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Andreas Fuchs

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Deutsche Telekom schließt Partnerschaft mit DigitalBridge und Brookfield für GD Towers, dem Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich

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  • Verkauf von 51-Prozent-Anteil an GD Towers zu einem Unternehmenswert (Enterprise Value, EV) von 17,5 Milliarden Euro
  • DigitalBridge und Brookfield bringen Expertise im Funkturmgeschäft und Kapital mit, um die strategischen Pläne von GD Towers weiterzuentwickeln und zu beschleunigen und somit die Wertschöpfung zu steigern
  • Deutsche Telekom hält 49 Prozent der Anteile an GD Towers mit bedeutenden Minderheitsrechten und bleibt damit beträchtlich an künftiger Wertsteigerung im attraktiven Infrastruktur-Geschäft beteiligt
  • Vorteilhafte Leasingvereinbarung (Master Lease Agreement, MLA) und gemeinsame Führung ermöglichen Ankermietern Telekom Deutschland und Magenta Austria Netzführerschaft im Mobilfunk fortzusetzen
  • Geschätzter Barmittelzufluss von rund 10,7 Milliarden Euro wird zur Entschuldung des Konzerns Deutsche Telekom und zur Beschleunigung auf dem Weg zu 50,1 Prozent der Anteile an T-Mobile US verwendet 
  • Abschluss der Transaktion gegen Ende 2022 erwartet
Funkturm

Die Deutsche Telekom kündigt an, 51 Prozent an GD Towers, dem Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich, an DigitalBridge und Brookfield zu verkaufen - bei einem Unternehmenswert (EV) von 17,5 Milliarden Euro ohne Schulden und Barmittel. Die Bewertung entspricht dem 27-fachen des bereinigten EBITDA AL 2021A (pro forma). Die Transaktion markiert den erfolgreichen Abschluss der auf dem Kapitalmarkttag im Mai 2021 angekündigten strategischen Überprüfung des Funkturmgeschäfts.

“Die Deutsche Telekom setzt einmal mehr ihre strategische Agenda erfolgreich um. Wir machen den Wert unseres Funkturmgeschäfts sichtbar und schaffen damit Wert für unsere Aktionäre“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. “Gleichzeitig erlaubt uns die Vereinbarung, unsere unangefochtene Netzführerschaft in Deutschland auszubauen und über unseren 49-Prozent-Anteil von weiteren Wertzuwächsen im Funkturmgeschäft zu profitieren.“

“Bei der heute gegründeten Partnerschaft geht es darum, den Champion für digitale Intrastruktur der nächsten Generation in Europa zu bauen“, sagte Marc Ganzi, CEO von DigitalBridge. “Die Kombination von Netz- und Marktführerschaft der Deutschen Telekom mit Brookfield, einem der weltgrößten Vermögensverwalter und der Expertise auf dem Gebiet der digitalen Infrastruktur von DigitalBridge schafft ein Team mit unerreichten Fähigkeiten, GD Towers zu unterstützen, die wachsenden Anforderungen an das Netz von Unternehmen und Verbrauchern zu erfüllen.“

“Wir sind erfreut, durch die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom und DigitalBridge unsere Präsenz auf dem europäischen Infrastruktursektor auszubauen“, sagte Sam Pollock, Managing Partner bei Brookfield und CEO Infrastructure. “Dies stellt eine großartige Gelegenheit dar, in ein hochattraktives Funkturmportfolio zu investieren, mit vertraglich gesichertem Cashflow und großem Potential. Brookfield ist schon jetzt ein führender globaler Infrastrukturinvestor mit rund 200.000 Funktürmen und Dachstandorten weltweit. Wir hoffen, Erfahrung und Expertise in die neue Partnerschaft zu bringen zum Wohl unserer Kunden in Deutschland, Österreich und darüber hinaus.”

Mit rund 800 Mitarbeitenden betreibt GD Towers mehr als 40.000 Standorte in Deutschland und Österreich. GD Towers hat eine erfolgreiche Bilanz bei der Lieferung neuer Standorte an seinen wichtigsten Mieter Telekom Deutschland und der Sicherung von Umsätzen mit Drittkunden. Das Unternehmen erzielte 2021 einen pro forma Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte pro forma EBITDA AL belief sich 2021 auf 640 Millionen Euro.

DigitalBridge und Brookfield haben beide eine bedeutende Präsenz auf dem europäischen Funkturmsektor. Durch die Zusammenarbeit mit der Deutsche Telekom werden die Partner Expertise und Kapital bereitstellen, um die Strategie und die Ziele von GD Towers weiterzuentwickeln – zur Wertsteigerung im Kerngeschäft Funktürme und schnell wachsenden angrenzenden Geschäftsfeldern sowie durch M&A. Die Struktur der Transaktion ermöglicht es GD Towers, diese wertsteigernden Investments mit einer für das Infrastruktur-Geschäft geeigneten Kapitalstruktur zu verfolgen, die andernfalls durch die Konzernbilanz beschränkt wäre.

Das aktuelle Führungsteam von GD Towers mit Bruno Jacobfeuerborn (CEO) und Thomas Ried (CFO) wird das Geschäft nach Abschluss der Transaktion weiterhin führen. Die Deutsche Telekom behält 49 Prozent der Anteile und bedeutende Minderheitsrechte wie das Recht, 2 von 5 Mitglieder des Shareholder Committee zu benennen, einschließlich des ersten Chairman. Außerdem hat die Deutsche Telekom das Recht, die Kontrolle über GD Towers in der Zukunft zurückzuerlangen und das Unternehmen wieder zu konsolidieren.

Telekom Deutschland und Magenta Austria werden über eine vorteilhafter langfristige Leasingvereinbarung von rund 30 Jahren weiterhin uneingeschränkten Zugriff auf die passive Infrastruktur von GD Towers haben. Unter anderem bietet sie den Netzbetreibern einen Inflationsschutz mit jährlichen Mieten, die mit einem Discount von 15 Prozent an die entsprechenden Verbraucherpreisindizes gekoppelt sind (Cap bei 3 Prozent), garantierter Zugang zu strategisch entscheidender Standorte (”golden sites”), bevorzugter Zugriff auf freie Standortkapazitäten für künftige Netz-Upgrades, branchenführende Service-Level und Rückkaufrechte. Telekom Deutschland und Magenta Austria haben vertragliche Vereinbarungen mit GD Towers über rund 5.400 neue Standorte bis 2026 und priorisierte Kapazität für Netzmodernisierung bis 2028 getroffen.

Die Transaktion wird die Finanzverschuldung der Deutsche Telekom um 10,7 Milliarden Euro (ca. 0,2x EBITDA AL) und Netto-Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasing um 6,5 Milliarden Euro (ca. 0,1x EBITDA) reduzieren. Der zusätzliche Spielraum wird vor allem dazu genutzt werden, den Konzern zu entschulden und den Weg in Richtung der angestrebten 50,1 Prozent an T-Mobile US zu beschleunigen.
 
Die Transaktion steht unter den üblichen regulatorischen Vorbehalten. Der Abschluss wird gegen Ende 2022 erwartet.

Diese Medieninformation enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“, „davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“, „Ausblick“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA-Marge AL, Core EBITDA, bereinigtes EBIT, EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

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