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Andreas Leigers

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Mit vereinten Kräften startet die neue T-Mobile US am 1. April 2020

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  • Fusion von T-Mobile US und Sprint über reinen Aktientausch ohne Barkomponente
  • Marktkapitalisierung von rund 110 Milliarden Dollar
  • Neues Unternehmen mit 140 Millionen Mobilfunk-Kunden 
  • Deutsche Telekom stark auf beiden Seiten des Atlantiks
  • Fortsetzung der Un-Carrier-Strategie und forcierter 5G-Netzausbau
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Heute schließen sich die beiden amerikanischen Telekommunikationsunternehmen T-Mobile US Inc. und Sprint Corp. zur neuen, größeren T-Mobile US zusammen.


Die neue T-Mobile US startet am 1. April 2020. Mit dem heutigen Tag schließen sich die beiden amerikanischen Telekommunikationsunternehmen T-Mobile US Inc. und Sprint Corp. zur neuen, größeren T-Mobile US zusammen. Sie wird auch weiterhin als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen werden. In den vergangenen fast zwei Jahren hatte die Transaktion verschiedene Genehmigungsprozesse durchlaufen, an denen eine Vielzahl nationaler und regionaler Behörden und Gerichte in den USA beteiligt war.

Nach dem Zusammenschluss wird die neue T-Mobile US mit mehr Kunden, stärkeren finanziellen Ressourcen und der umfangreichsten Ausstattung mit Mobilfunk-Spektrum aller Wettbewerber im US Markt die bislang schon so erfolgreiche Un-Carrier-Strategie forciert fortsetzen.

„Dies ist in herausfordernden Zeiten ein historischer Tag für die Deutsche Telekom, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges. „Die Fusion bringt uns in eine starke Position auf diesem wichtigen Schlüsselmarkt. Klasse, dass uns als europäischem Unternehmen das gelungen ist. Die Telekom ist stark auf beiden Seiten des Atlantiks. Das zeigt sich gerade aktuell. Wir werden weiter kräftig in alle unsere Märkte investieren und so weiterwachsen.

In den vergangenen sieben Jahren haben viele für diese Fusion gearbeitet. Ihnen allen danke ich. Die neue T-Mobile US kann schneller das beste 5G-Netz der USA aufbauen. Sie kann mit mehr Ressourcen den Un-Carrier-Weg für die Kunden vorantreiben. Sie kann den Wachstumskurs der vergangenen sieben Jahre fortsetzen und Arbeitsplätze schaffen. Die neue T-Mobile US kann damit Wertsteigerungspotentiale für alle Aktionäre erschließen. Diese Zukunft startet jetzt.“ 

Die neue T-Mobile stößt in neue Dimensionen vor

Durch den Zusammenschluss entsteht ein neues, größeres Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 110 Milliarden Dollar auf Basis der Aktienkurse von T-Mobile US und Sprint am 31. März.2020.

In Ihrer Jahres-Pressekonferenz am 19. Februar 2020 hat die Deutsche Telekom einige Eckdaten der neuen T-Mobile auf Basis addierter Zahlen der beiden Vorgänger-Unternehmen zum Jahresende 2019 genannt:

  • rund 140 Millionen Kunden* davon mehr als 100 Millionen Kunden unter eigenen Marken.
  • Umsatz von rund 77 Milliarden Dollar*.
  • Ausstattung mit aggregiert rund 300 MHz* landesweiten Spektrums über alle Bandbreiten. Das ist fast doppelt so viel wie bei den beiden großen Mobilfunk-Wettbewerbern AT&T und Verizon. Damit verbessert sich die Basis für eine umfangreichere Flächenabdeckung sowie Kapazitätsausweitungen des Mobilfunknetzes und damit das Potential für weiteres Kundenwachstum deutlich.

(*Daten auf Basis der 12 Monate des Kalenderjahres 2019 wie in der Jahres-Pressekonferenz am 19. Februar 2020 genannt)

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Diese Daten stellen eine Abschätzung der Größenordnung des neuen Unternehmens zum Jahresende 2019 dar. Für die künftige Struktur der neuen T-Mobile US ist zu berücksichtigen, dass mit dem US-Justizministerium eine Vereinbarung unter Auflagen geschlossen wurde, wonach Sprint sein Prepaid-Geschäft an das Unternehmen DISH Network Corp. für rund 1,4 Milliarden Dollar abgeben wird. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass das 800 MHz-Spektrums von Sprint an Dish für rund 3,6 Milliarden Dollar verkauft werden soll.

