, die die Bandbreiten von Festnetz und Mobilfunk kombinieren. Andere Lösungen sind Vectoring- und Supervectoring-Angebote. Hier reicht die Glasfaser der Telekom bereits bis zum grauen Verteilerkasten vor der Haustür. Durch spezielle Software werden beim Vectoring die Kupferleitungen auf der letzten Meile schneller gemacht, damit zuhause 100 Mbit/s bzw. bis zu 250 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen. Wer dann noch zusätzlich einen hybridfähigen Router einsetzt, kann sogar bis zu 500 Mbit/s ins Heimnetz bringen. 

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