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Lisa Machnig

Für ein Netz ohne Hass: Wir setzen unser Engagement 2021 fort!

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“Du bist ekelhaft” – “Bring dich lieber um!” Beschimpfungen, die für den  Transgender-Mann Jay aus dem Spot #GEGENHASSIMNETZ- Alltag waren. Jay teilte mit den Zuschauern seine Erfahrungen über Hate Speech im Netz. Die Kampagnenbotschaft der Telekom: „Worte dürfen nicht zur Waffe werden“.  Neben der Kampagne gibt es ein breites gesellschaftliches Engagement der Telekom gegen Hass im Netz. Warum das Thema wichtig für die Telekom ist und wie es in 2021 weitergeht, erzählen Christian Hahn, Vice President Marketing Communications Strategy and Media und Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement.

Es sind immer die Menschen, die Themen gestalten! Daher zuerst eine persönliche Frage: Was treibt euch beim Thema „Hass im Netz“ persönlich an?

Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement Deutsche Telekom.

Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement Deutsche Telekom.

Barbara Costanzo: Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Demokratie und Vielfalt von Meinungen und Perspektiven nicht als gegeben hinnehmen dürfen. Im Gegenteil: wir müssen darum kämpfen, dass wir sie behalten, denn sie bereichern unser Leben in der analogen und digitalen Welt. Unser Motto ist: Raus aus der Schockstarre! Nicht schockiert sein bei Ausgrenzung und Hass, sondern aktiv werden! Aktivität und Solidarität fühlen sich nicht nur gut an, es sind die Mittel, die wir alle nutzen können, um gegen Manipulation, Hass und Menschenfeindlichkeit anzugehen. 

Christian Hahn: Natürlich habe ich vorher auch von Cybermobbing und Hass im Netz gehört. Aber eben eher abstrakt und nie direkt betroffen. Nachdem ich mich mit dieser Thematik intensiv befasst habe, habe ich mir fest vorgenommen, nicht wegzuschauen oder zu ignorieren, sondern bewusst anzusprechen, wenn ich ein solches Verhalten in meinem Umfeld – sowohl im beruflichen als auch im privaten - wahrnehme. Damit Worte eben nicht zu Waffen werden.

Christian, du hast das Thema Hass im Netz im letzten Jahr sogar zum Mittelpunkt einer Werbekampagne gemacht. Dort ist zum Beispiel auch der Spot mit Jay entstanden. Warum ist das Thema so wichtig für die Telekom?

Christian Hahn: Wir leben in digital turbulenten Zeiten – auch schon vor Corona. Mit #DABEI – Gegen Hass im Netz haben wir eine Kampagne entwickelt, die genau das aufgreift. Wir haben eine Haltung dazu und diese wollen wir auch vermitteln. Als Telekom möchten wir Menschen verbinden und alle in die digitale Gesellschaft mitnehmen. Niemand soll ausgeschlossen oder abgehängt werden. Besonders im Netz sehen wir aber, dass Hass und Ausgrenzung im Netz täglich Realität sind. Die Spaltung der Gesellschaft ist mehr und mehr spürbar. Der Spot mit Jay hat dies für die Zuschauer fühlbar und unsere Idee hinter der Kampagne konkret erlebbar gemacht. Der Spot wurde  übrigens gedreht, bevor die Pandemie uns erreicht hat. Die Entwicklungen seitdem haben leider bestätigt, wie richtig wir damit lagen. Denn Fake News, Hass und Verschwörungstheorien haben stark zugenommen. Mit unserer Kampagne haben wir Menschen auf Hass im Netz aufmerksam gemacht und sensibilisiert. Aber auch den nächsten Schritt ermöglicht: selbst aktiv gegen Hass im Netz werden zu können. Gemeinsam mit 44 Partnern kämpft die Telekom für ein Netz, in dem sich Menschen souverän bewegen können, ohne Angst vor Ausgrenzung haben zu müssen. Wir wollen sensibilisieren und Menschen ermutigen, Haltung zu zeigen. 2020 haben wir mit der Kampagne in Deutschland über 340 Millionen Kontakte erreicht. Ein toller Erfolg! Das Thema ist und bleibt auch weiterhin wichtig für die Telekom. 2021 geht unser Engagement gegen Hass im Netz und auch die Kampagne weiter.  