Die Planung des fusionierten Unternehmens basiert weiter auf Kosten- und Investitionssynergien im Barwert von 43 Milliarden Dollar. Drei Jahre nach Wirksamwerden der Fusion sollen Einsparungen aus diesen Synergien erstmals die Integrationskosten übersteigen.

Die Fusion ist das Ergebnis einer erfolgreichen Strategie für das US-Geschäft der Deutschen Telekom, die über die vergangenen acht Jahre konsequent umgesetzt wurde. Aus einem zuvor über mehrere Jahre schrumpfenden Geschäft hat die Deutsche Telekom in den USA das am schnellsten und profitabel wachsende Mobilfunk-Unternehmen des Landes entwickelt. Die entscheidenden Schritte dabei waren:

2013

  • Entwicklung der Un-Carrier-Strategie, mit einer herausragenden Kundenorientierung und dem Bruch mit tradierten Kundebeziehungen in der Telekommunikationsindustrie.
  • Parallel startete der forcierte Netzausbau unterstützt durch Mobilfunk-Spektrum von AT&T, nachdem der Verkauf von T-Mobile US im Jahr 2011 nicht zustande gekommen war.
  • Zum 1. Mai 2013 wurde der Mobilfunk-Anbieter MetroPCS mit rund 9 Millionen Kunden übernommen. Das Unternehmen war damals der stärkste selbständige Anbieter im Prepaid-Segment in den USA mit einer im Markt gut etablierten Marke. Damit baute T-Mobile US das Prepaid-Geschäft deutlich aus und erweiterte die Vertriebspräsenz erheblich. Zugleich konnte T-Mobile US nach dem Zusammenschluss mit MetroPCS auf eine Börsennotierung an der amerikanischen New York Stock Exchange zurückgreifen, später erfolgte ein Wechsel an die Börse für Technologiewerte Nasdaq. Damit wurden die Handlungsmöglichkeiten auf der Finanzierungsseite deutlich erweitert und Transparenz für die weitere Wertentwicklung des Unternehmens geschaffen.

2013 bis 2019

  • Diese Zeit war geprägt durch den forcierten Netzausbau auf eine Abdeckung des 4G LTE-Netzes von zuletzt 327 Millionen Amerikanern. Seit Jahresbeginn 2013 hat T-Mobile US unterstützt durch die Deutsche Telekom rund 34 Milliarden vor allem in den Netzausbau investiert, weitere rund 17 Milliarden Dollar wurden in den Kauf von Mobilfunk-Spektrum investiert (Daten auf Basis Rechnungslegung IFRS). Die Kundenzahl von T-Mobile US wuchs von rund 34 Millionen vor dem Zusammenschluss mit MetroPCS auf 86 Millionen zum Jahresende 2019. Der Wert des Unternehmens hat sich seit der Erstnotiz am 1. Mai 2013 von rund 11 Milliarden Dollar auf rund 72 Milliarden Dollar am 31. März 2020 mehr als versechsfacht.

2018 bis 2020

  • Parallel zum starken Wachstum des operativen Geschäfts treibt T-Mobile US zusammen mit Sprint den Zusammenschluss beider Unternehmen voran. Mit Unterstützung der beiden Mehrheitsaktionäre Deutsche Telekom (T-Mobile US) und Softbank Corp. (Sprint) soll die Un-Carrier-Strategie auf ein neues Niveau gehoben werden. Schon am Jahresende 2019 ist T-Mobile US das erste Unternehmen, das ein landesweites 5G-Netz auf Basis von 600 MHz-Frequenzen in Betrieb nimmt. Es erreicht bereits zum Jahresende mehr als 200 Millionen Amerikaner.
  • Nach Abschluss der Fusion soll dieser Weg mit der höheren Kundenzahl, mehr finanzieller Schlagkraft und der besten Mobilfunk-Spektrum-Ausstattung aller US-Mobilfunk-Unternehmen forciert vorangetrieben werden. Dazu wird die neue T-Mobile US massiv in ihr Netz und ihre Mitarbeiter investieren. Hierfür sind bis zu 40 Milliarden Dollar (US-GAAP) in den drei Jahren nach Wirksamwerden der Transaktion vorgesehen. Damit will die neue T-Mobile US unter anderem das erste landesweite 5G-Mobilfunknetz der USA weiter auf- und ausbauen und die Expansion in neue Geschäftsfelder vorantreiben.
  • Diese einzigartige Kombination aus forcierter Un-Carrier-Strategie, erhöhter Finanzkraft und der besten Spektrum-Position aller Wettbewerber bietet perspektivisch für die neue T-Mobile US die Chance, die Marktführerschaft im US-Mobilfunk zu erreichen.

