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Martina Morawietz

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Keine Eintagsfliege: Auf die nächste Evolutionsstufe mit der Digitalstadt Darmstadt

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Darmstadt gewann 2017 den Bitkom-Wettbewerb „Digitale Stadt“. Die Deutsche Telekom war Partner im Rahmen des Bitkom-Wettbewerbs und entwickelte mit der Digitalstadt Darmstadt Lösungen vor allem im Bereich Umwelt und Mobilität sowie Netz-Infrastrukturen und Daten-Plattformen. Nach drei Jahren ist die Wettbewerbsphase nun beendet und wird in eine neue Phase der Kooperation überführt. Diesen Schritt besiegelten Darmstadt und die Deutsche Telekom am 18. August 2020 mit einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Das Spektrum der Themen wird sich damit erweitern. Die entsprechenden Inhalte erarbeiteten die Vertreter der Stadt, Stadtwirtschaft und der TU Darmstadt zusammen mit der Telekom in einem Workshop zur Kooperation. Jens Mühlner hat den Wettbewerb und die Umsetzung der Telekom-Projekte über drei Jahre als Leiter des Programms Digitalstadt Darmstadt bei der Deutschen Telekom begleitet. Er übergibt den Staffelstab an Katrin Seeger, die die Kooperation künftig als Ansprechpartnerin vor Ort unterstützen wird. Ein Blick zurück auf die Erfolge und auf die nächsten Schritte.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Deutsche Telekom haben ihre künftige Kooperation in einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit beschrieben. Was heißt das?  

Jens Mühlner: Der Gewinn des Bitkom-Wettbewerbs „Digitale Stadt“ war ein wichtiger Meilenstein für das ehrgeizige Ziel der hessischen Stadt: Sie will digitale Modellstadt mit europäischen Leuchtturm-Charakter werden. Darmstadt will Doppel-Entwicklungen dabei möglichst vermeiden. Also nichts neu entwickeln, was andere schon entwickelt haben. Die Wissenschaftsstadt will gemeinsam mit und voneinander lernen. Wir brauchen Städte, die als Innovatoren vorangehen. Die Deutsche Telekom möchte Darmstadt in ihrer Rolle als „Innovationscluster“ und Vorbild für andere in Deutschland – und hoffentlich zunehmend auch in Europa – auf diesem Weg weiter zur Seite stehen. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung haben wir die Grundlage geschaffen, dies auch noch enger und partnerschaftlicher zu tun als bislang.

Katrin Seeger: Wir nehmen nun die nächste Stufe der Evolution. Die Deutsche Telekom will Städte und Regionen smarter machen. Für mehr Lebensqualität. Für mehr Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit durch Digitalisierung. Solch ein Vorhaben ist keine Eintagsfliege. Jetzt muss es für alle Beteiligten darum gehen, es nicht bei einer Initialzündung zu belassen. Es gilt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und neue innovative Impulse zu setzen. Innovation bedeutet dabei nicht, Technik im Pilotbetrieb zu testen. Innovation bedeutet, Neues nachhaltig in die Umsetzung, sprich in den Regelbetrieb, zu bringen. Dafür braucht man verlässliche, beständige Partner.

Wie lief die bisherige Zusammenarbeit?  

Jens Mühlner: Der Bitkom-Wettbewerb hat einen ganzheitlichen Blick gebracht. In Darmstadt koordiniert die eigens gegründete Digitalstadt Darmstadt GmbH die Projekte und Akteure. Alle kamen an einen Tisch. Solche eine Vorgehensweise beschleunigt Vorhaben, die sich Städte für die Bürgerinnen und Bürger auf die Agenda gesetzt haben. Geholfen hat hier natürlich der Co-Creation-Ansatz, den die Telekom eingebracht hat. Bei diesem Kreativprozess geht es darum, die Bedürfnisse und die unterschiedlichen Sichtweisen von Bürgern, Städtevertretern und Unternehmen möglichst genau zu verstehen und gleich von Anfang an zu integrieren. Die Kreativität möglichst vieler Beteiligter fließt ein. Wir haben diese Methode über zwei Jahre gelebt. Es gab insbesondere gute Noten für die Kollegialität. Wir haben die Ziele erreicht. 

Katrin Seeger: Auch in der neuen Kooperation ist schnelles innovatives Handeln erforderlich, das sich konsequent an den Anforderungen ausrichtet. Entsprechend haben wir den Start der Kooperation direkt mit einem Workshop kombiniert. Wir haben viele wichtige Herausforderungen und Chancen gesammelt, vor denen Darmstadt nun steht. Wir haben geklärt, wie wir diese Aufgaben mit welchen Akteuren angehen. Die Grundlagen für den gemeinsamen Projektangang sind gelegt. Themenpaten und Fachexperten, jeweils aus Darmstadt und von der Telekom, werden gemeinsam die Verantwortung für die weiteren Schritte übernehmen.

Welche Projekte stehen nun im Fokus?

Jens Mühlner: Wir haben neun Projekte im Rahmen des Bitkom-Wettbewerbs gemeinsam konzipiert, pilotiert und umgesetzt. Im Fokus stand dabei der Bereich „Umwelt und Mobilität“. Dazu gehörte insbesondere die Sensor-Station für eine hochwertige digitale Messung der Luftqualität, der CityTree für eine aktive Verbesserung der Luft und Smart Parking für eine Verringerung des Parksuch-Verkehrs. Ein weiterer Fokus lag bei Netz-Infrastrukturen und Daten-Plattformen. Ein besonderer Moment für alle Beteiligten am Projekt und die Öffentlichkeit war die Vorstellung des 5G-Testfelds. Nach Berlin und Hamburg war Darmstadt der dritte Standort der Telekom, in dem in Deutschland ein solches 5G-Testfeld umgesetzt wurde. Passend sind wir am Projekt „5G teilautomatisierte Straßenbahn“ beteiligt, mit dem die Möglichkeiten einer ferngesteuerten Tram erprobt werden. Im Bereich „E-Government“ haben wir zum Beispiel gemeinsam mit buergerservice.org das Bürgerterminal installiert. Die Themen aus Umwelt und Mobilität sowie Netz-Infrastrukturen und Daten-Plattformen werden fortgeführt.

Katrin Seeger: Darmstadt steht in der ersten Reihe der Smart Cities Deutschlands. Die kontinuierliche und nachhaltige Stärkung ihrer digitalen Transformation wollen wir unterstützen. Unser gemeinsames Ziel ist, die Angebote der Deutschen Telekom in Darmstadt noch früher als in anderen Städten im Echtbetrieb testen und anbieten zu können. Die Deutsche Telekom verfügt über breite Erfahrung im Smart City Bereich und kann das gesamte Spektrum an Lösungen anbieten: Netz, Informations- und Kommunikationstechnik, Lösungen im Internet der Dinge und zum Thema Sicherheit. Wir nehmen neue Themen hinzu wie Resilienz und künstliche Intelligenz. Für resiliente digitale Städte spielt das Thema Cybersecurity eine große Rolle. Dank künstlicher Intelligenz lassen sich die Daten einer Stadt für völlig neue Anwendungen und Prognosen nutzen, zum Beispiel im Gesundheitswesen oder zur Messung der Luftqualität und für umweltsensitive Verkehrssteuerung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Darmstadt Lösungen zu schaffen, die sich auch auf andere Städte übertragen lassen. Wir setzen und beeinflussen damit Standards für nachhaltige Smart Cities. Sie werden von der Digitalstadt Darmstadt auf andere Städte und Regionen Deutschlands und Europas ausstrahlen. 

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Joseph Williams

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