Konzern

Katja Kunicke

In vielen Teilen des Stuttgarter Stadtgebiets ist der Glasfaserausbau bereits gut vorangekommen. Nach dem Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau Anfang September 2025 in Rotenberg sind die Baumaßnahmen in vielen Teilen des Stadtgebiets bereits weit fortgeschritten. In Stuttgart-Feuerbach sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen. Gemeinsam mit der Sportvereinigung Feuerbach 1883 e.V. wurden die neuen Glasfaseranschlüsse ganz sportlich in der Leichtathletik-Arena des Wilhelm-Braun-Sportpark gefeiert.

 Um die 429 Haushalte an den 43 förderfähigen Adressen im Stadtteil zu erreichen, hat die Telekom rund 7,5 Kilometer Glasfaser verlegt und vier neue Netzverteiler errichtet. Auch die Sportvereinigung Feuerbach 1883 e.V. setzt für die Weiterentwicklung ihrer zahlreichen Vereinsaktivitäten auf Glasfaser. Sie zählt mit rund 6.300 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Stuttgart. Die Mitglieder haben die Wahl zwischen 25 Sportarten von Aikido bis Volleyball. Der Fokus liegt auf Breitensportangeboten für alle Bevölkerungsgruppen. „Früher mussten wir mit 8 MBit/s auf Kupferleitungen auskommen. Als wir während der Corona-Pandemie Rehasport-Kurse online angeboten haben, durfte niemand anders im Netz sein. Heute setzen wir nicht nur für die Vereinsarbeit wie die Mitgliederverwaltung auf Glasfaser. Auch im Ligabetrieb benötigen wir für Streaming und Ergebnismitteilungen schnelles Internet.“, erklärt Dr. Benjamin Haar, Vorstandsvorsitzender der Sportvereinigung Feuerbach 1883 e.V. und ergänzt: „Dreißig Mitarbeitende kümmern sich um alle Anliegen rund um den Verein. Wir setzen dafür von der Cloud bis zur Videokonferenz auf Digitalisierung. Das klappt mit dem Glasfaseranschluss jetzt zuverlässig.“

Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, werden neben dem Vereinshaus auch das Fitnessstudio Vitadrom und die Physiotherapie-Praxis in der Hugo-Kunzi-Halle mit Glasfaser angebunden sein.

Glasfaser auch für Randlagen innerhalb der Stadt

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte anlässlich des Festaktes zum Abschluss der Ausbaumaßnahme: „Glasfasernetze ebnen den Weg in die digitale Zukunft. Es ist gut und wichtig, dass die Landeshauptstadt Stuttgart mit Unterstützung von Bund und Land dort, wo es keine privatwirtschaftlichen Ausbauperspektiven gibt, die Initiative zum Glasfaserausbau ergreift.“

Durch die Vorhaben im geförderten Glasfaserausbau können in Stuttgart insgesamt 3.790 Hausanschlüsse in 826 Gebäuden sowie verschiedene Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Dafür bringt die Telekom insgesamt über 125 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde und errichtet 69 neue Netzverteiler. 
Um auch diese Gebiete mit Glasfaser zu erschließen, engagiert sich die Landeshauptstadt in der Breitbandförderung von Bund und Land und hat zwei Förderverfahren mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Mio. EUR auf den Weg gebracht, um über 850 Adresspunkte im Stadtgebiet mit Glasfaser zu erschließen. Die Maßnahmen werden jeweils zu 50 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch das Land Baden-Württemberg finanziert. Die restlichen 10 Prozent trägt die Stadt Stuttgart selbst. Der Zuschlag für die Vorhaben ging an die Deutsche Telekom.

„Mit dem geförderten Ausbau erschließen wir die Adressen in besonderen Lagen, für die eine eigenfinanzierte Lösung nicht möglich war“, erklärt Sabine Wittlinger, Partnermanagerin der Telekom in der Region Stuttgart. „Wir gehen mit der Erschließung der geförderten Adressen jetzt in den Endspurt: Es ist unser Ziel, dieses Fördervorhaben bis zum Jahresende abzuschließen.“

Die Nutzer der neuen Glasfaseranschlüsse können dann mit Bandbreiten bis zwei Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) im Internet surfen. Bislang mussten sie mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde auskommen. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen zuhause, Video-Konferenzen, Gaming und Streamen gleichzeitig möglich sind. Nutzerinnen und Nutzer können flexibel auf die stetig wachsenden digitalen Anforderungen reagieren.

Ausbaufortschritte in der gesamten Stadt

Über vierzig Prozent aller Haushalte und Unternehmen in der Landeshauptstadt können bereits einen Glasfaseranschluss der Telekom nutzen. Sabine Wittlinger betont: „Wir haben in Stuttgart bereits sehr viel erreicht. Rund 149.000 Haushalte und Unternehmen in der Landeshauptstadt können schon einen Glasfaseranschluss der Telekom nutzen. In diesem Jahr ist die Telekom im Eigenausbau in über zehn Ausbaugebieten aktiv. Neben der Verlegung in weiteren Ausbaugebieten, richten wir jetzt den Fokus verstärkt auf die Auslastung unseres Glasfasernetzes.“

Im Eigenausbau wächst das Glasfasernetz der Telekom in 2026 weiter in Stuttgart-Mitte, -West, -Süd und -Ost (Gaisburg und Uhlandshöhe) sowie in Feuerbach, Schlossstraße, Ober-/Untertürkheim, Feuersee-Süd, Neckarvorstadt-Mitte, Degerloch mit Hoffeld, Mühlhausen, Hedelfingen, Birkach, Bad-Cannstatt, Weilimdorf und Vaihingen-Mitte.

Kooperation von Deutscher Telekom und Gigabit Region Stuttgart
Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter der Region und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS) ergänzt: „Aufgrund ihrer Größe hat die Stadt Stuttgart ein besonderes Gewicht für den Ausbaufortschritt in der gesamten Region. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass unser Vertragspartner Deutsche Telekom neben dem umfangreichen eigenwirtschaftlichen Ausbau in der Landeshauptstadt auch im geförderten Ausbau weitere Haushalte erschließt. So kommen wir der flächendeckenden Glasfaserversorgung in der Landeshauptstadt und der Region wieder ein gutes Stück näher. Zudem leistet die Telekom auch in den Kommunen der Region einen wichtigen Beitrag im geförderten Ausbau.“

Im Fokus des Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. An dem Ausbauprogramm beteiligen sich derzeit 178 Kommunen inklusive der Stadt Stuttgart sowie den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. Bis zum Jahr 2030 sollen 90 Prozent aller Haushalte Zugang zu einem Glasfaseranschluss haben.

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Die Telekom investiert jedes Jahr mehrere Milliarden Euro in den Netzausbau. Informationen rund ums Netz.