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Einfach erklärt: Echtzeit

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Was in Echtzeit passiert, geschieht sofort. Stimmt das eigentlich? In der Informatik nicht so ganz. Dort gibt es nämlich Verzögerungen von Millisekunden oder sogar wenigen Minuten. Wie schnell es gehen muss, hängt von den Anforderungen ab – zum Beispiel in der Produktion.

Bei einer gezeichneten Uhr fehlen einige Ziffern, die durch Nullen und Einsen ersetzt werden.

In der Informatik wird dann von „Echtzeit“ geredet, wenn Prozesse in einer vorbestimmten Zeit ablaufen.

Für das Wort „Echtzeit“ liefert der Duden zwei unterschiedliche Definitionen. Eine davon lautet „Echtzeit ist die simultan zur Realität ablaufende Zeit.“ Diese Erklärung würden im Alltag wohl viele Menschen geben, wenn sie gefragt würden, was Echtzeit für sie bedeutet. In der Informatik wäre das aber nicht ganz richtig. Dort gilt: „Echtzeit ist die vorgegebene Zeit, die bestimmte Prozesse einer elektronischen Rechenanlage in der Realität verbrauchen dürfen.“ Das heißt: Was hier in Echtzeit passiert, geschieht nicht sofort, sondern „nur“ in einer vorbestimmten Zeitspanne.

Die Informatik unterscheidet dabei zwischen einer absoluten und einer relativen Echtzeit. Bei absoluter Echtzeit liegt die Datenverarbeitung im Bereich von Millisekunden, bei relativer Echtzeit kann es auch mal mehrere Minuten dauern. Das ist etwa in der Produktion sehr wichtig. Denn dort muss unterschiedlich schnell auf Fehler und Veränderungen reagiert werden. Für manche Anwendungen reicht in der Regel eine Verzögerung von einigen Minuten aus. Das ist zum Beispiel bei der Umstellung der Wochenplanung von Anlagen der Fall. Manchmal ist es aber auch wichtig, innerhalb von Millisekunden handeln zu können – besonders bei Störungen.

5G minimiert die Reaktionszeiten in Zukunft

Der neue Mobilfunkstandard 5G minimiert die Reaktionszeiten in Zukunft auf bis zu eine Millisekunde. Smart Cities oder das autonome Fahren werden damit erst so richtig möglich. Schließlich müssen Daten dann zuverlässig und so schnell wie es geht übertragen werden. Aber auch schon heute begegnen uns Echtzeit-Anwendungen fast überall. Wenn uns eine App anzeigt, um wie viele Minuten sich unser Zug verspätet, haben wir es mit Echtzeit zu tun. Gleiches gilt, wenn das Antiblockiersystem eines Autos greift oder der Airbag im Fahrzeug ausgelöst wird. Und das sind nur ein paar Beispiele.

Die Deutsche Telekom auf der Hannover Messe 2019.

Hannover Messe

Die Deutsche Telekom auf der Hannover Messe.

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