Kapitalschonende Transaktionsstruktur

Der Zusammenschluss beider Unternehmen wurde am 29. April 2018 vereinbart. Die Transaktion ist als reiner Aktientausch ohne Einsatz von Bar-Mitteln strukturiert. Die Zusammenschlussvereinbarung wurde Anfang 2020 an die unterschiedlichen Entwicklungen von T-Mobile US und Sprint über die vorangegangene Zeitspanne angepasst. Am 21. Februar 2020 wurde die ursprüngliche Vereinbarung so überarbeitet, dass sich aus Sicht der T-Mobile US-Aktionäre einschließlich der Deutschen Telekom ein effektives Umtauschverhältnis von 11,0 Sprint-Aktien für eine Aktie der neuen T-Mobile US ergibt.

Durch diese kapitalschonende Strukturierung der Transaktion als reiner Aktientausch fließt kein Kapital von der Deutschen Telekom in Richtung T-Mobile US. Auch sind die Planungen für die weiter hohen Investitionen des Konzerns außerhalb der USA der Transaktion nicht berührt.

Im Zuge des Zusammenschlusses von T-Mobile US und Sprint wird auch die Finanzierungsstruktur des fusionierten Unternehmens neu geordnet. Zum einen zahlt T-Mobile US insgesamt 14 Milliarden Dollar konzerninterne Finanzierungen an die Deutsche Telekom zurück, davon 8 Milliarden Dollar unmittelbar nach Wirksamwerden des Zusammenschlusses.

Daneben sind Teile der Sprint Anleiheverbindlichkeiten der bisherigen Sprint Corp. bei der jetzt vollzogenen Veränderung der Eigentümerstruktur seitens der Anleihegläubiger kündbar.

Zur anfänglichen Kapitalisierung steht New T-Mobile eine bis zu zweijährige, abgesicherte, Brückenfinanzierung eines Bankenkonsortiums zur Verfügung.

Vollkonsolidierung im Konzern Deutsche Telekom

Nach dem Aktientausch und der Abgabe der Aktien durch Softbank liegt die Beteiligung der Deutschen Telekom an der neuen T-Mobile bei rund 43 Prozent. SoftBank wird an dem fusionierten Unternehmen rund 24 Prozent der Anteile halten. Die verbleibenden 33 Prozent der Aktien der neuen T-Mobile US liegen bei außenstehenden Aktionären.

Die Deutsche Telekom hat mit Softbank eine Stimmrechtsvereinbarung geschlossen. Sie erlaubt der Telekom, auch für die bei Softbank liegenden Aktien die Stimmrechte in ihrem Sinne auszuüben. Dadurch kann die Deutsche Telekom über rund 67 Prozent der Anteile der neuen T-Mobile US die Stimmrechte ausüben.

Die Deutsche Telekom wird nach dem Zusammenschluss 9 von 14 Mitgliedern des Board of Directors der T-Mobile US ernennen, darunter mindestens zwei unabhängige Vertreter. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, soll auch künftig Chairman of the Board der T-Mobile US sein.

Durch diese Vereinbarungen zu den Stimmrechten sowie zur Besetzung des Board of Management kann die Deutsche Telekom die neue T-Mobile US auch künftig kontrollieren und als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbeziehen. 

Mindestdividende von 60 Cent je Aktie bestätigt

Die Deutsche Telekom hat bereits im Vorfeld der Fusion bekannt gegeben, dass die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie nach Minderheitsanteilen künftig der Maßstab für die Dividendenpolitik des Unternehmens sein soll. Auch nach der Fusion von T-Mobile US und Sprint gilt für die Dividendenplanung der Deutschen Telekom eine Untergrenze von 60 Cent je Aktie. Es ist beabsichtigt, die für die Zahlung der für das Geschäftsjahr 2019 geplanten Dividende erforderliche Hauptversammlung, unter Nutzung der erweiterten gesetzlichen Möglichkeiten für eine Online HV, baldmöglichst abzuhalten.

Die neue T-Mobile US wird erstmals für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020 konsolidierte Finanzzahlen vorlegen. Die Deutsche Telekom plant ebenfalls, erstmals für das zweite Quartal 2020 konsolidierte Konzernzahlen vorzulegen, in die die bisherige Sprint Corp. einbezogen ist.

Diese Medieninformation enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“, „davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“, „Ausblick“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes EBIT, bereinigte EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

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