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Stephan Broszio

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Vielfalt statt Abhängigkeit

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Ein Technologiekonzern wie die Telekom braucht starke große und kleine Partner. Partner, die Verlässlichkeit bieten, Partner, die für Innovationen stehen. Partner, die sich im Wettbewerb beweisen müssen. Davon profitieren letztlich wir genauso wie unsere Partner. Wie sieht das im Einzelnen aus und welche Wirkungen erzielt dies. 12 Fakten: 

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Ein Technologiekonzern wie die Telekom braucht starke große und kleine Partner.

12 Fakten

  1.  Die Telekom setzt seit langem auf eine sogenannte Multi Vendor-Strategie. Wir kaufen also bei einer Vielzahl verschiedener Hersteller ein, um nicht in Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu gelangen. Darunter große Namen wie Cisco, Juniper, Nokia, Ericsson und Huawei, aber auch kleinere Anbieter.

  2. Im Detail bedeutet das für die europäischen Telekom-Töchter einschließlich Deutschland: 30 Prozent  unserer Technik-Einkäufe entfallen auf amerikanische Hersteller, und  25 Prozent jeweils auf europäische und chinesische Hersteller. Die restlichen Prozente entfallen auf asiatische bzw. kleine lokale Anbieter. 

  3. Dank unserer Multi Vendor-Strategie gibt es keinen dominanten Ausrüster für das Gesamtnetz. 

  4. Die Hersteller-Auswahl im Antennen-Zugangsnetz ist beschränkt. Aufgrund der gerade in Europa weit verbreiteten energiesparenden SRAN-Technologie im Antennennetz können 5G-Komponenten nur auf 4G-Komponenten desselben Herstellers aufgesetzt werden. Deshalb setzt die Telekom für den 5G-Ausbau im Antennennetz auf die Bestandslieferanten Ericsson und Huawei. 

  5. Auch im Antennennetz wollen wir mehr Auswahl. Um mittelfristig mehr Komponentenvielfalt im Netz zu gewährleisten und zwischen mehreren Herstellern wählen zu können, unterstützt die Telekom daher die so genannte Open-RAN-Initiative.

  6. Die Deutsche Telekom hat bei mehreren Gelegenheiten gesagt, dass wir chinesische Ausrüster im Mobilfunk-Kernnetz herausnehmen.

  7. Fakt ist, das die Umsätze der Deutschen Telekom mit Huawei in den vergangenen 3 Jahren rückläufig sind. 

  8. Wir zeigen unseren Zulieferern, was wir vorhaben. So teilen wir unsere 5G-Ausbauplanungen selbstverständlich mit unseren Zulieferern, damit diese ihrerseits den Ausbau planen und die Ressourcen wie Equipment, Techniker etc. bereitstellen können.

  9. Und wir wollen Wettbewerb. Grundsätzlich ist es immer unser Anspruch, Technologie-Führer zu sein. Diesen Anspruch teilen wir allen Herstellern immer wieder mit. Selbstverständlich sind alle unsere Vereinbarungen wettbewerbsrechtlich sauber und juristisch geprüft.

  10. Wir haben eine Sorgfaltspflicht, um den sicheren und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Daher befragen wir aufgrund der geopolitischen Situation sowie der Covid 19 Krise alle unsere großen Hersteller regelmäßig im Detail nach ihrer Lieferfähigkeit. Zumal auch bekannt ist, dass alle westlichen Hersteller in China produzieren. 

  11. Open Source Software ist wichtig. Das Betriebssystem der Open Telekom Cloud beruht auf Open Stack, einer Open Source Software. Der Cloud-Service ist damit grundsätzlich unabhängig vom Hardwarehersteller. Die Open Telekom Cloud ist ein Produkt der T-Systems International. T-Systems erbringt das Produktmanagement, Betrieb und Service der Plattform. Huawei liefert vorkonfigurierte Standard x86 Server zu. 

  12. Die Telekom befürwortet generell den Experten-Vorschlag zur Prüfung kritischer Ausrüstung durch unabhängige Sachverständige: Egal von welchem Hersteller und aus welchem Land Hardware oder Software kommen, gehören kritische Elemente zertifiziert und im Detail geprüft. Das folgt unserem seit langem etablierten Prozessen in Bereichen mit hohen Sicherheitsanforderungen.
     

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Die Telekom investiert jedes Jahr mehrere Milliarden Euro in den Netzausbau.

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