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Klaus vom Hofe

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Privacy Bots: Telekom prämiert Ideen

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Privacy Bot Award

Thomas Kremer (r.) überreichte Fabian Schmied, Christian Olenberger, Niclas Nüske, Daniel Rau (v.l.) den symbolischen Scheck für den ersten Preis.

Was will ich bei Internetdiensten von mir preisgeben? Und wie nutzen Anbieter meine Daten? Intelligente Anwendungen sollen künftig Verbrauchern Orientierung geben. Die Telekom hat nach einem internationalen Wettbewerb drei Ideen für „Privacy Bots“ prämiert.

Digitalisierung auf Kosten des Datenschutzes? Im Gegenteil: Der Datenschutz kann neue Technologien nutzen, um Verbrauchern zu helfen. Zum Beispiel mit Privacy-Bots. Die Telekom hat jetzt die besten Konzepte für so einen virtuellen Assistenten in Berlin prämiert. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt eine Gruppe bayerischer Studenten für ihr Bot-Konzept, das sehr konkret ausgearbeitet und von den Beiträgen am einfachsten umzusetzen ist.

„Wir haben sehr professionelle Präsentationen gesehen und durchweg spannende Ideen. Ich war begeistert zu sehen, mit wie viel Kreativität junge Menschen Datenschutz technisch weiterentwickeln“,  sagte Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance und Vorsitzender der Wettbewerbsjury.

Die Telekom hatte im Januar zu dem weltweiten Ideenwettbewerb aufgerufen. Gefragt war ein Konzept für einen Privacy-Bot. Dieser sollte sich dabei nicht nur an einzelne Anbieter wie Facebook, Amazon oder Reiseportale richten, sondern für sämtliche Dienste nutzbar sein. Nach zahlreichen internationalen Anfragen hatten sich insgesamt 12 Teilnehmer für den Wettbewerb beworben. Fünf davon kamen in die Endausscheidung, die ersten drei wurden prämiert.  

Die Jury in Berlin setzte sich zusammen aus Datenschutz- und Innovations-Experten und Vertretern der Internetwirtschaft und Unternehmenskommunikation. Prominentestes Mitglied: Peter Schaar, ehemaliger Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

Und das sind die Gewinner und ihre Konzepte:

  • Der Privacy Bot von Christian Olenberger, Daniel Rau, Fabian Schmied und Niclas Nüske prüft automatisch die Datenschutzhinweise von Internetdiensten auf Basis individueller, vom Nutzer vorgegebener Wünsche. Ferner soll er ihm ermöglichen, Internetdienste vorab prüfen zu lassen und sich so über den Grad der Übereinstimmung mit den Einstellungen zu informieren. Darüber hinaus liefert der Privacy Bot datenschutzrelevante Informationen, wie etwa zu Datenschutzvorfällen des betreffenden Internetanbieters.
  • Die Idee von Pauline M. Kuss basiert auf einer zentralen Plattform. Darüber soll jeder seine Daten und Einwilligungen selber verwalten und Firmen die Erlaubnis erteilen können, darauf zuzugreifen und personenbezogene Daten zu verwenden. Mit Hilfe von Blockchains werden die erteilten Einwilligungen transparent und nachhaltig für alle Beteiligten dokumentiert.
  • André Bonin zielt mit seinem Konzept darauf ab, einen Filter im Fest- und im Mobilfunknetz zu installieren. Per Nutzerkonfiguration soll er unerwünschte Datenverkehre wie z. B. die von Sozialen Netzwerken oder Tracking aussieben und so die Bildung von Profilen verhindern. Bei Suchanfragen soll die Lösung die Anfrage pseudonymisiert an den Diensteanbieter richten, so dass dieser den Internetnutzer  nicht mehr identifizieren kann.

„Mit fortschreitender Digitalisierung steigt die Unsicherheit, aber auch das Interesse der Verbraucher am Schutz ihrer personenbezogenen Daten“, resümiert Thomas Kremer. „Wir wollen, dass die Menschen die Möglichkeit haben, souverän über die Verwendung ihrer Daten zu entscheiden. Nur so kann Vertrauen in die Digitalisierung wachsen. Der Wettbewerb hat dafür Impulse gesetzt.“

Die Telekom will die Entwickler der Gewinner-Konzepte weiter begleiten. „Der partnerschaftliche Umgang der Unternehmen mit ihren Kunden zahlt sich für beide Seiten aus. Wir prüfen, ob wir die Ideen bei der Telekom realisieren können oder außerhalb unterstützen“, verspricht Konzerndatenschutzbeauftragter  Claus Dieter Ulmer.

Frau arbeitet am Laptop.

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