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Verena Fulde

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Big Data in der Gesundheitsvorsorge - kann das gut gehen? Aber ja!

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Sollten Daten zum Wohle der Gesundheitsforschung gesammelt und analysiert werden? Prof. Christiane Woopen, Direktorin des ceres Instituts an der Universität zu Köln, spricht sich in unserem Video-Interview dafür aus.

Big Data in der Gesundheitsvorsorge

Allerdings stellen Datenschutz, die Beschaffenheit der Daten und die Qualität der Algorithmen, die Zusammenhänge feststellen oder Hypothesen erstellen, oftmals eine Herausforderung dar. Trotzdem überwögen insgesamt die Vorteile der Digitalisierung und von Big Data, sagt Woopen und fordert: „Gerade im Gesundheitswesen ist nicht das Bremsen angesagt, sondern das konsequente Voranschreiten und in Deutschland tatsächlich endlich mal Gas zu geben.“

Wir stellen in unserem Special Beispiele vor, wie Datenanalyse z.B. der Grippeforschung dient oder Frühchen das Leben rettet. Und das Online-Spiel „Sea Hero Quest“ zeigt, wie das Spielen und das Sammeln von Daten bei der Demenz-Forschung hilft.

Trotzdem hat die gesellschaftliche Debatte um die Ethik der Algorithmen gerade erst begonnen. Prof. Woopen fragt: „Wer definiert eigentlich, was wir unter Gesundheit verstehen? Warum sind ausgerechnet die Schritte entscheidend, aber nicht beispielsweise Meditation für die psychische Gesundheit oder Ähnliches?“

Damit zielt sie auf Versicherungstarife ab, die auf Basis von Wearables erhoben werden. Und auch Axel Wehmeier, Geschäftsführer der Telekom Healthcare Solutions, stellt in seinem Namensbeitrag die Frage, wie weit Big Data gehen darf und wer darüber entscheide.

Wollen wir beispielsweise wissen, ob wir mit einem Partner nach Lage der Gene Kinder bekommen können oder nicht? Wollen wir etwa auch wissen, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine tödliche Krankheit bekommen?

Wie gehen wir mit diesem Wissen um? Mit wem teilen wir es? Nutzen wir die Chancen der Digitalisierung konsequent und ungebremst einfach weil wir es können oder ziehen wir eine Grenze? Wo soll diese liegen und wer zieht sie?

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