Wie kam die Kampagne bei den Menschen an?

Christian Hahn, Vice President Marketing Communications Strategy and Media

Christian Hahn, Vice President Marketing Communications Strategy and Media

Christian Hahn: Mit unseren Spots und Maßnahmen konnten wir viele Menschen erreichen. Unser Spot lief in Kinos – soweit Corona das zuließ – und im TV. Es gab eine Kooperation mit Pro 7 und eine Platzierung des Themas im TV-Format „GERMANYS NEXT TOPMODEL“. Zusätzlich Radiospots, Printanzeigen und Social Media-Platzierungen. Mit LeFloid haben wir einen Top-Influencer gefunden, der das Thema gemeinsam mit uns präsentiert hat. Unser Erfolg ist messbar: wir haben über 41 Prozent der Gesamtbevölkerung erreicht, 17.000 Menschen waren in Workshops, die von uns selbst durchgeführt wurden. 

Barbara, Du gestaltest und begleitest mit Deinem Team diverse Themen des gesellschaftlichen Engagements der Telekom. Wo steht die Telekom bei ihrem Engagement gegen Hass im Netz?

Barbara Costanzo: Für uns ist digitale Teilhabe gleichgesetzt mit gesellschaftlicher Teilhabe. Wir wollen die Gesellschaft befähigen, sich sicher und souverän im Netz zu bewegen und das auf Basis demokratischer Werte. Zu Medienkompetenz gehört für uns deshalb immer das Zusammenleben nach demokratischen Regeln. Wir sind stolz darauf, dass wir mittlerweile 44 Partner aktiviert haben, hier mit uns an einem Strang zu ziehen. Ein Power-Netzwerk gegen Hass im Netz.

Unsere Maßnahmen sind vielfältig. Sie adressieren alle Zielgruppen. Von Experten bis zu Neueinsteigern in der Thematik. Von Kids über Eltern und Pädagogen bis zu Erwachsenen und Multiplikatoren. Wir sind präsent auf unterschiedlichen Veranstaltungen, in Diskussionsrunden und Workshops. Mit den Dabei-Geschichten bieten wir umfangreiche Module zum Beispiel zu Digitaler Zivilcourage. Hier geben wir Anregungen, was jede*r von uns gegen Hass und Ausgrenzung im Netz tun kann. Für Kinder und Jugendliche finden Eltern und Pädagogen auf teachtoday.de und scroller.de altersgerecht aufbereitete Materialen. Wir haben diverse Podcasts aufgenommen, zum Beispiel über die Macht von Sprache im Netz. Auch intern setzen wir uns dafür ein, dass innerhalb der Telekom kein Platz für Ausgrenzung und Rassismus ist. Dazu haben wir ein Netzwerk gegründet, bestehend aus Vertretern unterschiedlichster Bereiche, die alle mit dem Thema befasst sind.  

Wie geht es in diesem Jahr weiter?

Barbara Costanzo: Über diese Frage habe ich mich gefreut, denn wir machen 2021 definitiv mit unserem Engagement „Gegen Hass im Netz“ weiter. Zum einen haben wir ein Jahr mit vielen Wahlen vor uns. Zum anderen: Hass im Netz begegnet uns auch dort, wo wir es nicht erwarten. Dieses Thema gehen wir an. Im Modul „Gaming – Wo der Spaß aufhört“ beleuchten wir genau diesen Aspekt. Gaming, also das Spielen von Online-Games, wird immer beliebter. Besonders in der Pandemie-Zeit, bei der wir viel Zeit zuhause verbringen müssen, bieten Games eine willkommene Abwechslung. Die Spiele-Branche hat riesige Zuwachszahlen. Aber ist das wirklich alles nur Spiel? Was passiert in Games, aber auch in Chat-Funktionen? Die Kommunikation dazu startet Ende März – seid gespannt. 

Lena

Gegen Hass im Netz

Die Telekom kämpft für ein Netz ohne Hass, in dem alle respektvoll miteinander umgehen.

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