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Nicole Schmidt

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100 Tage Corona-Warn-App: Läuft bei uns!

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Nein, das ist kein Jubelartikel. Das ist eine kritische Bilanz nach 100 Tagen Corona-Warn-App – aber eine, die sich sehen lassen kann.

100-Tage-Corona Warn-App

In nur 50 Tagen haben SAP und Deutsche Telekom die Corona-Warn-App programmiert. Allein in den ersten 24 Stunden nach App-Start gab es sechs Millionen Downloads, insgesamt über 18,4 Millionen Downloads in 100 Tagen. Dann ist also alles gut? Aber warum wird dann noch gemeckert? Gehen wir mal der Reihe nach.

  1. Verbreitung: Mit aktuell mehr als 18,4 Millionen Downloads hat die deutsche Corona-Warn-App mehr Downloads als ihre Pendants in allen europäischen Ländern zusammen.  Kritiker sagen: Downloads sind nicht Nutzer. Das stimmt. Aktuell gehen wir von 15 Millionen aktiven Nutzern aus. Auch diese Zahl ist eine echte Hausnummer und kann sich sehen lassen.
  2. Funktionsweise: Die App ist eine doppelte Premiere. Wir haben erstens das neue Exposure Notification Framework von Google und Apple, eine spezielle Schnittstelle für Corona-Warn-Apps, integriert. Wir haben zweitens gezeigt, dass Bluetooth als Mittel zur Bestimmung von Abständen funktioniert und damit wichtige Grundlagenforschung ermöglicht, auf deren Basis weitere Verbesserungen möglich sind. Das ist digitale Pionierarbeit von SAP und Telekom.
  3. Fehler: Fehler? Ja, hat es gegeben. Wir hatten Probleme im Zusammenspiel mit den Betriebssystemen von Google und Apple, verwirrende Bildschirmeinblendungen und Fehlermeldungen. Mit partnerschaftlichem Engagement, schnellen Updates und Hotfixes haben wir das meiste nach 24 Stunden wieder in den Griff bekommen. Als Konsequenz daraus testen wir noch intensiver. In einem eigenen Testcenter in Dresden wird die Corona-Warn-App rund um die Uhr auf verschiedensten Smartphone-Modellen mit Argusaugen überprüft. Trotzdem ist auch für die Zukunft nicht auszuschließen, dass es im komplexen Zusammenspiel von App, Exposure Notification Framework und jeweiligem Betriebssystem zu Rucklern kommen kann. Denn es gilt, siehe oben, digitale Pionierarbeit! Aber das SAP-Telekom-Team arbeitet weiter daran, die App robuster zu machen. So läuft agile Softwareentwicklung eben ab. Es gibt kein fertiges Produkt und dann werden die Hände in den Schoß gelegt, sondern es wird weiter gefeilt. Sozusagen jeden Tag ein bisschen besser.
  4. Warnungen: Tja, das ist der Punkt, an dem sich einige festbeißen. Wie viele Nutzer über die App gewarnt worden sind, kann niemand sagen. Das ist aber kein Fehler der App, sondern die Folge des eingebauten Datenschutzes. Die App sollte – so haben es sich weite Teile der Bevölkerung gewünscht – die Identität der Nutzer und ihre persönlichen Daten verlässlich schützen. Das ist der Fall und gerade hat noch einmal der Bundesverband für Verbraucherschutz festgestellt, dass die Corona-Warn-App eine „Vorzeigeprojekt in Sachen Datenschutz“ ist. Als Konsequenz gibt es keine Möglichkeit, in das System hineinzuschauen und mitzuzählen, auf wie vielen Smartphones der Algorithmus der App eine Risikowarnung ausgelöst hat. Aber wir sehen auf social media und in Lokalzeitungen vermehrt Berichte darüber, dass App-Nutzer gewarnt wurden. Es muss sich also niemand sorgen - die Warnung per App funktioniert.

In der Summe dieser Punkte ist mein Fazit 100 Tage nach Start eindeutig positiv. Die App läuft bei uns - und hoffentlich auch bei vielen weiteren neuen Nutzern. Lassen Sie sich nicht von Kinderkrankheiten irritieren. Helfen auch Sie mit, die Pandemie zu bekämpfen und nutzen Sie die Corona-Warn-App!
 

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Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist gestartet. Entwickelt wurde sie von Telekom und SAP im Auftrag der Bundesregierung.

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