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Georg von Wagner

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6.600 Kilometer Glasfaser: Einmal von Vorpommern-Rügen nach Mumbai

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6.600 Kilometer: das entspricht ungefähr der Entfernung von Stralsund im norddeutschen Landkreis Vorpommern-Rügen bis ins indische Mumbai. So lang sind die Glasfaserleitungen, die die Telekom seit 2018 bei ihrem größten geförderten Glasfaser-Ausbauprojekt verlegt hat – allerdings nicht bis nach Indien, sondern im kompletten Landkreis Vorpommern-Rügen.

Ein Pressesprecher der Telekom steht mit einem Mikrofon neben einer Kuh.

Da staunt selbst die Kuh nicht schlecht: fast 24.000 Haushalte in Vorpommern-Rügen wurden bereits mit Glasfaser versorgt.

Rund 37.000 Haushalte, Unternehmen und Schulen profitieren von dem Mammut-Projekt, das sich jetzt dem Ende entgegenneigt. Rund 300 Kilometer Glasfaserleitungen kommen noch dazu. Insgesamt sind es dann 6.900 Kilometer – oder einmal von der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten bis nach Chicago in den USA. 

Darum geht es

Ländlicher Raum und schnelles Internet sind kein Widerspruch. Das wissen die Menschen hier vor Ort spätestens seit 2018, als das Großprojekt der Telekom ins Rollen kam – unter Mithilfe von Konzernchef Tim Höttges, der beim Baubeginn selbst tatkräftig mit anpackte. Für den Landkreis Vorpommern-Rügen mit seinen rund 225.000 Einwohnern, der bisher vor allem für Kultur, Natur und Tourismus steht, ist der Glasfaserausbau eine Riesenchance, auch ein attraktiverer Wohn- und Arbeitsort zu werden.

Wolfram Roehl, Breitbandbeauftragter des Landkreises, äußert sich mehr als zufrieden über die Zusammenarbeit mit der Telekom: „Die Resonanz ist wirklich eine sehr gute. Und wir sehen natürlich die Riesenvorteile, die wir dadurch haben. Wir haben dann ein schönes, nachhaltiges Netz, mit dem wir sicher in die Zukunft gucken und unseren Landkreis digital auf die eigenen Füße stellen können.“

Das ist der Stand

Torsten Matheus ist als Ausbaukoordinator der Telekom im Landkreis Vorpommern-Rügen der Herr der Zahlen: „Von den geplanten 1.260 Netzverteilern haben wir bis jetzt 1.072 gebaut. Das sind ungefähr 1.670 Kilometer Tiefbau.“

Die 1.900 Kilometer, die die Telekom insgesamt schaffen muss, rücken also immer näher. Und von den 6.900 Kilometern Glasfaser, siehe Chicago und Mumbai, sind bereits 6.600 Kilometer unter die Erde gebracht. Für die Menschen im Landkreis zählt aber eher ganz konkret die Versorgung der Haushalte. „Wir haben von den 37.000 Adressen, die insgesamt in dem ganzen Projekt enthalten waren, mittlerweile 17.800 Adressen buchbar gemacht. Das entspricht ungefähr 24.000 Haushalten.“ sagt Matheus.

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Telekom-Chef Höttges beim Baustart für den Glasfaser-Ausbau auf einer Trenching-Maschine.

So geht es ins Finale

Bevor das schnelle Netz die Menschen verbindet, schweißen die Telekom-Systemelektronikerin Michelle Bleeck und ihre Kolleg*innen Nicole Lewering, Jan Plagens und Kevin Zieske in der Gemeinde Süderholz hauchdünne Glasfasern zusammen. Dabei werden die Fasern  millimetergenau genau vom Glasfaser-Spleißgerät aneinander ausgerichtet. Auf einem Bildschirm können sie dann sofort sehen, ob das Lichtsignal verlustfrei fließt.

Solche Arbeiten laufen derzeit noch im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen – der ist etwa so groß wie ein ganzes Bundesland: das Saarland. Wegen des enorm hohen Aufwandes wird derzeit in einem Änderungsvertrag mit dem Landkreis festgehalten, dass die Arbeiten bis 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein müssen. Torsten Matheus: „Die Restarbeiten sind Tiefbau, aber das meiste haben wir jetzt mit den Hausanschlüssen zu tun. Das heißt, jeder bekommt seine Kiste in den Keller, um dann auch den Glasfaseranschluss nutzen zu können.“

So profitieren die Bürger vom neuen Glasfasernetz

225.000 Einwohner im Landkreis Vorpommern-Rügen – im Prinzip können sie alle vom schnellen Internet der Telekom profitieren. Aber gerade bei jungen Kunden wie dem 33-jährigen Diplom-Finanzwirt Georg Günther ist die Vorfreude auf die neuen Anschlüsse besonders groß: „Das ist einfach so wichtig wie das Leitungswasser, wie die Wärme aus der Heizung.“ Ihm fallen viele spannende Nutzungsmöglichkeiten ein: „Insgesamt für die Nutzung der Schul-Cloud, im Home Office – oder um abends einfach mal entspannt einen Film zu schauen.“

Auch die Wirtschaft in der Region ist auf das schnelle Netz angewiesen, wie Robert Seidemann erklärt, Standortleiter Süderholz des Akku- und Batterieherstellers Akkusys: „Das Internet ist für uns quasi das Tor zur Welt. Akkusys agiert europaweit, wir setzen hier täglich 20 bis 40 Tonnen Ware um. Da erwarten unsere Kunden, dass es schnell geht. Und dafür ist eine schnelle Internetverbindung lebensnotwendig.“ 

Luftaufnahme mit dem Servicemobil der Telekom

Das Netz ist da - das Servicemobil kommt.

So können sich Kunden und Interessenten informieren

Vor drei Jahren rollten im Landkreis Vorpommern-Rügen die Bagger der Deutschen Telekom an. Und weil bei dem Riesen-Projekt mittlerweile das Ende in Sicht ist, rollt jetzt das magentafarbene Servicemobil in die Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten.

Hier erhalten Kunden und Interessenten auf dem Parkplatz am Markt alle Informationen, die sie zum Glasfasernetz im Landkreis und zu den Produkten und Tarifen der Telekom benötigen. Am 3. und 4. Juni 2021 sowie am 29. und 30. Juli 2021 erfahren die Bürger hier jeweils von 10 bis 18 Uhr unter anderem, dass sie mit den neuen Glasfaseranschlüssen ein Fernsehbild empfangen können, das mindestens so scharf ist wie indisches Curry aus Mumbai.
 

Alle Infos zum Großprojekt gibt es im Video:

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Strand und Meer auf Rügen

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Sandra Rohrbach

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