Konzern

Alexandra Hörsch

Die Telekom ist konzernweit klimaneutral bei den eigenen Emissionen – von den Netzen, Rechenzentren, Fahrzeugflotten bis hin zu allen Gebäuden. Eine vollständige Vermeidung aller Emissionen ist aktuell technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die verbleibenden letzten Prozentpunkte neutralisiert die Telekom bewusst durch sorgfältig ausgewählte CO2 -Bindungsprojekte.

Wald

Projekt “Planalto Reforesting the Land of the Jaguar” in Mexiko pflanzt einheimische Bäume. © Planalto

Die Deutsche Telekom hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie ist als erstes- multinationales Telekommunikationsunternehmen konzernweit klimaneutral bei den eigenen Emissionen – von den Netzen, Rechenzentren, Fahrzeugflotten bis hin zu allen Gebäuden.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Telekom ihre Energieeffizienz erhöht. Die Netze leisten mehr, verbrauchen aber nicht mehr Energie.  Außerdem bezieht das Unternehmen bereits seit 2021 weltweit zu 100 Prozent Ökostrom. Rund sechs Prozent der Emissionen lassen sich aktuell nicht vermeiden. Sie werden durch hochwertige CO2-Bindungsprojekte neutralisiert. Dazu zählen unter anderem Aufforstungen sowie innovative technische Verfahren.

Eine vollständige Vermeidung aller Emissionen ist aktuell technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. So werden beispielsweise Heizungssysteme im Normalbetrieb nicht einfach verschrottet, sondern im Rahmen regulärer Erneuerungen durch klimafreundliche Alternativen ersetzt. Auch bei Kühlsystemen in Rechenzentren arbeitet die Telekom intensiv an umweltschonenden Lösungen.

Reduktion hat Priorität

Die verbleibenden letzten Prozentpunkte zur vollständigen Klimaneutralität neutralisiert die Telekom bewusst durch sorgfältig ausgewählte CO2 -Bindungsprojekte. Hierfür orientiert sich der Konzern an strengen ökologischen und qualitativen Standards: Wir orientieren uns bei unserer Strategie an den Oxford Offsetting Principles und setzen ausschließlich auf Removals (Oxford Kat. IV und V). Sie stellen sicher, dass das CO2 mittel- bis langfristig aus der Atmosphäre entfernt wird. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz zeigt die Telekom, wie verantwortliches Wirtschaften und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.

CO2-Bindung für eine nachhaltige Zukunft

Biochar, Project Leeds

Biochar, Project Leeds, Projektpartner: Ceezer © Natalie Burkinshaw

CO2-Bindungsprojekte stellen sicher, dass überschüssiges Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt wird. Die Telekom setzt bei der Auswahl auf eine Mischung aus natürlichen und technikbasierten Lösungen, die zugleich in verschiedenen Teilen der Welt zum Einsatz kommen. Das Unternehmen kooperiert mit verschiedenen verlässlichen Partnern wie First Climate oder goodcarbon. Diese Aufteilung minimiert Risiken und kombiniert die positiven Effekte verschiedener Ansätze. 

Projekte zur Aufforstung von Wäldern etwa in Nigeria oder Mexiko, binden nicht nur CO2, sondern schützen auch die Biodiversität und tragen zur Sicherung der Lebensmittelgrundlagen der örtlichen Bevölkerung bei. Ein Beispiel ist das Projekt “Planalto Reforesting the Land of the Jaguar” in Mexiko. Hier werden mehr als eine Million einheimische Bäume gepflanzt, die zwei geschützte Naturgebiete miteinander verbinden. Die Bäume binden langfristig CO2. Gleichzeitig entsteht ein verbesserter Lebensraum für heimische Wildtiere.

Aber auch technische Verfahren können helfen, CO2 langfristig zu binden. „Biochar“ – auch bekannt unter dem etwas irreführenden Namen Pflanzenkohle – entsteht durch ein technisches Verfahren. Dabei werden Holzreste oder pflanzliche Abfälle unter Sauerstoffmangel erhitzt und zu einer stabilen Kohle verarbeitet, die das CO2 langfristig speichert. Diese Bio-Kohle wird in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt, wodurch das CO2 im Erdreich gebunden wird und gleichzeitig die Bodenqualität verbessert. Hier arbeitet die Telekom unter anderem auch mit deutschen und einem Schweizer Projekt zusammen. 

Ein anderes Beispiel ist die Bindung von CO2 in Baustoffen. Hier wird Kohlendioxid, das in anderen Produktionsprozessen anfällt, mithilfe eines speziellen Verfahrens in feste Baumaterialien gepresst und so langfristig gebunden.

