Blog.Telekom

Nicole Schmidt

3 Kommentare

So testen die Fehlerjäger der Telekom die Corona-Warn-App

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Mitte Juni ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung gestartet. Umgesetzt haben sie die beiden Partner SAP und Deutsche Telekom. Inzwischen läuft die App auf 17 Millionen Geräten. 

Dresdener Testcenter

Im Dresdener Testcenter haben die Fehlerjäger die Corona-Warn-App auf Dutzenden verschiedener Smartphones rund um die Uhr im Blick.

Die 17 Millionen bestehen aus iPhones von Apple und Android-Geräte verschiedenster Hersteller, jeweils mit diversen unterschiedlichen persönlichen Einstellungen. Trotz sorgfältiger Programmierarbeit sind Ruckler dabei nicht ausgeschlossen. Die Corona-Warn-App ist Teil eines komplexen technologischen Gesamtsystems mit völlig neuer Schnittstelle, das sich aber mit fortlaufender Zeit immer besser einspielt. Täglich arbeiten wir daran, die App weiter zu verbessern. Das ist etwas, was in der Welt der Software völlig üblich ist. Selbst die erfolgreichsten Apps haben ein bis vier Releases pro Monat und mit jedem Release werden nicht nur neue Funktionen eingeführt, sondern auch Fehler behoben.

Ein Teil der Optimierungsarbeit findet im Testcenter der Telekom in Dresden statt. Hier klopfen die Fehlerjäger verschiedene Funktionalitäten an Dutzenden der gängigsten Smartphone-Typen ab. Das geschieht mit automatisierten Tests. So können in möglichst kurzer Zeit viele Punkte gecheckt werden. Klassisches Beispiel ist der Download: Bei welchen individuellen Einstellungen an den Geräten (Akkueinstellungen, Hintergrundaktualisierung an/aus etc.) kommt es zu Schwierigkeiten bei der App-Installation? Die Fehlerjäger überwachen das Zusammenspiel aller Bestandteile in der Praxis und können unvorhergesehene Funktionseinschränkungen – egal woher sie stammen – schneller aufgreifen. Wichtig ist aber auch der umgekehrte Weg, nämlich das Reproduzieren von Problemen, die die Nutzer gemeldet haben. 

Denn nur wenn sich ein Fehler nachahmen lässt, kann auch ein Weg zur Lösung gefunden werden. Aktuelles Beispiel ist ein Problem nach dem iOS 1.2.0-Update: Vermehrt berichteten Nutzer über App-Abstürze nach dem Release-Update. Die Analyse der Fehlermeldung ergab, dass bei diesen Geräten die Hintergrundaktualisierung während des Updates ausgeschaltet war und damit einen App-Absturz auslöste. Flugs programmierte das Entwicklerteam von SAP und Telekom einen sogenannten Hotfix zur Behebung. Nur wenige Stunden später stand dieser schon im App-Store für die betroffenen Nutzer bereit.

Am besten funktioniert die Corona-Warn-App, wenn man folgende Hinweise beherzigt:
Aktuelle Software laden (1.2.1 Android bzw. 1.2.1 iOS)
Betriebssystem regelmäßig aktualisieren (iOS 13.6.1 bzw. Android 6 mit Google Play Services)
Hintergrundaktualisierung immer einschalten und kontrollieren 
App sicherheitshalber täglich einmal nach Ablauf von 24 Stunden öffnen.

Corona-App-1

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist gestartet. Entwickelt wurde sie von Telekom und SAP im Auftrag der Bundesregierung.

FAQ