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Verena Fulde

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So klingt’s: Exklusive Hörprobe KI vollendete 10. Sinfonie Beethovens

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  • Premiere: Drei Minuten der finalen KI-Fassung
  • Eingespielt vom Beethoven Orchester Bonn und Cameron Carpenter
  • Uraufführung live in Bonn am 9. Oktober
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Vergleich der Original-Skizzen Ludwig van Beethovens mit den Noten der Noten der künstlichen Intelligenz.

Im Oktober ist es endlich soweit. Ein Jahr nach Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag erlebt die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) vollendete 10. Sinfonie im Telekom-Forum in Bonn ihre mit Spannung erwartete Premiere. Einen ersten Eindruck der finalen Komposition bietet eine kurze Hörprobe, die hier abgerufen werden kann. Eingespielt wurde sie vom Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung seines Dirigenten Dirk Kaftan mit Cameron Carpenter an der Orgal. 

Nach den ersten, noch sehr unreif wirkenden Eindrücken aus dem Dezember 2019 sowie einem Auszug aus dem Arbeitsstand des dritten Satzes im Juni des vergangenen Jahres gibt es damit erstmalig Mal einen Einblick in das finale Werk.

Beethoven-KI-Sinfonie

Mensch und Maschine arbeiten „Hand in Hand“

Aus Anlass des Beethoven Jubiläums hatte die Telekom im Frühjahr 2019 ein Team internationaler Musik- und KI-Experten aufgestellt, um die unvollendete 10. Sinfonie Beethovens mit Hilfe von KI zu Ende zu komponieren. Ein – auch in Fachkreisen - kontrovers diskutiertes Experiment, das die Frage beantworten sollte, ob Algorithmen kreativ sein und den Menschen in der Kunst ersetzen können.

Kontrovers diskutiert wird sicherlich auch das nun vorliegende Ergebnis in der Öffentlichkeit werden. Davon ist Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, überzeugt: „Das Ergebnis für mich etwas Großartiges, weil die Maschine und der Mensch etwas Neues geschaffen haben. Aber das Ergebnis muss man einordnen. Beethoven hat in seiner Zeit gelebt. Beethoven hat in einer Gesellschaft gelebt, die durch Kriege, durch Not, aber auch durch viel Liebe und Empathie geprägt waren. Das kann keine Maschine heute. Aber die Maschine versteht Musik und kann diese weiterentwickeln, nicht aber den Zeitgeist, das Thema sozusagen, in die Musik integrieren.“

Die Geschichte der 10. Sinfonie

Kurz vor seinem Tod begann Beethoven die Arbeit an der 10. Sinfonie, die er jedoch niemals vollenden konnte. Unter der Leitung von Dr. Matthias Röder, Geschäftsführer Karajan Institut, entwickelten Experten aus den Bereichen KI und Musikwissenschaft die „Beethoven-KI“. Diese ‚versteht‘ den Stil Beethovens. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt u.a. durch Prof. Dr. Christine Siegert, Leiterin der Forschungsabteilung des Beethoven-Hauses.

Die KI wurde nicht nur mit Kompositionen Beethovens sowie seine Notizen zur 10. Sinfonie ‚gefüttert‘, sondern auch mit den Werken der Komponisten und Musiker, die Beethoven während seiner Lebzeiten nachweislich inspirierten und beeinflussten wie beispielsweise Johann Sebastian Bach. Im Wechselspiel mit den Experten hat der Algorithmus dann Beethovens letztes und unvollständiges Werk fortgeschrieben. Diese Notation übertrugen der Komponist Walter Werzowa, die Musiker und ihr Dirigent in ein lebendiges Werk.

Die Uraufführung live erleben

Die Uraufführung findet am 9. Oktober im Forum der Telekom in Bonn statt.

Über den Sender #dabeiTV auf MagentaTV sowie kostenlos bei MagentaMusik 360 wird das Event live ausgestrahlt. 

BMG veröffentlicht das Album „Beethoven X – The AI Project” weltweit am 8. Oktober als CD und Stream/Download (ebenfalls in Dolby Atmos) auf allen digitalen Plattformen. 

Über die Deutsche Telekom: Konzernprofil

Die-Unvollendete

Beethovens Unvollendete

Die Telekom wagt ein Experiment: Mit künstlicher Intelligenz soll eine mögliche Version von Beethovens 10. Sinfonie komponiert werden.

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