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Sicherer kommunizieren mit WhatsApp & Co

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Die Kommunikation per WhatsApp und über andere Messenger hat die klassische SMS fast verdrängt. Familien, Schulklassen, ja selbst Vereine organisieren ihr Zusammenleben damit und tauschen Nachrichten aus. 

WhatsApp, das ohne Zweifel in Deutschland zu den populärsten Programmen dieser Art gehört, stand unmittelbar nach seiner Vorstellung häufig in der Kritik von Sicherheitsexperten. Inzwischen haben die Entwickler aber eine Menge verändert und beispielsweise eine standardmäßige Verschlüsselung der Gespräche und Chats eingerichtet. 

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Immer noch kritisch ist allerdings, dass bei der Nutzung von WhatsApp dem Anbieter alle Kontakte und Kommunikationsbeziehungen offengelegt werden, damit der Dienst funktioniert. Seit Mai 2018 teilt WhatsApp in seinen FAQs mit, dass es in Deutschland Daten wie die bei der WhatsApp-Registrierung genutzte Telefonnummer, zahlreiche Infos zum genutzten Gerät und einige Nutzungsinformationen mit Facebook teilt.

Darüber hinaus ist WhatsApp daran interessiert, Metadaten auszuwerten, und kann dann sogenanntes Profiling betreiben, also Benutzerprofile erstellen.

Dieser Punkte muss sich jeder Nutzer von WhatsApp bewusst sein. Wer den Messenger nutzen möchte, sollte einige Grundregeln für mehr Sicherheit bei der Kommunikation beherzigen. 

Tipps für mehr Sicherheit beim Nachrichtenversand

  • Deaktivieren Sie Funktionen wie „Zuletzt online“ oder „Lesebestätigung“, um das eigene Verhalten nicht transparent zu machen. Sie finden diese Optionen bei WhatsApp unter „Einstellungen“, „Account“, „Datenschutz“.
  • Beschränken Sie die Sichtbarkeit Ihres Profilbildes. Dies erreichen Sie ebenfalls im Abschnitt „Datenschutz“. Jemand muss lediglich Ihre Mobilrufnummer kennen, um dadurch mehr über Sie herauszufinden.
  • Reagieren Sie nicht auf „Spam-Nachrichten“. Es gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie beim Erhalt einer E-Mail eines Unbekannten. Ein Klick kann bereits genügen, um die eigene Privatsphäre in Gefahr zu bringen. 
  • Aktualisieren Sie die App regelmäßig. Nur so verhindern Sie, dass auf Ihrem Smartphone Sicherheitslücken ausgenutzt werden können . 
  • Nutzen Sie eine Antivirensoftware für das Smartphone. Es gab in der Vergangenheit schon gezielte Attacken auf die Software von WhatsApp. 

Kennen Sie diese Alternativen zu WhatsApp?

Wenn Sie mit Ihren Kontakten vertrauliche Informationen austauschen wollen oder müssen, zum Beispiel Informationen über Kunden, gehören Sie zum Anwenderkreis mit einem besonders ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis. In diesem Fall bieten sich Alternativen zu den besonders populären Messengern an, die nicht nur auf verschlüsselte Nachrichten Wert legen, sondern auch keine Daten über die Nutzer sammeln. In Vergleichstests (unter anderem der Stiftung Warentest) konnten in der Vergangenheit immer wieder überzeugen:

Die Apps sind alle weniger verbreitet und nicht so bekannt. Deswegen muss man seine Kommunikationspartner erst vom Einsatz überzeugen. Aber wenn wirklich wichtige und vertrauliche Dinge zu besprechen sind, können diese Messenger sogar sicherer als E-Mails sein.

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