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5G: „Wir sind schon mittendrin“

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Der 5G-Countdown läuft. Die Telekom setzt ihren Fokus beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona auf den Kommunikationsstandard der nächsten Generation. Bei Augmented Reality (AR) kooperiert die Telekom mit ZEISS, um smarte Brillen und AR-Technologie weiter voranzutreiben. 

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Tim Höttges und Claudia Nemat beim MWC 2017

Brille mit Zukunft auf der Pressekonferenz mit Tim Höttges und Claudia Nemat. Das zukünftige 5G-Netz ist eine entscheidende Basis für einen Erfolg von Smart Glasses und Augmented Reality.  

„Mit 5G erreichen wir eine neue Stufe der Vernetzung. Neben Milliarden Menschen brauchen künftig mindestens 50 Milliarden Dinge den Zugang zum Netz“, sagte Tim Höttges vor rund 100 Journalisten am Telekom-Stand in Barcelona. „Viele Bereiche des täglichen Lebens werden ihr maßgeschneidertes Netz bekommen: enorme Bandbreite für die Unterhaltung, superschnelle Reaktionszeiten für Autos oder Roboter und die langlebige Schmalbandverbindung für den Parksensor oder den Mülleimer.“

Vollgas für 5G

Unter dem Motto „5G FOR GOOD“ präsentiert der Konzern in Barcelona, wie die neue Technik vom Labor auf die Straße kommt. Für die Industrie ist es von erheblicher Bedeutung, dass die niedrigen Reaktionszeiten des Netzes nicht nur einmal erreicht, sondern verlässlich garantiert werden. Diese garantierte Latenz (Verzögerung) ist eine der herausragenden 5G-Eigenschaften. Die Telekom schafft es nun, niedrige Reaktionszeiten im 5G-Netz stabil zu garantieren, wie sie in Barcelona an einem Industrieroboter demonstriert. Dessen Reaktionszeit beträgt immer exakt acht Millisekunden. Je nach Bedarf und Servicelevel kann die 5G-Latenzzeit flexibel gewählt werden. Weitere 5G-Eigenschaften sind die genaue Positionierung, die Verlagerung von Rechenleistung in das Netz, eine hohe Bandbreite und eine Integration von Festnetz und Mobilfunk.

Maschinenwartung über Kontinente hinweg

Mit ihrem südkoreanischen Partner SK Telecom (SKT) zeigt die Telekom das erste globale Network Slicing über die Grenzen von Kontinenten hinweg. Dabei werden über eine neue Roaming-Variante die „Slices“ des Heimatnetzes auch im Gastnetz abgebildet. Globale Industrieunternehmen können so Maschinen über Kontinente hinweg warten oder Augmented Reality-Anwendungen für die Kommunikation ihrer Service-Mitarbeiter nutzen.
 „5G ist viel mehr als nur Geschwindigkeit. 5G ist ein Zehnkampf und den gewinnt man nicht allein im Sprint“, resümierte Claudia Nemat, Vorstand für Technologie und Innovation. „5G wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Es wird Dinge möglich machen, die für uns heute unvorstellbar sind. Wir sind bereit, diese Veränderungen aktiv mitzugestalten.“

Netzausbau in acht Ländern für Narrowband-IoT

In Richtung 5G macht die Telekom den Weg für das Internet der Dinge mit einer schmalbandigen Funktechnologie (NarrowBand-IoT) frei. Das Netz wird aufgerüstet für Sensoren, die zum Beispiel freie Parkplätze anzeigen oder den Füllstand von Mülleimern durchgeben. Und das alles mit einer niedrigen Datenübertragungsrate bei extrem langen Laufzeiten der Batterie von bis zu zehn Jahren. Den Ausbau von Netztechnik für diese Schmalband-Anwendungen startet die Telekom in den kommenden Wochen in Deutschland und den Niederlanden. 

Schmalband-Kommunikation startet

In Griechenland, Polen, Ungarn, Österreich, der Slowakei und Kroatien plant die Telekom im Jahresverlauf, ihre bereits bestehende NarrowBand-IoT-Netzabdeckung auf weitere Städte zu erweitern. Claudia Nemat: „Auf dem Weg zu 5G spielt die Kommunikation mit und unter Sensoren in diesem Jahr eine Hauptrolle. Die Kommerzialisierung des Internets der Dinge über Schmalband-Kommunikation geht jetzt los.“ Ebenso wichtig in der Zukunft: Sicherheit. So hat die Telekom im Schulterschluss mit SKT eine Intiative gestartet, die die Welt von übermorgen sicherer machen soll. 

Partnerschaft für Smart Glasses mit ZEISS 

Einer der großen Trends der Zukunft werden Smart Glasses und Augmented Reality (AR) sein. Das zukünftige 5G-Netz ist eine entscheidende Basis für einen Erfolg dieser Technologie. Um hier die Grundlagen zu legen, hat die Telekom eine Kooperation mit  ZEISS vereinbart. Ziel ist es, das Anwendungspotenzial und die Zukunft von Smart Glasses auszuloten und voranzutreiben. 

ZEISS hat als Unternehmen für Optik und Optoelektronik den Prototypen eines optischen Systems entwickelt, das tragbare und modische Datenbrillen möglich macht. Bei einer Datenbrille wird im Blickfeld des Trägers ein Daten- und Informationsfeld eingeblendet. Wie auf einem „fliegenden Bildschirm“ werden vor einem Auge in diesem Feld Infos, Apps, Bilder und anderes eingespielt. Die Telekom wird die Technik für die direkte Netz- und Cloudanbindung der Datenbrillen liefern.

Brille statt Smartphone

Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf der Forschung, wie die aktuell noch im Wearable eingebaute Technik zukünftig teilweise in die Cloud ausgelagert werden kann. Auf diese Weise würde die smarte Brille wie eine ganz normale Brille aussehen. Um Datenbrillen aber wirklich nutz- und marktfähig werden zu lassen, sind noch Anstrengungen in vielen Bereichen notwendig: in Hard- und Software, bei Displays, Applikationen, User Interfaces und Konnektivität. Diese Dinge wollen beide Unternehmen gemeinsam anstoßen. „Das Smartphone ist heute die Anwendung für den schnellen, mobilen Internetzugang. Diese Position könnten ihm künftig andere Geräte wie smarte Brillen streitig machen“, so Tim Höttges. „Die Optik von ZEISS und das Netz der Telekom schaffen die Basis für eine smarte Brille. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen gewinnen und die Möglichkeiten von AR vorantreiben.“



Symbolbild MWC 2017

Special MWC

Die Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress.

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