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Vodafone setzt auf Magenta

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Auch Vodafone will im Festnetz mit der Telekom enger kooperieren. Die Telekom hat damit einen weiteren Partner für den Ausbau des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes in Deutschland gefunden. Die beiden Unternehmen haben dafür einen Vorvertrag unterzeichnet.

Für Festnetzprodukte möchte Vodafone in Zukunft verstärkt die neuen superschnellen Netze der Telekom nutzen. Die Telekom will in den kommenden Jahren rund 6 Mrd. Euro in den breitbandigen Ausbau des Festnetzes investieren. Sie setzt dabei vor allem auf die neue Vectoring-Technologie mit der Haushalte Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download erreichen - das ist doppelt so viel wie die bisherige Geschwindigkeit über VDSL. Rund 24 Millionen Haushalte in Deutschland sollen davon profitieren.

Layer-2-Bitstrom-Anschluss "Wir freuen uns, dass wir mit Vodafone einen weiteren Partner gefunden haben, der sich am Investitionsrisiko beteiligt“, betont Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom. Und er ergänzt. "Wir bekommen so mehr Sicherheit, die nötige Kundenzahl für das neue Netz zu erreichen und können den Ausbau damit weiter vorantreiben.“

Die Vereinbarung läuft im Rahmen des so genannten Kontingentmodells. Dabei können Wettbewerber vergünstigte Anschlüsse der Telekom beziehen. Im Gegenzug verpflichten sie sich auf die Abnahme einer bestimmten Menge. Vodafone möchte sowohl VDSL- als auch die kommenden Vectoring-Anschlüsse beziehen. In dem Vertrag wurde zudem erstmals ein neues Vorleistungsprodukt definiert: Der so genannte Layer-2-Bitstrom-Anschluss.

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten Das Layer-2-Produkt wird deutlich näher am Endkunden in das Netz des Wettbewerbers übergeben, so dass dieser mehr eigene Wertschöpfung realisieren kann, weil er weniger Netzleistung der Telekom beansprucht. Die so genannte Layer-2-Übergabe ermöglicht dem Wettberber zudem mehr eigene Gestaltungsmöglichkeiten für seine Endkundenprodukte. Vor allem bietet die Telekom damit ein Vorleistungsprodukt an, das sich in besonderem Maße für leistungsstarke IPTV-Angebote der Wettbewerber eignet. Bis dieses Vorleistungsprodukt realisiert ist, wird Vodafone als Übergangslösung den bisher üblichen Bitstrom-Anschluss (Layer-3-Ebene) beziehen. Auch darüber wird Vodafone Vectoring-Anschlüsse sowie ein IPTV-Angebot realisieren können.

Die Kooperationsvereinbarung wird jetzt der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt vorgelegt. Geplant ist die Zusammenarbeit noch für dieses Jahr.

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