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Alles wird schlauer

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Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung, mit dem die Informatisierung klassischer Industrieproduktionen vorangetrieben werden soll.

Computerhand und Menschenhand nähern sich an

Der schwäbische Industrieelektronikspezialist Schildknecht AG setzt den Kurznachrichtendienst ein, um Maschinen mit Menschen kommunizieren zu lassen und beide schlauer zu machen.

​​​​​​​Strategisches Ziel ist die intelligente Fabrik, die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden, Belegschaft und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Technologische Basis der intelligenten Fabrik ist unter anderem das Internet der Dinge.

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Die Industrie von heute ist optimal dafür getaktet, greifbare Produkte für den Weltmarkt herzustellen und diese kontinuierlich zu verbessern.

Die digitale Wirtschaft tickt anders

Die Industrie von heute ist optimal dafür getaktet, greifbare Produkte für den Weltmarkt herzustellen und diese kontinuierlich zu verbessern. Doch die digitale, vernetzte Wirtschaft tickt anders: schneller, chaotischer, unberechenbarer. Und viel näher am Kunden, als die Old-School-Economy das bislang bewerkstelligen konnte.

Die Revolution nicht verpassen

Für diese Situation fand Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Hannover Industriemesse 2015 deutliche Worte. Europa dürfe, so die Kanzlerin zur Eröffnung, die vierte industrielle Revolution nicht verpassen. Nicht nur die deutsche Wirtschaft müsse sich sputen, sondern es sei auch mehr Innovationskraft gefragt. Denn schon 90 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums fänden außerhalb der EU statt. Noch deutlicher wurde Telekom-Chef Timotheus Höttges. Er warnte öffentlich vor einem "digitalen Debakel“, falls Europa die Vernetzung der Wirtschaft nicht vorantreibe. Mit der Konsequenz: Statt Industrie 4.0 drohe der kontinentalen Wirtschaft die Industrie 0.0.

Neue Kundenerlebnisse schaffen

Um dieses Tempo mitzugehen, müssen ganze Branchen ihre IT transformieren. Denn immer häufiger werden Produkte und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Branchen in digitalen Ökosystemen zu Partnernetzwerken gebündelt, um das jeweils Beste aus ihren Welten zusammenzuführen. Beispielsweise "Arrival Control“: Um Empfängern etwa von wichtigen Bauteilen ständig die Sicherheit zu geben, dass eine Bestellung zum benötigten Zeitpunkt eintrifft, verbindet die Business-App der Deutschen Telekom den Hersteller, den Zustelldienst, gegebenenfalls den Transportversicherer und das Paket selbst mit dem Kunden.

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Vom mechanischen Webstuhl, über die Fließbandarbeit und speicherprogrammierbare Steuerung bis hin zur Smart Factory oder auch Industrie 4.0.

Auch Maschinen twittern

So ist es nachvollziehbar, dass Social Media längst auch klassische Industrieprozesse "gescheiter“ machen. Beispiel Twitter: Der schwäbische Industrieelektronikspezialist Schildknecht AG setzt den Kurznachrichtendienst ein, um Maschinen mit Menschen kommunizieren zu lassen und beide schlauer zu machen. Ob singuläre Geräte oder komplette Fertigungsstraßen – die verantwortlichen Bediener der Maschinen sind aktive Follower einer geschlossenen oder offenen Nutzergruppe, die ihre Tweets via Smartphone, Tablet oder PC lesen und verwalten. Meldet die Maschine einen Produktfehler oder warnt vor einer eigenen Störung, verläuft die Kommunikation bidirektional: Der Nutzer kann einen Tweet zurück zur Maschine schicken, um beispielsweise den Fehler zurückzusetzen. Was die Anwendung einer solchen Lösung im großen Stil erfordert, ist eine zuverlässige und sichere Vernetzung von Ende zu Ende.

Die nächste technologische Revolution

Für Reinhard Clemens "kommen die Impulse hauptsächlich aus der IT-Industrie, mit denen die nächste technologische Revolution die gesamte Industrie weltweit radikal verändern wird. Sowohl die Entstehung von Produkten als auch ihre Wertschöpfungsketten werden durch die Vernetzung von Endkunden mit der Produktion und von Maschinen untereinander völlig neu organisiert und gesteuert“. Der CEO von T-Systems ist stellvertretend für den Telekom-Konzern Mitglied im Vorstandskreis des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 der Bundesregierung.

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Die Bedeutung von Industrie 4.0 ist aus Sicht der ITK-Branche enorm gestiegen.

Neues Sicherheitsdenken

Doch wenn Chips und Sensoren die Sinnesorgane fürs Internet der Dinge werden und ganze Fabriken kommunizieren lassen, stellt sich die Frage: "Wer hört da eigentlich alles zu?“ Im Zuge von Industrie 4.0 müssen nicht mehr nur Dateien und Daten geschützt werden, sondern komplette, von Software gesteuerte Prozessketten. Besonders vor dem Hintergrund, dass Sicherheitslücken das Vertrauen in die digitale Revolution erschüttern, so Clemens.

Offensive Differenzierung

Die Chance Europas liegt darin, die Digitalisierung von vornherein mit dem Thema Sicherheit zu verknüpfen und sich im globalen Wettbewerb damit offensiv zu differenzieren. "Das Thema gehört dringend auf die Vorstandsebene“, fordert Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Clemens, "Cyber-Security, Datenschutz und Datensicherheit müssen zum festen Bestandteil des Risikomanagements von Unternehmen werden. Ratingagenturen werden sich diesen Punkt in Zukunft genau ansehen, wenn sie deren Bonität bewerten.“

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