Klimaziele

Die Klimaneutralität im eigenen Betrieb ist ein großer Erfolg, aber gleichzeitig auch nur eine Zwischenstation. Bis 2040 soll die gesamte Wertschöpfungskette netto-null Emissionen erreichen, das heißt mindestens 90 Prozent der Emissionen werden reduziert, und maximal zehn Prozent werden über CO2-Bindungsprojekte neutralisiert. Dieses Ziel wurde durch die Science Based Targets Initiative wissenschaftlich bestätigt und trägt zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bei.



Partner

Patch

Patch ist ein End-to-End-Partner für die Bewältigung eines fragmentierten Emissionshandel- Marktes und regulatorischen Umfelds. Der Marktplatz arbeitet mit verschiedenen Unternehmen zusammen, um Jahr für Jahr wirkungsvolle CO2-Strategien zu entwickeln und kümmert sich um die sorgfältige Zertifikate-Beschaffung, Vertragsabschlüsse und Portfoliomanagement. Die Experten von Patch erweitern die Fähigkeiten der Nachhaltigkeitsteams in jeder Phase ihres CO2 Programms. Mit Patch können Unternehmen sicher in wirkungsvolle Klimalösungen investieren und gleichzeitig ihre CO2-Kreditgeschäfte optimieren. 

Ceezer

CEEZER ist der führende Partner für die Beschaffung und Verwaltung von Climate Performance Assets und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Klimaziele in einen klaren Weg zur Netto-Null zu verwandeln. Das Unternehmen bietet transparenten Zugang zu hochwertigen Emissionszertifikaten, Energy Attribute Certificates (EACs) und Sustainable Aviation Fuel Certificates (SAFc) weltweit und kombiniert dabei Risikobewertungstechnologie mit fachkundiger Beratung. Die branchenführende Plattform von CEEZER unterstützt Unternehmen bei der Konzeption, Beschaffung und Verwaltung von Climate Performance Asset-Portfolios, die auf ihre Nachhaltigkeitsziele zugeschnitten sind, und ermöglicht Echtzeitüberwachung, rahmenkonforme Berichterstattung und die Einbindung verschiedener Interessengruppen.

First Climate

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit. Wir entwickeln und finanzieren verifizierte Emissionsminderungs- und CO2-Senkenprojekte weltweit. Unsere Lösungen zur bedarfsgerechten Beschaffung von erneuerbaren Energien ermöglichen es Unternehmen, ihre energiebezogenen Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus bietet unser erfahrenes Consulting-Team umfangreiche Beratungs-Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie ESG-Strategie und -Reporting. 

Goodcarbon

Goodcarbon ist ein 2021 in Berlin gegründetes Climate-Tech-Unternehmen, das führende Unternehmen dabei unterstützt, ihre Netto-Null-Ziele mit Hilfe von hochqualitativen naturbasierten Klimalösungen (Nature-Based Solutions, NbS) zu erreichen. Das Unternehmen bietet ein End-to-End-Angebot, das strategische Beratung, proprietäre Technologie und Zugang zu ausgewählten NbS-Projekten kombiniert, sodass CO₂-Zertifikate zu einer glaubwürdigen und wirkungsvollen Säule von Klimastrategien werden. Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung hochwertiger NbS-Projekte, die neue Maßstäbe in Sachen Qualität setzen. Diese verbinden CO₂-Entnahme mit starkem Impact für lokale Communities sowie der Biodiversität in einigen der wichtigsten Ökosysteme der Welt. Ziel von goodcarbon ist es, über klassischen CO₂-Ausgleich hinauszugehen und ganzheitliche, naturbasierte Lösungen für wirksamen Klimaschutz zu etablieren. 

Senken

CO2-Zertifikate sind keine bloßen Marketing-Claims mehr, sondern rechtliche Aussagen, die von Prüfern, Vorständen und Journalisten hinterfragt werden. Als Partner für CO2-Zertifikatsbeschaffung ermöglicht Senken Sustainability Leaders Prozesse, bei denen jedes Zertifikat auf einer wissenschaftlich und rechtlich fundierten Grundlage steht. Über den proprietären Sustainability Integrity Index (SII) lehnt Senken 95 % der Projekte am Markt ab, um nur erstklassige Zertifikate zu kuratieren. Zudem liefert das Unternehmen in Champion’s Kit mit genau der Dokumentation, die nötig ist, um jede Frage im Vorfeld zu beantworten. 

FAQ