Medien

Abir Kassis Krause

0 Kommentare

  • Souveräne KI-Infrastruktur trifft auf 140.000 vernetzte Industrieunternehmen
  • KI-Agenten übernehmen zentrale Aufgaben entlang der gesamten Lieferkette
  • Betrieb in Deutschland unter höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards
260616-SupplyOn

SupplyOn und T-Systems vernetzen Lieferketten mit KI.

Telekom-Tochter T-Systems und SupplyOn starten eine strategische Partnerschaft für den Einsatz von KI in industriellen Lieferketten. Dafür verbindet SupplyOn als Europas größtes industrielles Lieferkettennetzwerk seine Plattform mit der Industrial AI Cloud von T-Systems. Unternehmen können dadurch Beschaffungs-, Logistik- und Lieferantenprozesse mithilfe von KI automatisieren und beschleunigen – bei voller Kontrolle über ihre Daten. So entsteht eine leistungsfähige und souveräne KI-Plattform für die digitale Zusammenarbeit von Herstellern und Lieferanten. 

Die Partnerschaft reagiert auf die wachsende Komplexität globaler Lieferketten. Unternehmen müssen schneller entscheiden und gleichzeitig steigende regulatorische Anforderungen erfüllen. Die Kombination aus KI und souveräner Infrastruktur schafft dafür die technologische Grundlage. 

Die KI-Prozesse laufen auf der Industrial AI Cloud von T-Systems. Sensible Einkaufs-, Produktions- und Lieferantendaten bleiben damit unter europäischer Kontrolle und werden nach strengen Datenschutz- und Sicherheitsstandards verarbeitet. So können Unternehmen die Potenziale von KI nutzen und gleichzeitig Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität erfüllen. 

KI für die industrielle Zusammenarbeit 

SupplyOn digitalisiert mit seiner Plattform die Zusammenarbeit von rund 140.000 Unternehmen in mehr als 100 Ländern. Hersteller und Lieferanten steuern darüber zentrale Prozesse entlang ihrer Lieferketten. Dazu zählen Beschaffung und Lieferantenmanagement ebenso wie Qualitätssicherung, Logistik und Risikomanagement.  

Durch die Anbindung an die souveräne Infrastruktur von T-Systems können Unternehmen künftig KI-Anwendungen direkt in bestehende Lieferkettenprozesse integrieren.  

Die nächste Generation der Lieferkette  

Für SupplyOn-CEO Markus Quicken ist Datensouveränität über Unternehmensgrenzen hinweg die zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI: „Supply Chains sind heute globale Wertschöpfungsnetzwerke. Entscheidend ist, dass Unternehmen, Lieferanten und Partner auf einer gemeinsamen, vertrauenswürdigen Datenbasis zusammenarbeiten können.“ 

Dr. Ferri Abolhassan, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems, sieht in der Partnerschaft einen strategischen Vorteil für die deutsche Industrie: „KI wird zum Betriebssystem der Wirtschaft. Wer das Potenzial dieser Technologie ausschöpfen will, muss die Kontrolle über seine Daten, Anwendungen und Prozesse behalten. Genau dafür schaffen wir zusammen mit SupplyOn die Voraussetzungen: mit souveränen und sicheren digitalen Infrastrukturen, die Innovation ermöglichen, ohne Abhängigkeiten zu schaffen.“ 

Erster Anwendungsfall für SupplyOn: KI im Einkauf  

SupplyOn nutzt die Industrial AI Cloud zum Beispiel für ihr neues Produkt „AI-native Sourcing“. Unternehmen sollen entlang der gesamten Lieferkette Zugang zu souveräner Rechenleistung erhalten. KI-Agenten sollen Einkaufsabteilungen im Beschaffungsprozess unterstützen und Aufgaben wie die Lieferantenauswahl, die Bewertung von Angeboten oder die Vorbereitung fundierter Einkaufsentscheidungen übernehmen.  Sämtliche KI-Prozesse werden dabei vollständig souverän im Münchner KI-Rechenzentrum der Telekom ausgeführt. 

Mit der strategischen Partnerschaft legen T-Systems und SupplyOn den Grundstein für weitere KI-gestützte industrielle Anwendungen. Nach dem Start von AI-native Sourcing sollen künftig auch Planung, Qualitätssicherung, elektronische Rechnungsverarbeitung und Risikomanagement durch KI-Agenten unterstützt werden. 

Die Industrial AI Cloud wächst weiter 

Die Integration von SupplyOn erweitert das Ökosystem der Industrial AI Cloud um eine führende Plattform für die digitale Zusammenarbeit in globalen Lieferketten.  Inzwischen setzen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen auf die souveräne Plattform für anspruchsvolle KI-Anwendungen: EDAG, Agile Robots, Wandelbots und PhysicsX entwickeln die nächste Generation industrieller KI und Robotik. Noxtua entwickelt eine Legal AI zur Analyse von mehr als 60 Millionen juristischen Dokumenten. SOOFI trainiert ein Sprachmodell mit 100 Milliarden Parametern. Quantum Systems baut und steuert autonome Systeme mit großem Datenverbrauch.  

Mit diesen und künftigen Partnern wächst die KI-Fabrik zu einer Plattform für Anwendungen, die höchste Rechenleistung verlangen, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Datensouveränität einzugehen. 

Das Fundament für industrielle KI in Europa

Die Industrial AI Cloud ist eine souveräne KI-Infrastruktur für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und den öffentlichen Sektor. Sie bietet leistungsstarke Rechenkapazitäten für die Entwicklung, das Training und den Betrieb anspruchsvoller KI-Anwendungen und verbindet hohe Performance mit europäischer Datensouveränität. Die Plattform ist DSGVO-konform, US-Cloud-Act-resistent und steht vollständig unter europäischer Datenkontrolle. T-Systems betreibt die Anlage in München seit Februar 2026 mit 10.000 NVIDIA-Blackwell-GPUs, 0,5 ExaFLOPS Rechenleistung und 20 Petabyte Speicherkapazität. Die Inbetriebnahme erhöhte die verfügbare KI-Rechenkapazität in Deutschland um rund 50 Prozent. 

Über die Deutsche Telekom: Deutsche Telekom Konzernprofil

Gruppenfoto mit Tim Höttges, Dieter Reiter, Markus Söder, Lars Klingbeil und anderen.

Europas erste KI Fabrik

Informationen für Medien zur Industrial AI Cloud.